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EU-Kommissarin droht Deutschland wegen VDSL-Missbrauch
09.11.06 Die EU-Kommissarin Viviane Reding hat sich auf dem gestrigen
Parlamentarischen Abend des VATM in Brüssel vehement gegen Regulierungsferien
im Bereich des VDSL-Glasfasernetzabschnitts der Deutschen Telekom
ausgesprochen. Vor über 180 Gästen aus Politik und Wirtschaft bekräftigte sie
das Vorhaben der Kommission, in diesem Falle ein Vertragsverletzungsverfahren
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gegen die Bundesrepublik Deutschland einzuleiten. Auch VATM-Präsident Gerd
Eickers wandte sich gegen einen nach Ansicht des Verbands viel zu frühen
Ausstieg aus der Marktregulierung.
Eine Regulierungsfreistellung, so wie sie derzeit im Deutschen Bundestag
beraten wird, verstößt gegen EU-Recht, das haben wir bereits intensiv geprüft,
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teilt die EU-Kommissarin Reding mit. Beim Glasfaserausbau der Deutschen
Telekom handelt es sich weder um einen neuen noch um einen neu entstehenden
Markt, so die EU-Kommissarin weiter. Vielmehr versuche das ehemalige deutsche
Staatsunternehmen, seine im Zugangsbereich nach wie vor marktbeherrschende
Stellung dafür zu missbrauchen, die Wettbewerber aus dem Markt zu drängen, und
fordere dafür gesetzgeberische Schützenhilfe ein.
Der Präsident des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und
Mehrwertdiensten e.V. (VATM) Gerd Eickers ließ in seinem Statement keinen
Zweifel daran, dass zwischen Innovation und Wettbewerb kein Widerspruch
besteht. Er belegte dies eindrucksvoll am Beispiel DSL, für das in den Jahren
2000 bis 2002 bereits einmal Regulierungsferien bestanden hätten. Diese hätten
seinerzeit der Deutschen Telekom zwar einen Marktanteil von 95 Prozent
verschafft, jedoch gleichzeitig zu einer der niedrigsten
Breitbandpenetrationen in der gesamten EU geführt.
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