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Kriminell: Bundestrojaner verstösst gegen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts
10.10.11 Der Bundestrojaner ist von Hiwis programmiert worden, so die
Meinung des Chaos Computer Clubs, welche den Bundestrojaner überprüfen
konnten. Sarkasmus war sogar angesagt, als der CC-Club anmerkte, dass sich
kein erfahrener Programmierer für das Ausspionieren von Bürger hergab, so schlecht ist die Programmierung.
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So schlecht ist der Bundestrojaner programmiert worden, dass bei den
Ausspionierten Sicherheitslücken aufgerissen worden sind. Dabei mitunter jeder
von Aussen Zugang zu den gehackten PCs hatte, und dabei auch noch über dem Bundestrojaner
beliebige Dokumente auf dem überwachten PC geladen werden konnten.
Bisher galt ja Facebook als Datenschleuder, aber hier wollten die Hiwis beim
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programmieren Facebook wohl noch toppen. Die Auftraggeber haben vorsätzlich
das Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2008 zum Ausspionieren bei privaten PCs
ignoriert. Danach dürfen die Staatsschnüffler nur laufende Telefongespräche
über das Internet via Skype aufzeichnen. Aber das Programm kann noch viel mehr.
Neben dem mithören von Gesprächen, können E-Mails und Chatprotokolle gelesen
werden und Screenshots des Bildschirms gemacht werden. Der Datentransfer wurde
dann auch noch unverschlüsselt durchgeführt, so dass ein Mitlauschen ohne Probleme möglich ist.
Aber die Schlamperei geht noch weiter. Der BND bemüht sich Spione dingfest zu
machen, aber durch die schlechte Programmierung, war der Angreifer, dann auch
Angreifbar. Möglich war dieses durch die offen gerissenen Sicherheitslücken
beim Bundestrojaner auf beiden Seiten, also beim schnüffelnden und des
beschnüffelten. Die Russen und Chinesen hätten dabei sicherlich ihren Spass
dran, alles von den bundesdeutschen Schnüffel-Festplatten runterzusaugen, was der
Bundestrojaner an Leistung hergibt, wenn sie Kenntnisse über den Einsatz des
Bundestrojaners gehabt haben oder sogar schon im Besitz des Trojaners
sind. Obendrein konnte der Bundestrojaner auch Programm-Code nach belieben
nachladen. Vielleicht läuft sogar schon jede Menge Software in den Behörden,
die nur das Ausspionieren des Staates und damit der Bürger zur Folge hat.
Das dieses Programm so auch zum Einsatz gekommen ist, dass hat der CC-Club
bestätigt. Demnach liegen dem Club Hinweise vor, dass die
überwachungssoftware von den Landesbehörden eingesetzt wurde. Zwei der
Versionen würden derzeit in aktuellen Ermittlungsverfahren genutzt, sagte
CCC-Sprecherin Constanze Kurz am heutigen Montag. Es müsse den Verantwortlichen bereits
klar sein, von welchen Landeskriminalämtern die Trojaner stammten, da auch
spezielle Aktenzeichen mit in die Software einprogrammiert worden sind.
Mittlerweile hat sich auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar
geäussert und kündigt eine überprüfung an. Der Einsatz eines solchen Bundestrojaners
wäre durch die Behörden rechtlich unzulässig. Der Bundesdatenschutzbeauftragte
befürchtet auch nun den Einsatz in verbrecherischen Organisationen mittels des
Bundestrojaners, da die Software nun im Umlauf ist.
Die Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP fordert
mittlerweile Aufklärung aus den Bundesländern. Die Bundesstaatsanwaltschaft
wird nun sicherlich aufgrund von jeder Menge Strafanzeigen gegen die
Regierungsschnüffler tätig werden, und erst mal deren Festplatten sicherstellen.
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