09.11.09 Am WDR-Sender Nordhelle im Sauerland startet heute ein
Testbetrieb der neuen LTE Mobilfunktechnologie auf den Rundfunkfrequenzen,
welche Datengeschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s ermöglicht.
Die neue Funktechnologie "Long Term Evolution" (LTE) ermöglicht breitbandige
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Übertragungen von Medieninhalten auf Basis der Internet-Technik.
LTE ermöglicht fünf- bis zehnmal schnellere Datenübertragungsraten als
bisherige Mobilfunktechniken. Konkret sind bis 100 Megabit pro Sekunde in
einer Funkzelle möglich. LTE setzt komplett auf das Internet-Protokoll und
nutzt damit die vorhandenen Kapazitäten wesentlich effektiver. Außer für die
Sprachkommunikation (Voice over IP) kann LTE auch für schnelle, kabellose
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Internet-Verbindungen und für den mobilen Abruf von TV und Radio-Sendungen
genutzt werden.
Das LTE-Pilotprojekt wurde im Beisein des NRW-Medienministers Andreas
Krautscheid offiziell vor Fachpublikum und Journalisten gestartet. Der
Testversuch ist eine Kooperation der nordrhein-westfälischen Landesregierung,
der Landesmedienanstalt, des WDR und von Vodafone, die auf Initiative des
Medienministers zustande kam.
Der LTE Standard bietet als sogenanntes Funkinternet für den mobilen Abruf von
Radio- und Fernsehsendungen viele Chancen. Wir nehmen an dem Projekt aber auch
teil, um sicherzustellen, dass andere Verbreitungswege dadurch nicht gestört
werden, teilt Heinz-Joachim Weber, Direktor für Produktion und Technik im WDR
mit. Der WDR wird überdies den Einsatz von LTE für die Übertragung von
Live-Reportagen in Hörfunk und Fernsehen testen.
Bei dem LTE-Versuchsprojekt in Nordrhein-Westfalen werden die neuartigen
Mobilfunksignale erstmals in Europa über eine Fernsehfrequenz genutzt, die
durch die Digitalisierung frei geworden ist. Die Projektpartner wollen
u.a. Erkenntnisse über die Verbreitung von Medieninhalten und über
Störpotentiale gegenüber anderen Funksystemen wie z.B. DVB-T oder dem
Kabelfernseh-Empfang gewinnen.
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