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5G Frequenz-Auktion: Siebte Woche mit 5,6 Milliarden Euro --Kosten sind höher als Erwartet

• 30.04.19 Nachdem es vor drei Wochen Schlag auf Schlag bei der 5G Frequenz-Auktion in Mainz ging, und die Umsätze von 3 auf 5 Milliarden Euro stiegen, gibt es seit 3 Wochen auch kaum noch grosse Veränderungen. Weiterhin liegen die Summer der Auktionsangebote im 5 Milliarden Euro Raum. Aktuelle werden in der 266 Runde nun 5,6 Milliarden Euro
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geboten. Damit ist dieses eine leichte Steigerung von 250 Millionen Euro zum Vergleichstag in der letzten Woche.

5G Frequenz-Auktion: 5.600 Milliarden Euro --Baldiges Ende in Sicht?

Vor drei Wochen wurde erstmals die 5 Milliarden Grenze geknackt. Allerdings ist nun nicht mehr viel passiert. Die Summe der Gebote liegt bei exakt 5.600 Milliarden Euro in der Runde 266. Marktbeobachter rechneten mit einer Dauer von 6 Wochen bei einer Gebotssumme zwischen 3 bis 5 Milliarden Euro. Diese Grenzen und Dauer sind nun überschritten.

Daher wird es nun spannend, ob die Preise bei den Frequenz-Blöcken weiter nach oben gehen oder schon diese Woche das Ende der Auktion ansteht.

Kritiker sehen die nun hohen Kosten von 5 Milliarden bei der Auktion für die Mobilfunkprovider als Hemmschuh für den 5G-Netzausbau in Deutschland. Durch die hohen Kosten bei der Mobilfunkauktion fehlt den Anbietern das Geld um schnell und flächendeckend das neue 5G-Netz auszubauen.

Gebote liegen nach 266.Runden bei 5,600 Milliarden Euro

Aktuell liegen die Gebote in der 266.Runde bei 5,600 Milliarden Euro. Da die Gebote schon nach nur einem Tag über 300 Millionen Euro lagen, haben viele Marktbeobachter mit einem schnellen knacken der Milliarden Grenze gerechnet. Diese Marke wurde allerdings erst nach einer Woche geknackt. In der vierten Woche ist die 5.Milliarden Grenze geknackt worden. In der aktuellen 7.Woche tut sich bisher nicht mehr viel.

5G Auktion in Main
Die 5G Auktion geht in die 266.Runde -Bild: Telekom

Letztendlich für den schnellen, flächendeckenden Ausbau sind die Frequenzen bei den 2GHz Blöcken interessant. Mit diesem Frequenzspektrum kann man eine grosse Reichweite erreichen. Hingegen die 3,6 GHz Blöcke sind nur für den lokalen Bereich wie an Autobahnen, Bundestrassen oder bei den grossen Städten interessant.

Bislang ist allerdings keiner der 41 angebotenen Frequenzblöcke vergeben. So kann jedes der vier bietenden Unternehmen noch überboten werden. Allerdings sind weiterhin die 2-Gigahertz-Frequenzblöcke besonders begehrt. Für sie wurden zwischen 44 Millionen und 213 Millionen Euro geboten. Damit sind die Gebote zur Vorwoche in diesem Frequenzbereich marginal zur Vorwoche gestiegen.

Für die Blöcke im Frequenzbereich 3,6 Gigahertz liegen die Gebote in der Spitze bei bis 127 Millionen Euro. Hier haben sich die Gebote zur Vorwoche dann auch nur marginal verändert. In den letzten Woche wurden auch nur die bislang billigen Blöcke im 3,6 GHz Bereich verteuert, so dass die 5 Milliarden Euro Grenze sehr schnell geknackt wurde.

Der Neueinsteiger 1&1 Drillisch hält aktuell 2 Frequenzblöcke im 2-GHz-Bereich, damit gibt es keine Veränderung zur Vorwoche. Vodafone hat nun vier Blöcke und damit eine Block zur Vorwoche hinzugewonnen. Telefonica zwei Blöcke, damit gibt keine Veränderung zur Vorwoche. Und die Telekom hat drei Blöcke und damit einen Block verloren. Klar ist aber auch, dass immer noch 1&1 Drillisch zum Zuge kommen kann.

1&1 Drillisch wird möglicherweise vierter Mobilfunkanbieter

Nach dem bisherigen Trend kann 1&1 in den vergangenen Wochen gut mitbieten. Daher kann sich wohl dann bald ein vierter Mobilfunkanbieter mit 1&1 Drillisch in Deutschland präsentieren. Immerhin hat 1&1 derzeit zwei Blöcke bei den begehrten 2 GHz Frequenzen. Da allerdings die Gebote weiter laufen, ist ein Ende noch nicht in Sicht.

Wenn 1&1 in den Markt eintreten würde, müßte er als neuer Netzbetreiber in Deutschland nach der 5G-Frequenzvergabe geringere Auflagen erfüllen. 1&1 müßte bis Ende 2023 mindestens 25 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet versorgen. Bis zum Ende des Jahres 2025 steigt die Auflage auf 50 Prozent.

41 Frequenzblöcke werden versteigert

Es wird Frequenzspektrum in den Bereichen 2 GHz und 3,4 GHz bis 3,7 GHz versteigert. Insgesamt werden 41 Frequenzblöcke versteigert, der Umfang des Frequenzspektrums beträgt 420 MHz. Diese Frequenzen zeichnen sich durch eine vergleichsweise geringe Reichweite und umso höhere Kapazitäten aus.

Parallel zum Vergabeverfahren hat die Bundesnetzagentur ein Antragsverfahren für Frequenzzuteilungen im Bereich 3.700 MHz - 3.800 MHz zur lokalen und regionalen Nutzung erarbeitet. Für den Frequenzbereich bei 26 GHz wird ebenfalls ein Antragsverfahren erarbeitet. Dadurch können auch regionale Netzbetreiber, kleine und mittlere Unternehmen oder Start-Ups, mit einem erst künftig auftretenden Frequenzbedarf, sowie Gemeinden und Vertreter der Land- und Forstwirtschaft das Potenzial der kommenden Mobilfunkgeneration 5G für Anwendungen in der Wirtschaft und Industrie nutzen bzw. die Mobilfunkversorgung im ländlichen Raum verbessern.

Versteigert werden die Frequenzen, weil die Nachfrage nach Frequenzen die verfügbaren Frequenzen übersteigt. Diese Knappheit hat die Bundesnetzagentur in einer Bedarfsermittlung festgestellt und daraufhin die Versteigerung angeordnet.

Die Versteigerung findet unter hohen Sicherheitsanforderungen statt. Die Bieter geben ihre Gebote in voneinander getrennten Räumen in einem autarken Versteigerungsnetzwerk ab.

Die 41 Frequenzblöcke werden gleichzeitig versteigert und Bieter können Gebote auf mehrere Blöcke abgeben. Gebote müssen in definierten Gebotsschritten abgegeben werden. Dabei gilt für jeden Block ein Mindestgebot zwischen 1,7 und 5 Mio. Euro.

Spätestens nach einer Stunde endet eine Auktionsrunde. Die aktuellen Höchstgebote auf jeden Block werden unmittelbar im Internet veröffentlicht und im Öffentlichkeitsraum am Standort der Bundesnetzagentur in Mainz bekannt gegeben.

Die Versteigerung endet, wenn auf keinen Block weitere valide Gebote eingehen. Die Dauer der Versteigerung lässt sich nicht prognostizieren.

Dieses sind nun die Vergabebindungen:

Versorgt werden sollen bis Ende 2022 mit mindestens 100 Mbit/s:
    • mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland,
    • alle Bundesautobahnen,
    • die wichtigsten Bundesstraßen sowie
    • die wichtigsten Schienenwege.
Versorgt werden sollen bis Ende 2024:
    • alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s,
    • alle Landes- und Staatsstraßen mit mindestens 50 Mbit/s,
    • die Seehäfen und wichtigste Wasserstraßen mit mindestens 50 Mbit/s
    • alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Mbit/s.
Für alle Bundesautobahnen und Bundesstraßen wird zudem eine Latenz von 10 Millisekunden vorgeschrieben. Zusätzlich sind je Betreiber 1.000 "5G-Basisstationen" und 500 Basisstationen in "weißen Flecken" bis zum Ende des Jahres 2022 zu errichten.

Gegenüber dem Konsultationsentwurf werden die Auflagen insgesamt erhöht. Damit soll nicht nur die Versorgung der Haushalte gerade im ländlichen Raum verbessert, sondern auch die schnelle Einführung von 5G mit hohen Datenraten und geringen Latenzzeiten gefördert werden. Die Verhältnismäßigkeit wird dadurch gewahrt, dass Kooperations- und Anrechnungsmöglichkeiten berücksichtigt und die Mindestgebote deutlich gesenkt werden.

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