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Corona Krise Umfrage: Digitalbranche sieht Silberstreifen --Telekommunikation stabilisiert Gesamtmarkt

• 29.06.20 Vielen Unternehmen und Händlern wurden ihre Geschäftsgrundlage durch den Lockdown entzogen. Daher sind viele Anbieter auf das Internet ausgewichen, wie es scheint mit Erfolg. Nach dem Corona-Schock wächst in der IT-Branche wieder die Zuversicht. Das Geschäftsklima hat sich im Juni 2020 für die Unternehmen der Informationstechnik, Telekommunikation und
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Unterhaltungselektronik (ITK) im Vergleich zu den beiden Vormonaten deutlich aufgehellt.

Corona Krise Umfrage: Digitalbranche sieht Silberstreifen --Telekommunikation stabilisiert Gesamtmarkt

Für das Jahr 2020 erwartet der Digitalverband Bitkom für die Branche einen Umsatzrückgang von 3,3 Prozent auf 163,5 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr soll dies zum großen Teil wieder aufgeholt werden. 2021 wächst der Markt laut Prognose um 2 Prozent auf 166,7 Milliarden Euro.

Corona Krise Umfrage: Digitalbranche sieht Silberstreifen --Telekommunikation stabilisiert Gesamtmarkt
Digitalbranche sieht Silberstreifen --Telekommunikation stabilisiert Gesamtmarkt
-Abbildung: (Pixabay.com-Lizenz)/ pixabay.com

Die Beschäftigtenzahl soll im Jahr 2020 konstant bei 1,2 Millionen bleiben und im Folgejahr um 20.000 zusätzliche Jobs ansteigen, laut dem Branchenverband Bitkom. Dabei gilt die Annahme, dass es nicht erneut zu einem flächendeckenden Lockdown kommt.

"Mitten in der Krise mit ihren vielen Unbekannten bieten Prognosen vor allem Orientierungswerte. Sicher ist: Der Digitalisierungsschub bringt der ITK-Branche langfristiges Wachstum", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Telekommunikation stabilisiert Gesamtmarkt

In der Telekommunikation setzt sich der Trend moderaten Wachstums auch im Krisenjahr 2020 fort. Dieses Jahr wird eine Steigerung um 0,4 Prozent auf 67,1 Milliarden Euro erwartet. Mit Telekommunikationsdiensten werden nach Bitkom-Berechnungen 48,8 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem Plus von 0,7 Prozent.

Das Geschäft mit Endgeräten geht auf 11,2 Milliarden Euro zurück ( 1,1 Prozent). Die Investitionen in die Infrastruktur steigen um 0,5 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro.

"Die Telekommunikation ist der Stabilitätsanker der Branche. In der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Telekommunikationsdiensten gestiegen. Negativ wirken sich vor allem sinkende Roaming-Einnahmen aus, weil Auslandsreisen ausbleiben", sagt Berg. "Dennoch investieren die Netzbetreiber Milliarden in Frequenzen und in den Aufbau der 5G- und Breitbandnetze..

Bessere Geschäftslage im Juni

Im Monat Juni beurteilten die ITK-Unternehmen ihre Geschäftslage deutlich besser als noch im April und Mai, wie Erhebungen von Bitkom und ifo Institut zeigen. Der Index stieg um 9,3 Zähler auf 11,6 Punkte. Im Durchschnitt beurteilen die Unternehmen die Geschäftslage tendenziell eher positiv. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate kletterten um 12,3 Zähler auf -8,0 Punkte.

"Für die Unternehmen der Digitalbranche hat sich die Geschäftslage den zweiten Monat in Folge verbessert. Die Hoffnungen sind groß, dass der konjunkturelle Tiefpunkt der Corona-Krise für die digitale Wirtschaft überwunden ist und der allgemeine Digitalisierungsschub die Nachfrage nach digitalen Lösungen ankurbelt", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Nach langen Jahren kräftigen Wachstums bestimmten rückläufige Umsätze in der Informationstechnik das Minus auf dem Gesamtmarkt. Die Umsätze in diesem größten Teilmarkt sinken laut Bitkom-Prognose 2020 um 5,6 Prozent auf 88,2 Milliarden Euro. IT-Hardware schrumpft am kräftigsten mit einem Minus von 7,5 Prozent auf 24,4 Milliarden Euro, was maßgeblich auf das zurückgehende Geschäft mit Halbleitern zurückzuführen ist.

Andererseits werden aber etwa mehr Laptops, Headsets und weitere Produkte für das mobile Arbeiten verkauft. Ebenfalls rückläufig ist der Markt für IT-Services inklusive Projektgeschäft und IT-Beratung (38,7 Milliarden Euro, -5,4 Prozent) und Software (25,2 Milliarden Euro, -4,0 Prozent).

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