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Corona Krise: Apple veröffentlicht seine Bewegungungsdaten Mobility Trends

• 15.04.20 Die Corona Pandemie weitet sich weiterhin stark aus. Nach Google hat nun auch Apple seine Bewegungsdaten seiner Smartphone Nutzer öffentlich gemacht. Dabei gibt Apple seine Bewegungsdaten "Mobility Trends" frei, die aus Daten seiner Karten-App stammen. Hier können die Nutzer immer ihre Navigationsdaten abfragen und Routen nachfragen. Zuletzt hatten auch die Mobilfunkprovider in Deutschland ihre Bewegungsdaten anhand der Mobilfunkmastenaktivitäten veröffentlicht. So konnte man erkennen, dass der Verkehr insgesamt zurückgegangen ist.

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Corona Krise: Apple veröffentlicht seine Bewegungungsdaten Mobility Trends

Dabei hat Apple seinen Mobility Trends Reports veröffentlicht. Diese Daten spiegeln die Bewegungsprofile anhand der Navigation von Apples eigener Karten-App wieder.

Corona Krise: Auch Apple veröffentlicht seine Bewegungungsdaten
Apple veröffentlicht seine Bewegungungsdaten Mobility Trends -Screenshot: Apple

So sind Anfang März die mobilen Bewegungsprofile in Deutschland um 46 Prozent, in den USA um 45 Prozent zurückgegangen. In Hongkong sogar um 70 Prozent. Noch fleißiger bei den Ausgangsbeschränkungen waren die Italiener mit 80 Prozent Rückgang bei der Mobilität.

Google veröffentlicht Standortdaten aus 131 Ländern

Zuvor hatte Google seine Standortdaten aus 131 Ländern freigegeben. Dabei geht es um Daten die Google über die Smartphones der Android Nutzer gewonnen hat. Dabei sollen laut Google die Bewegungsdaten Aufschluss über das Verhalten der Bürger zur Zeiten der Auflagen von den Behörden geben.

Laut dem Suchmaschinenanbieter Google sollen die Informationen aufzeigen, inwieweit die Auflagen zur Eindämmung der Pandemie, beispielsweise Ausgangsbeschränkungen eingehalten, werden.

<em>Google seine Standortdaten aus 131 Ländern</em>
Neue Corona-App mit PEPP-PT für Kontakte -Bild: Vodafone

Dabei veröffentlicht Google auf Länderebene Daten, welche Bewegungen im Zeitraum vom 16. Februar bis 29. März vergleichen. Dabei gibt es eine Unterteilung in Bereichen wie Restaurants, Einkaufszentren und Museen, Einzelhändler und Apotheken, Parkanlagen, Bahnhöfe als auch Arbeitsplätze und Wohngegenden.

Dabei ist zu erkennen, dass es in den Wohngegenden eine Zunahme von 11 Prozent im Bewegungsprofil gab. In der Nähe von Bahnhöfen gab es einen Rückgang von 68 Prozent.

Projekt PEPP-PT: Mobilfunker wollen neue Corona App unterstützen

Eine einfache Lösung bei den Kontaktermittlungen, liegt bei der Verwendung von Smartphones. Mit Hilfe von Smartphones sollen Kontakte zu den am Virus erkrankten Menschen festgestellt werden. Dabei werden die Smartphone-Daten bei den Bluetooth-Kontakten erfasst und untereinander ausgetauscht.

Per Bluetooth bemerken Smartphones, ob sich andere Telefone über mehrere Minuten in unserer direkten Umgebung befinden. Basierend auf diesen Informationen ist es möglich, Menschen zu informieren, wenn sie Kontakt zu Personen hatten, bei denen später das Virus nachgewiesen wird. Mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen können dann weitere Infektionsketten unterbrochen werden.

Das länderübergreifende Projekt "Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing" (PEPP-PT) entwickelt eine Plattform, deren Technologie und Mechanismen künftig von entsprechenden Apps genutzt werden können. So kann künftig jeder freiwillig über Kontakte zu Trägern des Virus informiert werden.

Je mehr Menschen die Technologie künftig mit einer entsprechenden Apps nutzen, desto genauer sind die Informationen, desto höher ist die Sicherheit für jeden Einzelnen und desto größer ist die Chance Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Vodafone berät im Bereich Crowdsourcing

Als Experte im Bereich Crowdsourcing berät Vodafone im Projekt PEPP-PT bei der Entwicklung der Technologie. Damit die anonymen Daten, die die Smartphones untereinander austauschen, künftig sinnvoll genutzt werden können. Sämtliche Daten werden dabei nicht zentral gespeichert, sondern ausschließlich auf freiwilliger Basis direkt von Smartphone zu Smartphone übertragen, um die Menschen vor potenziellen Infektionsketten zu warnen.

Sämtliche Daten werden dabei nicht zentral gespeichert, sondern ausschließlich auf freiwilliger Basis direkt von Smartphone zu Smartphone übertragen, um die Menschen vor potenziellen Infektionsketten zu warnen.

Telekom Weitergabe von Handydaten
Aktuelle Zahlen über Infizierte und Todesfälle -Screenshot: Berliner Morgenpost

Telefónica Deutschland unterstützt Robert Koch-Institut mit Mobilitätsanalysen

Derzeit unterstützt Telefónica Deutschland das Robert Koch-Institut zusammen mit Partnern wie Teralytics dabei, die Corona-Krise bestmöglich zu bewältigen. Auf Basis anonymisierter und aggregierter Mobilfunkdaten, die keinerlei Rückschlüsse auf konkrete Personen zulassen, liefert Telefónica Deutschland gemeinsam mit den Partnern wertvolle Analysen.

Über die Analysen lassen sich beispielsweise Mobilitätsströme für das gesamte Land abbilden. Solche Informationen können helfen vorherzusagen, in welchen Gebieten sich das Coronavirus weiter ausbreiten könnte.

Basis für das Bereitstellen dieser Informationen ist die Datenanonymisierungsplattform DAP, die mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten entwickelt werden, erklärt Pia von Houwald, Director B2P Digital Processes & Services bei Telefónica Deutschland.

Hier gibt es auch laut dem Anbieter langjährige Erfahrung im Generieren anonymisierter Mobilitätsdaten, um Lösungen für Mobilität, Städte, Einzelhandel und viele weitere Bereiche zu entwickeln.

Corona Pandemie: Telekom gibt Kundendaten an Robert Koch Institut anonymisiert weiter

Durch die Weitergabe der anonymisiert Kundendaten an das Robert-Koch-Institut (RKI) will die deutsche Telekom bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie mit Handydaten unterstützen.

So soll nach bisherigen Meldung das Unternehmen der Behörde bereits einen Teil seiner Kundendaten in anonymisierter Form zugänglich gemacht, so der Berliner "Tagesspiegel". Auch wurde das Vorhaben von einer Telekom-Sprecherin gegenüber dem Fachdienst Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI bestätigt. Auch gibt es eine Bestätigung der Weitergabe der Daten von der Telekom via Twitter.

Dabei soll es sich nach unseren Informationen um eine eine erste Datenlieferung mit einem Umfang von fünf Gigabyte handeln. So sollen die Daten den Robert Koch Institut Forschern neue Erkenntnisse zu der Ausbreitung und für eine bessere Eindämmung des Coronavirus liefern.

Dabei soll ein Tracking einzelner Kunden oder infizierter Personen, wie es derzeit in asiatischen Ländern und auch in Israel gemacht wird, nicht erfolgt sein. Die Daten werden dem Institut kostenlos zugestellt.

"Wenn anonymisierte Massendaten zum langsameren Verlauf der Infektionskurve beitragen und Leben retten können, kommen wir der Bitte zur Unterstützung der staatlichen Stellen gerne nach", erklärt ein Unternehmenssprecher gegenüber dem "Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI".

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