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Digitale Schulen im Stresstest der Corona Krise --Schüler wünschen sich digitale Schulen

• 27.03.20 Wenn es um digitale Schulen geht, dann ist dieses leider immer noch die Ausnahme. So spielen im Unterricht Laptops und Tablet PCs kaum eine Rolle. Zuletzt hatte der Bundesrat schon den Weg frei gemacht für den Digitalpakt. Durch den neuen Digitalpakt übernimmt nun der Bund die Investitionen in die digitalen Schulen von bis zu 5 Milliarden Euro. Allerdings haben diese Maßnahmen wenig gefruchtet, wie eine aktuelle Umfrage des Branchenverbandes Bitkom zeigt. Zudem gibt es durch die Corona Krise einen Stresstest für die bestehende digitale Infrastruktur.

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Digitale Schulen im Stresstest der Corona Krise --Schüler wünschen sich digitale Schulen

Vernetzte Schulen, virtuelle Klassenzimmer und adaptives Lernen. So kann die Digitalisierung den Schulunterricht verbessern, den Lernerfolg steigern und die begrenzten Lehrkapazitäten effizienter einsetzen. In der Zeiten der Corona Krise wäre dieses sogar wünschenswert. Allerdings sieht die Realität noch immer düster in Deutschlands Klassenzimmern aus.

Digitale Klassen
Digitale Geräte im Schuleinsatz sind noch selten --Quelle: Apple

So hat der Branchenverband Bitkom eine Umfrage gemacht, bei der 83 Prozent der Schüler in der Digitalisierung eine Chance für die Schulen sehen. Lediglich 13 Prozent betrachtet sie als ein Risiko. Investitionen in digitale Technologien und deren Anwendung haben für die Schüler oberste Priorität und sind sogar noch wichtiger als andere drängende Herausforderungen.

So ist für 59 Prozent der fehlende Einsatz digitaler Medien das dringlichste Problem an ihrer Schule. Auch eine schlechte technische Ausstattung wird von mehr als der Hälfte beklagt. Erst danach kommen andere Probleme wie Unterrichtsausfall mit 42 Prozent, überfüllte Klassen mit 38 Prozent und baufällige Schulgebäude 18 Prozent.

"Für die Schüler steht die Digitalisierung ganz oben auf der Agenda. Die starke Nachfrage nach digitalen Technologien, digitalen Konzepten und digitalen Inhalten ist ein Auftrag, den alle Schulen annehmen müssen", sagt Bitkom Präsident Achim Berg.

Stresstest in der Corona Krise

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) Dr. Stefanie Hubig erklärt dazu, dass die Corona-Krise ein Stresstest für die digitale Infrastruktur der Schullandschaft ist. Von einem auf den anderen Tag soll das Lernen und Lehren auf digital umgeschaltet werden.

Überwiegend positives Digitalzeugnis für Lehrer

Ihren Lehrern stellen die Schüler laut der Umfrage in puncto Digitales ein überwiegend positives Zeugnis aus. Jeder Fünfte erkennt im Großteil seiner Lehrer Technik-Fans. 58 Prozent sagen, ihre Lehrer stehen digitalen Medien überwiegend positiv gegenüber. Nur jeder Elfte meint dagegen, die Lehrer seien gegenüber digitalen Medien eher zurückhaltend.

Und dass der Großteil der Lehrer digitale Medien grundsätzlich sehr kritisch sieht, meinen gerade einmal 7 Prozent. Was die Ausstattung der Schulen betrifft, sind viele Schüler hingegen kritisch gestimmt. Jeweils drei Viertel beurteilen die Auswahl an digitalen Lernangeboten als zu gering.

Immerhin jeder Zweite urteilt, viele Lehrer hätten keine Lust, digitale Medien im Unterricht einzusetzen. Dabei sind die Schüler von den Vorzügen überzeugt.

Medien machen Unterricht spannender

Nahezu alle befragten Schüler sagen, digitale Medien machen den Unterricht interessanter. Demgegenüber stehen nur 6 Prozent, sich einen Unterricht ohne digitalen Medien wünschen. 73 Prozent sehen den Vorteil, dass durch den Einsatz digitaler Medien besser auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Schüler eingegangen werden kann, etwa mit adaptiven Lernformaten und stärker an den persönlichen Lernfortschritt angepassten Lerninhalten.

Schüler vertrauen Familie und Lehrern mehr als Journalisten, Politikern und Managern

Nahezu jeder Schüler recherchiert für Hausaufgaben oder zur Unterrichtsvorbereitung online Informationen. Dabei prüfen 83 Prozent auch die Qualität der Informationsquelle. 57 Prozent suchen gezielt nach weiteren Quellen, die die Informationen bestätigen. 55 Prozent informieren sich über die Quelle selbst. 28 Prozent holen sich Rat von Freunden oder in der Familie. 23 Prozent geben an, sich bei der Informationssuche nur auf bekannte Websites zu beschränken. Und 17 Prozent recherchieren, ob die Quelle in anderen Beiträgen zitiert wurde.

Wenn es um den Wahrheitsgehalt von Informationen geht, bringen Schüler Online-Enzyklopädien wie Wikipedia das größte Vertrauen entgegen. Auch Suchmaschinenergebnisse und Soziale Netzwerke beziehungsweise Messenger werden überwiegend als vertrauenswürdig eingestuft.

Unter journalistischen Online-Medien werden Nachrichten-Webseiten oder -Apps von Fernsehsendern als am vertrauenswürdigsten mit 66 Prozent eingestuft. Das größte Vertrauen genießen demgegenüber Familienangehörige mit 91 Prozent und Lehrer mit 73 Prozent.

Digitale Klassen sind noch selten im Einsatz

Die Mehrheit der Lehrer steht digitalen Medien aufgeschlossen gegenüber und würde diese auch gerne häufiger im Unterricht einsetzen. Allerdings fehlt es in vielen Schulen an der technischen Ausstattung. Auch wünschen sich viele Lehrer eine bessere Aus- und Weiterbildung speziell im Hinblick auf Digitalthemen.

Der neue Digitalpakt zur Digitalisierung der Schulen, für den die Politik gerade den Weg frei gemacht hat, stößt in der Lehrerschaft auf breite Zustimmung, geht vielen aber noch nicht weit genug. Denn fast alle Lehrer sehen Deutschlands Schulen bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich hinterherhinken, so die Ergebnisse einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom bei 503 Lehrern.

So würden 54 Prozent der Lehrer gerne häufiger digitale Medien einsetzen. Größtes Hemmnis ist oft die fehlende Technik. 58 Prozent sagen, dass es an den nötigen Geräten für die Nutzung im Unterricht mangelt. Dahinter folgt die Sorge, dass die Technik im Unterricht versagt mit 36 Prozent. Auch ein fehlendes pädagogisches Konzept bei 13 Prozent und unzureichende Technik-Kenntnisse bei 12 Prozent spielen eine Rolle.

Oft gibt es in vielen Schulen nur eine digitale Grundausstattung. So gibt es Beamer mit 99 Prozent, Notebooks bei 82 Prozent und stationärer PC bei 87 Prozent der Schulen. Dieses sind jedoch meist nur als Einzelgeräte oder in speziellen Fachräumen verfügbar. Von einer Ausstattung für alle Schüler in einer Klasse kann keine Rede sein.

Zwei von drei Schulen verfügen über interaktive Whiteboards, also elektronische Tafeln mit Bildschirmsteuerung, allerdings fast ausschließlich in einzelnen Fachräumen. In jeder dritten Schule gibt es Tablets, die absolute Ausnahme sind hingegen Virtual-Reality-Brillen mit 2 Prozent.

Den Digitalpakt, durch den für die Digitalisierung der Schulen in den kommenden Jahren fünf Milliarden Euro bereitgestellt werden sollen, sieht die Lehrerschaft positiv. 96 Prozent der Lehrer sind der Meinung, dass die Schulen neben Geld auch digitale Konzepte, digitale Inhalte und entsprechend kompetente Lehrer brauchen, um für das digitale Zeitalter gewappnet zu sein. 93 Prozent denken, dass die angekündigten Digitalpakt-Mittel in Höhe von fünf Milliarden Euro nicht ausreichen. Dagegen lehnen lediglich 13 Prozent den Digitalpakt grundsätzlich ab.

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