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Neue Windows-Schwachstelle: Bundesamt BSI warnt vor möglichen wurmartigen Angriffen

• 05.06.19 Aktuell gibt es eine neue, schwere Sicherheitslücke im Microsoft-Betriebssystem Windows. Hier besteht laut dem Bundesamt für Sicherheit eine kritische Schwachstelle im Remote-Desktop-Protocol-Dienst (RDP). Die Schwachstelle ist aus der Ferne und ohne Zutun des Nutzers ausnutzbar und ermöglicht daher einen Angriff mit Schadsoftware, die sich
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wurmartig selbstständig weiterverbreitet.

Neue Windows-Schwachstelle: Bundesamt BSI warnt vor möglichen wurmartigen Angriffen

Mittlerweile stehen auch entsprechende Sicherheitsupdates für unterschiedliche Windows-Versionen zur Verfügung. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät Anwenderinnen und Anwendern, den jeweiligen Patch möglichst umgehend einzuspielen. Betroffen sind alle Windows- und Windows-Server-Versionen bis einschließlich Windows 7 und Windows-Server 2008.

PC-Nutzer sollten ein neues Windows
Update einspielen --Abbildung: (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Microsoft hat auch für Windows-Versionen, die grundsätzlich nicht mehr unterstützt werden, Patches zur Verfügung gestellt, so etwa für Windows XP. Windows 10 ist Microsoft zufolge nicht betroffen. Das BSI hat eine Cyber-Sicherheitswarnung mit detaillierten Handlungsempfehlungen an Betreiber Kritischer Infrastrukturen und die Teilnehmer der Allianz für Cyber-Sicherheit ausgesprochen.

"Diese kritische Schwachstelle kann zu ähnlich verheerenden Angriffen führen, wie wir sie 2017 mit WannaCry erleben mussten. Windows-Anwender sollten daher die vorhandenen Updates umgehend installieren, bevor es zu größeren Schäden kommt. Das BSI stellt derzeit eine Vielzahl an kritischen Schwachstellen fest, nicht zuletzt in aktueller Chip-Hardware. Es zeigt sich erneut, wie wichtig Software-Qualität ist und welche Bedeutung security-by-design und security-by-default einnehmen müssen. Durch die zunehmende Digitalisierung wird sich unsere Welt immer stärker vernetzen und damit werden auch die digitalen Abhängigkeiten zunehmen. Ein wurmartiger Angriff kann daher weltweit zu massiven wirtschaftlichen Schäden führen. Umso wichtiger ist es, IT-Sicherheit strukturell in Unternehmen und Organisationen umzusetzen. Die Allianz für Cyber-Sicherheit des BSI ist für Unternehmen und Organisationen jeder Größe daher die richtige Anlaufstelle", so BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Falls entgegen der Empfehlung, Betriebssysteme nicht mehr zu nutzen, die herstellerseitig nicht mehr unterstützt werden, aus individuellen Gründen noch Windows-Versionen wie XP und Server 2003 eingesetzt werden, sollten die Updates manuell heruntergeladen und installiert werden.

Neue Testergebnisse beim Virenschutz: Gratis Windows Defender ist wiederholt Gut im Test

Passend dazu gibt es aktuell einen neuen AV-Test bei den entsprechenden Sicherheitslösungen. Gleich sieben Pakete erhielten sogar die Auszeichnung Top-Product, darunter war auch das gratis Windows Defender.

Neue Testergebnisse beim Virenschutz --Screenshot: AV Test

So stehen mittlerweile laut den Testern immer mehr private Windows-PCs im Fokus der Angreifer. Schließlich finden sich darauf zum Beispiel wertvolle Spiele-Accounts, Zugänge zum Online-Banking oder volle Mail-Adressbücher zur Weiterverbreitung. Sehr beliebt ist die komplette Versklavung eines PCs als Teil eines Botnets. Darin darf der PC dann als Angriffsdrohne oder Bitcoin-Schürfer dienen.

Die besten Ergebnisse erzielten die drei Security-Suiten mit der Bestpunktzahl von 18. Dieses sind F-Secure, McAfee, und Symantec. Mit 17,5 Punkten folgen Avast, Avira, Kaspersky Lab und VIPRE Security.

Gratis Windows Defender ist "Gut" laut Stiftung Warentest

Im März hatte bei Stiftung Warentest schon ein Test von Anti-Viren-Lösungen stattgefunden Dabei haben bei den Testern 11 Programme im Test mit "sehr gut" abgeschnitten, drei davon waren sogar kostenlos. Der vorinstallierte Microsoftschutz hat aufgeholt. Der einzige Schwachpunkt ist der dabei allerdings der Phishing-Schutz. Dabei haben laut den Testern kostenlose Antiviren-Programme zum Teil weniger Funktionen als die Vollversionen, ihre Schutzwirkung ist aber vergleichbar.

Microsoft Defender hat sich verbessert

Bei den neuen Test war die größte Überraschung der Microsoft Defender. Dabei ist der Windows-Defender auf Rechnern mit dem Betriebssystem Windows 10 vorinstalliert. Dabei hat die Sicherheit im Vergleich zum Vorjahr deutlich aufgeholt.

So erkennt das Microsoft Produkt Defender Bedrohungen ebenso schnell wie die sehr guten Konkurrenzprodukte. Es gibt nur keinen Schutz vor Phishing. Dabei geht es um den Versuch, über bösartige Webseiten und E-Mail-Links Zugangsdaten argloser Nutzer abzugreifen.

Während Microsoft beim Schutz aufgeholt hat, verzichtet Apple immer noch auf jede Schutzfunktion. Das Betriebssystem MacOS ist weniger gefährdet, es gibt kaum Angriffszenarien. Allerdings gibt es schon 20 Schadprogramme laut den Testern, die MacOS angreifen können. Denen sind Apple-Nutzer ohne Sicherheits-Software bislang schutzlos ausgeliefert.

Sollten Sie nun die Sicherheit bei ihrem Smartphones und PCs verbessern wollen, erhalten bei uns auch eine grosse Übersicht an Anti-Viren Programme, sowie die Software von den Anbietern Bitdefender, AVG und die Software von Kaspersky.

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