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O2 LTE Netzausbau: Bundesnetzagentur droht Telefonica mit Bussgeld

• 10.07.20 Bei Telefonica, dem Netzbetreiber von O2, geht der LTE Netzausbau der Bundesnetzagentur nicht schnell genug voran. So hat nun die Bundesnetzagentur der Telefónica ein Zwangsgeld in Höhe von 600.000 Euro angedroht. Grund ist die nicht fristgerechte Erfüllung der Versorgungsauflage aus der Frequenzauktion 2015. Nun gibt es eine Nachfrist bis Monatsende.

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O2 LTE Netzausbau: Bundesnetzagentur droht Telefonica mit Bussgeld

So war der Netzbetreiber Telefónica verpflichtet, bis zum 30. Juni 2020 40 Prozent der noch zur Erfüllung der Versorgungsauflage erforderlichen 7.600 Standorte aufzubauen. Telefónica hat trotz aller anzuerkennenden Anstrengungen die erforderliche Anzahl an Standorten noch nicht vollständig realisieren können. Wenn die Standorte nicht bis zum 31. Juli 2020 aufgebaut sind, wird die Bundesnetzagentur das angedrohte Zwangsgeld festsetzen.

O2 LTE Netzausbau: Telefónica setzt beim 5G-Kernnetz auf Ericsson-Technologie
O2 setzt zukünftig auf Ericsson-Technologie -Bild: O2

Damit bekommt der Netzbetreiber nochmals eine letzte Nachfrist. Bei Telefonica werden Gründe für die Verzögerungen angeführt. Diese liegen vor allem in den Auswirkungen der COVID19-Pandemie, die insbesondere zu Einschränkungen bei den Lieferketten geführt habe. Dies wiederum habe die Verzögerungen beim Netzausbau nach sich gezogen.

Bei der Höhe des Zwangsgeldes werden alle Gesamtumstände gewürdigt, insbesondere, dass Telefónica 75 Prozent der bis zum Meilenstein geforderten Standorte realisieren konnte.

Versorgungsauflagen aus der LTE Auktion 2015

Mit der Einhaltung der Fristen setzt die Bundesnetzagentur ein Zeichen. Allerdings ist fraglich, ob die Höhe des Bussgeldes dem Konzern wirklich schmerzt. Der grössere Schaden wird sicherlich bei den O2 Kunden sein, welche gegenüber den Netzen von Telekom und Vodafone das Nachsehen haben.

Die Bundesnetzagentur hatte in den Zuteilungen der im Jahr 2015 versteigerten Frequenzen den Mobilfunknetzbetreibern auferlegt, dass diese ab dem 1. Januar 2020 bundesweit 98 Prozent der Haushalte und je Bundesland 97 Prozent der Haushalte mit einer Mindestdatenrate von 50 MBit/s pro Antennensektor zu versorgen haben. Überdies sind die Hauptverkehrswege mit der Bundesautobahn und den Schienen vollständig zu versorgen.

Mängel bei der Erfüllung der LTE Versorgungsauflagen

Die Überprüfungen der Versorgungsauflage aus der Auktion 2015 durch die Bundesnetzagentur ergab zum Ende des Jahres 2019, dass alle drei Mobilfunknetzbetreiber mit Telekom, Vodafone und Telefonica die Versorgungsauflagen nicht vollständig fristgerecht erfüllt hatten. Allen wurde eine Nachfrist bis Ende dieses Jahres gewährt. Begleitend legte die Behörde für die drei Netzbetreiber Zwischenziele fest.

O2 Ausbau im Jahr 2020

Im ersten Halbjahr 2020 hat das Unternehmen rund 400 flächenwirksame LTE-Stationen im bevölkerungsreichsten Bundesland in NRW aufgebaut. Darüber hinaus hat Telefónica Deutschland weitere 600 LTE-Sender in Betrieb genommen, um die Kapazitäten und Surfgeschwindigkeiten für O2 Kunden an bestehenden Standorten zu erhöhen. In Summe hat das Unternehmen damit seit Jahresbeginn fast 1.000 neue LTE-Sender in Nordrhein-Westfalen aktiviert.

Eine Übersicht der O2 Abdeckung gibt es dann auch beim Anbieter online. Hier kann man auch die neue LTE Abdeckungen erkennen.

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