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Telekom Breitbandausbau: Glasfaser für 600.000 Haushalte in 60 Kommunen

• 21.10.20 Wenn es um das schnelle Internet geht, dann wird in Deutschland fleißig gebuddelt. So ging zuletzt die deutsche Telekom eine Kooperation mit der "Deutsche Glasfaser" ein. Damit sind auch die Tarife in deren Glasfasernetz verfügbar. Nun startet die Telekom Glasfaser für 600.000 Haushalte in 60 Kommunen die Vermarktung für Glasfaseranschlüsse.

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Telekom Breitbandausbau: Glasfaser für 600.000 Haushalte in 60 Kommunen

In über 60 Kommunen mit rund 600.000 Haushalten beginnt die Vermarktung für Glasfaseranschlüsse. In den ersten der geplanten Gebiete läuft die Vermarktung bereits. Die Anschlüsse bieten eine Geschwindigkeit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde beim Herunterladen. Beim Heraufladen sind es bis zu 200 Megabit pro Sekunde.

Telekom Breitbandausbau: Glasfaser für 600.000 Haushalte in 60 Kommunen
Telekom Breitbandausbau: Glasfaser für 600.000 Haushalte in 60 Kommunen -Bild: Telekom

"Wir machen auch beim Thema Glasfaser weiter Tempo, um Deutschland noch digitaler zu machen. Mit 600.000 Haushalten starten wir unsere bisher größte Vermarktungswelle für Glasfaser in Deutschland", sagt Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland GmbH.

Um möglichst schnell Glasfaser zu den Kunden zu bringen, werden jetzt Gebiete zunehmend parallel vermarktet und ausgebaut. Dies hat für Kunden den Vorteil, dass die Wartezeiten bis zu Nutzung des Anschlusses deutlich verkürzt werden.

Insgesamt stellt die Telekom für die Ausbauprojekte etwa 2.800 Netzverteiler auf und benötigt rund 2.600 Kilometer Tiefbau. Das entspricht in etwa der Entfernung zwischen Oslo und Athen.

Telekom Breitbandausbau: Glasfaser-Angebote für rund 4.000 weitere Unternehmen

Aber im Gewerbebereich wird die Telekom auch selbst tätig. So können nun rund 4.000 Unternehmen in 14 weiteren Kommunen vom Glasfaserausbau der Telekom in den Gewerbegebieten profitieren. Allerdings hat die Telekom auch ihren Mitverlegungsanspruch im Norden Deutschlands nicht wahrgenommen.

Die Telekom will den Unternehmen Verbindungen mit einen Giga Bit Speed bieten. Derzeit rühmt sich die Telekom damit, dass niemand mehr Glasfaser in Deutschland verbaut, als die Deutsche Telekom. Dabei verbuddelt allerdings die Telekom Konkurrenz in der Summe mehr, als die Telekom selbst, wenn es nach den Berechnungen des Verbandes Breko geht.

Telekom Breitbandausbau: Glasfaser-Angebote für rund 4.000 weitere Unternehmen
Telekoms Glasfaserangebote für Gewerbetreibende -Bild: Telekom

Zu den Kommunen, deren Gewerbegebiete ausgebaut werden sollen, gehören Bad Sobernheim, Bad Soden, Bodelshausen, Eschborn, Freiburg, Hannover, Hirschberg, Karlsbad, Kassel, Kehl, Mainz, Mörfelden-Walldorf, Offenbach und Wiesbaden.

Die Telekom wird für das aktuelle Projekt rund 230 Kilometer Glasfaser verlegen und die Unternehmen ans Glasfaser-Netz anbinden. Beim Gewerbegebiets-Ausbau soll das Trenching-Verfahren angewendet werden. Es ist zeitsparend, nachhaltig und kosteneffizient im Ausbau. Außerdem führt es zu kürzeren Bauzeiten und damit zu weniger Belastungen für die Anwohner.

Regionen im Norden Deutschlands unbesetzt --Mitverlegungsanspruch nicht wahrgenommen

Dabei will man auch in den ländlichen Regionen Regionen tätig werden, so Rickmann, der Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland. Allerdings können die Bürger im Norden Deutschlands zum Beispiel nicht viel vom Telekom-Glasfaser Ausbau sehen. Auch hat sich die Telekom geweigert ihren Mitverlegungsanspruch zum Beispiel beim Glasfaserausbau im Zweckverband Plön zu nutzen. Eine Anfrage unserer Redaktion wurde damals niemals beantwortet.

Die Bürger im Zweckverband Breitbandversorgung im Kreis Plön sind dort auf den bekannten Anbieter Telecolumbus/Pyur angewiesen. Hier wollen die Großaktionäre United Internet und Rocket Internet das Breitbandnetz allerdings veräußern Daher befinden sich die dortigen Kunden aufgrund der wirtschaftlichen Ungewissheit von Telecolumbus in den Händen von Spekulanten. Auch halten sich die Aktionärsschützer nicht mit Kritik bei Rocket Internet zurück.

"Die Digitalisierung der Wirtschaft ist eine Chance für Deutschland. Die Basis dafür ist eine flächendeckende Breitband-Versorgung. Das wissen wir und verstärken gerade deswegen den Glasfaserausbau in Gewerbegebieten: In der sechsten Welle gehen wir jetzt mit weiteren 16 Gewerbegebieten in die Vorvermarktung", sagt Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland.

Dabei werden die Unternehmen werden ohne zusätzliche Kosten angeschlossen. Voraussetzung ist, dass sie sich früh für einen Anschluss an das Glasfaser-Netz entscheiden. Das Angebot auf Glasfaser reicht vom asymmetrischen 100 MBit/s bis zum symmetrischen 1 GBit/s-Anschluss. Selbst direkte Übertragungswege mit bis zu 100 GBit/s bietet die Telekom an.

Die Telekom hat im Jahr 2019 rund 60.000 Kilometer Glasfaser verbaut.

Telekom Breitbandausbau: Glasfaser-Angebote im Netz der Deutschen Glasfaser

Die Deutsche Telekom und Deutsche Glasfaser nutzen künftig ein Glasfasernetz gemeinsam. Bei einem Pilotprojekt in Lüdinghausen (Nordrhein-Westfalen, Kreis Coesfeld) wird Deutsche Glasfaser ihre bestehende Netzinfrastruktur der Deutschen Telekom zur Nutzung bereitstellen.

Telekoms Glasfaserangebote in NRW -Bild: Telekom

Eine entsprechende Absichtserklärung haben Dirk Wössner, Vorstand Telekom Deutschland, und Uwe Nickl, Geschäftsführer Deutsche Glasfaser, unterschrieben.

Mit dieser Kooperation erhält die Telekom die Möglichkeit, Glasfaser vom Glasfaserhauptverteiler bis in das Haus des Kunden zu nutzen und damit ihr komplettes Produktportfolio anzubieten. Diese Angebote gelten auch für Haushalte im Ausbaugebiet von Deutsche Glasfaser in Lüdinghausen, die bislang noch keinen FTTH-Glasfaseranschluss besitzen. Deutsche Glasfaser wird diese Hausanschlüsse entsprechend nachrüsten.

Derzeit hat in der Stadt Lüdinghausen und den einzelnen Ortsteilen die Deutsche Glasfaser über 9.000 Glasfaseranschlüsse gebaut.

Lüdinghausen ist das erste Pilotprojekt beider Anbieter, bei dem der sogenannte "Open Access" im Sinne eines Zugangs am Glasfaserhauptverteiler auf Glasfasernetzen angewendet wird. Das Pilotgebiet in Lüdinghausen umfasst sowohl private Haushalte als auch Gewerbegebiete. Noch im laufenden Jahr (2020) will die Telekom ihren Kunden dort Glasfaserprodukte anbieten.

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