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Telekom: Wir jagen Funklöcher -Telekom schließt weitere 180 Funklöcher, Kritik an Telekom Netzausbau

• 12.06.20 Bei der Telekom gibt es immer mehr schnelle 5G Antennen in Deutschland. Allerdings gibt es auch in Deutschland noch immer reichlich Funklöcher im Telekom Netz. Nun will die Telekom weitere 180 Bewerbungen in ihr Ausbauprogramm 2021/2022 aufnehmen und mit LTE versorgen. Allerdings ist die Telekom immer noch verpflichtet die
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Versorgungsauflagen aus der 4G-Auktion einzulösen.

Telekom: Wir jagen Funklöcher -- Telekom schließt weitere 180 Funklöcher

Zwischen dem August und November vergangenen Jahres bewarben sich 539 Kommunen um einen LTE-Mobilfunkmast der Telekom im Rahmen der Aktion "Wir jagen Funklöcher". Damit wurden in kurzer Zeit Funklöcher identifiziert, Standorte für Masten gefunden und schnelle Genehmigungen in Aussicht gestellt.

Telekom: Wir jagen Funklöcher -Telekom schließt weitere 180 Funklöcher, Kritik an Telekom Netzausbau
Telekom: Wir jagen Funklöcher -Telekom schließt weitere
180 Funklöcher, Kritik an Telekom Netzausbau -Bild: Telekom

Die Kommunen mit einem schlechten Mobilfunkempfang fühlen sich wohl dabei wie Bittsteller. Dabei ist die Telekom zu einer Grundversorgung beim 4G-LTE Mobilfunkempfang verpflichtet, so jedenfalls die Bedingungen laut der letzten 4G-Frequenz Auktion. Zuletzt hatte der Unionsfraktionsvize Ulrich Lange der Deutschen Telekom, O2 und Vodafone Versagen beim Ausbau des Mobilfunknetzes vorgeworfen.

Bereits im Februar hatte die Telekom die ersten 50 Gewinner bekanntgegeben, die noch in diesem Jahr einen Funkmast bekommen sollen. Mit Vielbach und Dettelbach sind in zwei dieser Gemeinden die Funkmaste bereits in Betrieb und das Funkloch geschlossen. In den 50 weiteren Gewinner-Kommunen, die im April bekanntgegeben wurden, soll der Ausbau ebenfalls noch in diesem Jahr starten.

Die Funknetzplaner der Telekom haben die von den Kommunen vorgeschlagenen Mobilfunk-Standorte bereits geprüft. Ab Ende des Jahres werden Vor-Ort-Termine stattfinden, um festzustellen, ob der Standort tatsächlich nutzbar ist. Anschließend wird ein Mietvertrag zwischen Telekom und der Kommune bzw. dem Standortbesitzer abgeschlossen. Danach beginnt der Bau des Mobilfunkmasts.

Beirat der Bundesnetzagentur spricht offen von Betrug beim Breitbandausbau

Wenn es um das schnelle Surfen im Internet geht, geben die Provider immer den maximalen Highspeed an. Allerdings wird der maximale Speed nicht immer bei den Nutzern im Festnetz erreicht, so die Bundesnetzagentur bei ihrem nun vierten Breitbandbericht. Nun machte sich auch ein Mitglied des Beirats der Bundesnetzagentur öffentlich Luft und spricht von Betrug an den Kunden. So werden laut Ralph Lenkert, Mitglied des Beirates der Bundesnetzagentur, Kunden werden mit falschen Angaben zu verfügbaren Übertragungsraten betrogen.

Die Mobilfunkkonzerne hätten die Auflagen aus der Auktion der LTE-Frequenzen (4G-Standard) von 2015 bis Ende 2019 erfüllen müssen, so Lange.

"Die Verschleppungstaktik der Mobilfunknetzbetreiber ist unverantwortlich. Wer behauptet, er habe alle seine Hausaufgaben richtig gemacht und gleichzeitig eine Fristverlängerung von einem Jahr verlangt, kann auf kein Verständnis hoffen", sagte Lange.

Da dies immer noch nicht geschehen ist, hat der politische Beirat der Bundesnetzagentur die Vorstandschefs von Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland (O2) für Montag zum Rapport bestellt.

Laut dem aktuellen vierten Jahresbericht der Bundesnetzagentur beim Breitbandausbau haben beim Festnetz nur 16 Prozent der Anschlüsse die angebotene Übertragungsrate erreicht und bei 30 Prozent nicht einmal die Hälfte.

Im Mobilfunknetz haben nur 1,5 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer vertragsgemäße Datenraten und nur 16 Prozent wenigstens die Hälfte des Angebotes erhalten. Dieses ist laut Ralph Lenkert, Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur, ein Betrug, der beendet werden muss und für den Telekommunikationsanbieter spürbare Bußgelder verdient haben.

"Der verherrlichte Wettbewerb bei Datenkommunikation führt weiter zu abgehängten Regionen. Kunden werden mit falschen Angaben zu verfügbaren Übertragungsraten betrogen. Ein falscher Anbieter, ein falsches Netz bedeuten für die Kunden gerade heute, in Zeiten der Kontaktbeschränkungen für Infektionsschutz, dass Kontakte zu Familie und Freunden sowie die Arbeitsfähigkeit erschwert bis unmöglich werden", erklärt Ralph Lenkert, Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur, anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse der Breitbandmessung durch Bundesnetzagentur.

Bundesnetzagentur: Vierter Jahresbericht zur Breitbandmessung --Lage nur verschlimmbessert?

Es wird sogar festgestellt, die Faktenlage ist genau so schlecht, wie im Vorjahr. Bei den mobilen Breitbandanschlüssen lag das Verhältnis zwischen tatsächlicher und vereinbarter maximaler Datenübertragungsrate wieder unter dem von stationären Anschlüssen. Damit attestiert die Bundesnetzagentur den Providern und den Politikern eigentlich die Note 6. Immerhin braucht man gerade in den Zeiten der Corona Pandemie im Homeoffice und durch die virtuelle Lehre an den Unis und Fachhochschulen entsprechendes Breitband.

Bundesnetzagentur: Vierter Jahresbericht zur Breitbandmessung --Lage nur verschlimmbessert?
Bald Gigabit Speed im 5G LTE Netz? -Bild: Vodafone

"Gegenüber den Vorjahren zeigen sich erneut wenige Veränderungen. Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erreichen Kunden oft nicht die maximale Geschwindigkeit, die ihnen in Aussicht gestellt wurde. Somit besteht nach wie vor Handlungsbedarf bei den Breitbandanbietern", sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Schlechte Ergebnisse im Fest- und Mobilfunknetz

Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erhielten die Nutzer im Download 70,1 Prozent vom maximalen, gebuchten Speed. Ein Jahr zuvor waren es sogar mit 71,3 Prozent mehr. Daher muss man sogar von einer Verschlechterung ausgehen.

Bei den stationären Breitbandanschlüssen gab es mindestens an der Hälfte die vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsraten. Bei 16,4 Prozent der Nutzer im Vorjahr waren es 12,0 Prozent. Daher gab es hier eine kleine Verbesserung.

Die Ergebnisse fielen zwischen den einzelnen Bandbreiteklassen und Anbietern wieder unterschiedlich aus. Die meisten Kunden waren auch im aktuellen Berichtszeitraum mit der Leistung des Anbieters zufrieden, hier gab es Noten von 1 bis 3. Dabei ist der Anteil zufriedener Kunden mit 61,4 Prozent weiterhin leicht rückläufig. Im Jahr 2017/2018 waren es 62,0 Prozent.

Mobilfunk-Speed schon fast dramatisch schlecht

Das generelle Niveau lag bei mobilen Breitbandanschlüssen auch im aktuellen Berichtszeitraum deutlich unter dem von stationären Breitbandanschlüssen. Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erhielten im Download 14,9 Prozent der mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten geschätzten maximalen Datenübertragungsrate. Im Vorjahr waren es 16,1 Prozent und damit gab es hier wieder eine Verschlechterung.

Dass der in der Breitbandmessung ermittelte Verhältniswert wieder auf einem geringen Niveau lag, legt weiterhin den Schluss nahe, dass die Nutzer bei mobilen Breitbandanschlüssen eher die Mobilität und die zur Verfügung stehende Performance bewerten als das Erreichen der in Aussicht gestellten Datenübertragungsrate.

Der Bericht umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019. Insgesamt wurden für stationäre Breitbandanschlüsse 829.426 und für mobile Breitbandanschlüsse 527.558 valide Messungen berücksichtigt.

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