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Gebote bei LTE-Frequenz Auktion liegen bei über 3 Milliarden Euro

• 11.06.15 Das Finanzministerium wird sich freuen, die Gebote bei der Versteigerung bei den neuen Mobilfunkfrequenzen für den schnellen Internet-Ausbau liegt aktuell schon bei 3,177 Milliarden Euro. Eigentlich sollte mit dem Geld die digitale Infrastruktur auf dem Lande ausgebaut werden, aber man kennt ja die Versprechen der Politiker.

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Bei der aktuellen Frequenz Auktion werden auch die 700 und 800 MHz Mobilfunkfrequenzen versteigert. Mit dem geplanten Standard LTE-Advanced, auch 5G Technologie genannt, sind dann immerhin 1 Gbit/s auf dem Lande möglich.

Bei der Versteigerung bieten die drei Unternehmen Telefonica, Telekom und Vodafone. Ein viertes Unternehmen, Liquid Broadband, versuchte bisher vergeblich auf dem Klageweg, bei der Versteigerung zugelassen zu werden.

Nun liegen die Summen nach 16 Tagen der Auktion, Stand vom Donnerstag Mittag, bei 3,177 Milliarden Euro für die vier LTE Frequenzen. Dabei geht es um die 700 Mhz, 800 Mhz und auch 1,8 Ghz und 1,5 Ghz Frequenzbereichen, die

für den schnellen LTE Einsatz gedacht sind. Besonders die unteren Frequenzen mit 700 Mhz, 800 Mhz sind für den Einsatz auf dem Lande gedacht, da hier die Reichweite bei gleicher Sendeleistung größer ist.

Die Frequenzen im 700-Megahertz-Bereich werden bislang für terrestrisches Fernsehen genutzt. Durch die Umstellung auf DVB-T2 werden diese frei und können für mobiles Breitband genutzt werden. Die Netzbetreiber können mit den freiwerdenden Frequenzen bei relativ wenigen Funkstationen schnelles Internet auch in bisher wenig erschlossene Regionen bringen.

Nach der Versteigerung müssen die Netzbetreiber dafür sorgen, dass innerhalb von drei Jahren deutschlandweit 98 Prozent der Haushalte mit mobilem Breitband versorgt sind. Je Bundesland soll eine Mindestabdeckung von 97 Prozent gewährleistet werden.

Die Freigabe der Frequenzen sollte nach Ansicht des Branchenverbandes Bitkom allerdings schon deutlich vor dem Jahr 2018 erfolgen. Immerhin hatte der Bund angekündigt, dass bis zum Jahr 2018 Breitbandgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde flächendeckend verfügbar sein sollen. Mit diesem Versprechen hinkt der Bund schon absehbar hinter seinem Zeitrahmen hinterher.

Die baldige Nutzung der Frequenzen ist ferner aus Sicht des Branchenverbandes eine wesentliche Voraussetzung, um die Chancen, die die Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft bietet, voll auszuschöpfen. Bereits jetzt nutzen 44 Prozent der Industrieunternehmen Industrie 4.0-Anwendungen, die breitbandiges Internet erfordern. Weitere 18 Prozent planen den Einsatz solcher Anwendungen. Viele vernetzte Anwendungen werden zukünftig eine mobile Anbindung brauchen.

Aber auch die Smartphone-Apps brauchen immer mehr Datenmengen, dieses ist vor allem dem populären Musik- und Video-Streaming geschuldet. Damit verliert das bekannte Fernsehen auch immer mehr an Bedeutung und nur noch Live-Events sind beim Fernsehen ein Quoten-Hit. Allerdings gehen auch immer mehr Live-Events über das Internet ins Netz.

So steigen die Datenmengen in den deutschen Mobilfunknetzen als Folge dieser Entwicklungen rasant an. So wurden im Jahr 2014 schon 370 Millionen Gigabyte im Mobilfunknetz verschickt, aber dieses Jahr sollen es dann sogar schon 480 Millionen Gigabyte sein. Es gibt somit Wachstumsquoten von guten 20 Prozent, diese sorgen dann für stabile Arbeitsplätzen und eine Nachfrage nach weiteren Beschäftigten.

Die Frequenzen im 700-Megahertz-Bereich werden bislang für terrestrisches Fernsehen genutzt. Durch die Umstellung auf DVB-T2 werden sie frei und können für mobiles Breitband genutzt werden. Die Netzbetreiber können mit nur relativ wenigen Funkstationen schnelles Internet auch in bisher wenig erschlossene Regionen bringen.


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