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Telekom will Geld sehen, damit die Daten nicht Tröpfeln

• 03.05.13 Die aktuellen Pläne der Telekom, ab diesen Monat nur noch Daten-Flatrates im eigene Festnetz mit einer Highspeed-Restriktion anzubieten, sind eines der am hitzigsten geführten Themen.

Nun will die Telekom laut einem Zeitungsinterview gegenüber der

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Welt, alle Kunden bis zum Jahr 2018 auf die neuen Bedingungen umstellen. Grundlage wird der Wegfall der analogen Telefonanschlüsse sein, welche durch IP Anschlüsse ersetzt werden. Durch die neue Technik muss der Kunde daher dem Modell zustimmen, oder der Altvertrag wird nicht mehr verlängert.

Telekom Chef van Damme erklärt, dass bereits Gespräche mit Inhalte-Anbietern laufen, die deren Dienste vom Datenvolumen ausgenommen sehen wollen. "Wir wollen diese Möglichkeiten diskriminierungsfrei anbieten, das heißt, wir reden mit jedem über diese Modelle, der sich bei uns meldet", sagte der Telekom Chef. Damit wird aber nur moderne Wegelagerei auf dem Rücken der Kunden durchgeführt. Das Runterladen von 2 Spielen mit den entsprechenden Patches und Updates bei der Xbox 360 würde mittlerweile schon zu einer anschliessenden Daten-Drosselung bei der Telekom Flatrate führen.

Mehr als 150.000 Telekom Kunden, alleine im Rahmen einer Online Protest-Petition, sind mittlerweile bereit zu wechseln, wenn die "Drosselkom" Pläne realisiert werden.

Nun wird es sogar der Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde auch zu bunt. Nach Informationen des Trierischen Volksfreunds hat die Bundesnetzagentur die Telekom aufgefordert, offene Fragen zu etwaigen Verstößen gegen die Netzneutralität im Internet zu beantworten.

"Da wir weiteren Klärungsbedarf sehen, haben auch wir uns an das Unternehmen gewandt", sagte Netzagentur-Sprecher René Henn dem Volksfreund. Der Wirtschaftsminister Philip Rösler von der FDP hatte schon zuvor die Flatrate Drosselung in einem persönlichen Brief an Telekom-Vorstandschef René Obermann kritisiert und dieses als Eingriff in die Netzneutralität bezeichnet. Auch bei der CSU Kabinettskollegin Ilse Aigner stößt der Telekom Vorstoß auf erhebliche Kritik. Das Vorgehen wird als "nicht verbraucherfreundlich" bezeichnet.

Die Bundesregierung hat bislang auf ein Gesetz zur Netzneutralität im Internet verzichtet. Dabei geht es um die gleiche Datenbehandlung von allen Online-Diensten. Bei der Telekom sollen nur die VoIP Daten und die IPTV Daten aus dem eigenem Entertain Angebot mit einer unbegrenzten Daten-Flatrate laufen. Ansonsten wird die Datengeschwindigkeit schon bei 75 GB Traffic auf nur noch 384 kbit/s reduziert. Dieses ist dann schon eine erhebliche Leistungsminderung und sorgt dafür, dass Online Dienste wie Youtube oder Myvideo nicht mehr benutzbar sind. Eine weitere VoIP Nutzung durch billige Telefonanbieter würde dann auch ohne Beinträchtigung nicht mehr möglich sein.

Die neue Daten gelten dann für die Neuverträge. Altverträge dürfen davon nicht betroffen sein. Da Altkunden diese Klauseln nicht in ihren Verträgen haben. Ab dem 2. Mai 2013 sind folgende Datenvolumen ohne Einschränkungen in den Festnetztarifen vorgesehen. :

    • DSL bis zu 16 Mbit/s: 75 GB ohne Einschränkung • VDSL bis zu 50 Mbit/s: 200 GB ohne Einschränkung • Highspeed VDSL (Vectoring) bis zu 100 Mbit/s: 300 GB ohne Einschränkung • Highspeed VDSL (Glasfaser) bis zu 200 Mbit/s: 400 GB ohne Einschränkung

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