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Deutsche Telekom Q2 2026: Prognose steigt auf 20 Milliarden Euro

• 07.08.26 Die Deutsche Telekom Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 fallen ordentlich aus: 29,9 Milliarden Euro Umsatz, 11,8 Milliarden Euro bereinigtes EBITDA AL und 5,0 Milliarden Euro Free Cashflow AL. Auffällig ist vor allem, dass das operative Ergebnis deutlich schneller wächst als der Umsatz. Auch der bereinigte Konzernüberschuss legt zweistellig zu. Gleichzeitig hebt der Bonner
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Konzern seine Cashflow-Prognose für 2026 erneut an.

Deutsche Telekom Q2 2026: Prognose steigt auf 20 Milliarden Euro

Die Deutsche Telekom steigert Umsatz und operatives Ergebnis, hebt die Cashflow-Prognose an und stockt ihren Aktienrückkauf auf bis zu 5 Milliarden Euro auf.

Für die Deutsche Telekom Aktie kam noch eine weitere Nachricht hinzu. Der Konzern weitet sein Aktienrückkaufprogramm um bis zu 3 Milliarden Euro auf insgesamt bis zu 5 Milliarden Euro aus. Wie Reuters berichtete, legte die Aktie nach den Zahlen zeitweise knapp 7 Prozent zu.

Deutsche Telekom Q2 2026: Umsatz und EBITDA steigen, die Cashflow-Prognose erreicht 20 Mrd. Euro. T-Mobile US, MagentaTV und Aktienrückkauf im Überblick
Deutsche Telekom Q2 2026: Prognose steigt auf 20 Milliarden Euro
-Bild: © Tarifrechner.de

Deutsche Telekom Quartalszahlen Q2 2026 im Überblick

Laut der Mitteilung der Deutschen Telekom zum zweiten Quartal 2026 stieg der Konzernumsatz organisch um 3,3 Prozent. Beim bereinigten EBITDA AL lag das organische Plus mit 7,3 Prozent deutlich höher.

Deutsche Telekom Q2 2026: wichtigste Kennzahlen
Kennzahl Q2 2026 Veränderung Einordnung
Konzernumsatz 29,9 Mrd. Euro +3,3 % organisch solides Wachstum
Bereinigtes EBITDA AL 11,8 Mrd. Euro +7,3 % organisch wächst schneller als Umsatz
Free Cashflow AL 5,0 Mrd. Euro +3,1 % Jahresprognose steigt
Bereinigter Konzernüberschuss 2,8 Mrd. Euro +11,1 % zweistelliges Plus
Berichteter Konzernüberschuss 2,5 Mrd. Euro -6,3 % durch Sondereffekte belastet

Das operative Ergebnis lag zudem leicht über den Erwartungen. Der vor der Veröffentlichung ausgewiesene Analystenkonsens der Telekom lag für das bereinigte EBITDA AL bei rund 11,7 Milliarden Euro. Tatsächlich wurden 11,8 Milliarden Euro erreicht.

Telekom Prognose 2026: Free Cashflow steigt auf rund 20 Milliarden Euro

Für das Gesamtjahr ist vor allem der Telekom Free Cashflow 2026 interessant. Die Deutsche Telekom erwartet nun rund 20,0 Milliarden Euro Free Cashflow AL. Zuvor hatte der Konzern mehr als 19,8 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Anpassung folgt einer höheren Cashflow-Erwartung der US-Tochter T-Mobile US.

Die übrigen großen Ziele bleiben unverändert. Das bereinigte EBITDA AL soll 2026 rund 47,5 Milliarden Euro erreichen, beim bereinigten Ergebnis je Aktie hält die Telekom an etwa 2,20 Euro fest. Die Deutsche Telekom Prognose 2026 ändert sich damit gezielt beim Cashflow.

Warum der Free Cashflow für die Telekom so wichtig ist

Der Free Cashflow zeigt vereinfacht, wie viel Geld nach dem laufenden Geschäft und wesentlichen Investitionen verfügbar bleibt. Bei einem Telekomkonzern spielt diese Kennzahl eine große Rolle, weil Netze, Frequenzen, Glasfaser und Rechenzentren hohe Investitionen erfordern. Aus dem verfügbaren Geld werden unter anderem Ausschüttungen und Aktienrückkäufe finanziert.

Was "AL" bei EBITDA und Free Cashflow bedeutet

AL steht für "After Leases". Die Telekom berücksichtigt damit die Auswirkungen von Leasingverpflichtungen. Für Vergleiche sollten daher Kennzahlen auf derselben Basis herangezogen werden.

Warum der ausgewiesene Telekom-Gewinn trotzdem sinkt

Beim Konzernüberschuss zeigen die Zahlen in unterschiedliche Richtungen. Der berichtete Konzernüberschuss sank um 6,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg dagegen um 11,1 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro.

Dafür gibt es konkrete Gründe. Im zweiten Quartal belasteten Integrationskosten im Zusammenhang mit UScellular bei T-Mobile US das ausgewiesene Ergebnis. Zudem gab es im Vorjahresquartal positive Bewertungseffekte bei Beteiligungen, die 2026 nicht in vergleichbarer Form anfielen.

    • Bereinigter Gewinn: 2,8 Milliarden Euro, plus 11,1 Prozent.
    • Berichteter Gewinn: 2,5 Milliarden Euro, minus 6,3 Prozent.
    • Belastungen: UScellular-Integration und fehlende positive Vorjahreseffekte.

T-Mobile US bleibt der wichtigste Wachstumsmotor

T-Mobile US liefert weiterhin einen großen Teil des Wachstums. Zwischen April und Juni stiegen die Service-Umsätze der US-Tochter um 8,9 Prozent auf 19,0 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte EBITDA AL legte um 12,1 Prozent auf 9,3 Milliarden US-Dollar zu.

Im zweiten Quartal kamen 277.000 Postpaid-Kundenkonten hinzu, insgesamt waren es damit 34,7 Millionen. Die Prognose für den Kundenzuwachs blieb unverändert. Beim Free Cashflow erhöhte T-Mobile US die Erwartung im Mittel um 200 Millionen US-Dollar. Damit bleibt T-Mobile US und Deutsche Telekom Wachstum ein zentraler Faktor für die Konzernzahlen.

Deutschland: MagentaTV, Mobilfunk und Glasfaser legen zu

Im deutschen Geschäft machte sich besonders die Fußball-Weltmeisterschaft bemerkbar. Rund eine Million neue Kunden entschieden sich laut Telekom im Quartal für MagentaTV, der überwiegende Teil davon für einen Flex-Tarif. Gleichzeitig gewann die Telekom 218.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden.

Beim Festnetz fällt die Bilanz gemischt aus. Die Zahl der Breitbandkunden sank um 20.000, dafür kamen 161.000 neue Nutzer eines reinen Glasfaseranschlusses hinzu. Die Telekom erreicht mit FTTH inzwischen 13,6 Millionen anschließbare Haushalte, die Nutzungsquote liegt bei 17,5 Prozent. Einen Überblick zum Privatkundengeschäft bietet Telefontarifrechner.de mit den aktuellen Telekom Tarifen im Mobilfunknetz und einem separaten Preischeck zu Telekom Glasfaser.

Telekom Deutschland Q2 2026: Kundenentwicklung
Bereich Entwicklung Einordnung
MagentaTV rund 1 Mio. neue Kunden WM sorgt für Schub
Mobilfunk-Vertragskunden +218.000 stärker als im Vorjahr
FTTH-Nutzer +161.000 Glasfasernutzung steigt
Breitbandkunden -20.000 Festnetz bleibt umkämpft

Der Umsatz im Segment Deutschland stieg organisch um 3,7 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL wuchs organisch um 2,7 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro.

Telekom Aktienrückkauf 2026: Bis zu 5 Milliarden Euro geplant

Neben den operativen Zahlen ist der Telekom Aktienrückkauf 2026 für Anleger relevant. Der Konzern stockt das Programm um bis zu 3 Milliarden Euro auf. Insgesamt können damit 2026 eigene Aktien im Wert von bis zu 5 Milliarden Euro zurückgekauft werden.

Ein Rückkauf kann die Zahl der ausstehenden Aktien verringern und damit den rechnerischen Gewinn je Aktie stützen. Gleichzeitig verwendet der Konzern dafür einen Teil seines verfügbaren Kapitals. Steigende Kurse lassen sich daraus allein nicht ableiten.

Die Börsenreaktion fiel dennoch kräftig aus. Laut Reuters gewann die Telekom-Aktie nach Bekanntgabe zeitweise knapp 7 Prozent. Neben dem Telekom EBITDA 2026 dürften die höhere Cashflow-Prognose und das größere Rückkaufprogramm dabei eine wichtige Rolle gespielt haben.

Europa wächst, T-Systems schwächelt beim Auftragseingang

Die europäischen Landesgesellschaften steigerten ihren Umsatz organisch um 1,0 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL wuchs um 4,1 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Bei T-Systems legte der Umsatz organisch um 5,7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu, das bereinigte EBITDA AL stieg um 5,3 Prozent auf 99 Millionen Euro.

Beim Auftragseingang sieht es schwächer aus. Er lag bei T-Systems mit 998 Millionen Euro um 13,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Unternehmen rechnet dennoch damit, im Gesamtjahr beim Auftragseingang über 2025 zu liegen.

Einordnung: Die Telekom verdient schneller als der Umsatz wächst

Bei Deutsche Telekom Q2 2026 fällt vor allem der Abstand zwischen Umsatz- und Ergebniswachstum auf. Organisch steigt der Umsatz um 3,3 Prozent, das bereinigte EBITDA AL jedoch um 7,3 Prozent. Der bereinigte Konzernüberschuss wächst sogar um 11,1 Prozent.

Ganz ohne Schwächen sind die Zahlen nicht. Der ausgewiesene Gewinn sinkt, das Breitbandgeschäft verliert leicht Kunden und der Auftragseingang bei T-Systems liegt unter dem Vorjahr. Gleichzeitig wachsen Mobilfunk, Glasfaser, MagentaTV und vor allem T-Mobile US. Für den weiteren Jahresverlauf wird daher vor allem interessant, ob die Telekom ihr neues Cashflow-Ziel von rund 20 Milliarden Euro erreicht.

FAQ zu den Deutsche Telekom Quartalszahlen 2026

Wie hoch war der Umsatz der Deutschen Telekom im Q2 2026?

Die Deutsche Telekom erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 29,9 Milliarden Euro. Organisch entspricht das einem Wachstum von 3,3 Prozent.

Wie lautet die neue Free-Cashflow-Prognose der Telekom für 2026?

Die Telekom erwartet nun einen Free Cashflow AL von rund 20,0 Milliarden Euro. Zuvor lag die Prognose bei mehr als 19,8 Milliarden Euro.

Warum ist der berichtete Konzerngewinn trotz guter Zahlen gesunken?

Der berichtete Konzernüberschuss sank um 6,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Belastend wirkten Integrationskosten für UScellular bei T-Mobile US sowie fehlende positive Bewertungseffekte aus dem Vorjahr. Bereinigt stieg der Konzernüberschuss auf 2,8 Milliarden Euro.

Warum ist T-Mobile US für die Deutsche Telekom so wichtig?

T-Mobile US liefert einen großen Teil des Konzernwachstums. Im zweiten Quartal stiegen die Service-Umsätze um 8,9 Prozent auf 19,0 Milliarden US-Dollar und das bereinigte EBITDA AL um 12,1 Prozent auf 9,3 Milliarden US-Dollar.

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