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Mobile Daten in Zeiten von Allnet-Flats

• 23.06.16 Das Surfen im Internet mit dem Smartphone ist ein wichtiger und essentieller Bestandteil des Alltags geworden, nicht nur für den Arbeitsalltag. Verbraucher sollten sich bereits vor Vertragsabschluss wichtige Fragen stellen, um ein passendes Datenpaket für sich zu finden. Dabei sollte der User insbesondere im Ausland auch auf versteckte Kostenfallen achten.

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Jeder kennt diese Situation: Es ist gerade einmal Mitte des Monats, man ist viel unterwegs, schaut aufs Smartphone, ruft die Facebook-App auf, schaut sich ein witziges Video, dass über WhatsApp empfangen wurde und plötzlich kommt eine SMS vom Anbieter, die besagt, dass das Datenvolumen für diesen Monat fast verbraucht ist. Die Surfgeschwindigkeit wird gedrosselt, was sich dramatischer anhört, als es letztendlich ist. Dennoch wird das Handy heutzutage mehr als jemals zuvor für das Surfen im Internet genutzt. Das ist nicht verwunderlich, hat sich die mobile Technik in den letzten Jahren doch mit Quantensprüngen weiterentwickelt.

Richtige Fragen stellen für das richtige Datenvolumen

Das Smartphone und damit die mobile Internetnutzung ist ein nicht mehr wegzudenkendes Werkzeug
Volles Datenpaket und Internetzugang per Handy
Bild: Das gesamte Internet in der Hand
--Quelle: ra2studio - 270599177 / Shutterstock.com

in unserem Alltag geworden, nicht nur für die private Nutzung, sondern natürlich auch für den Beruf. Eine Nutzung, die natürlich das monatliche Datenvolumen beansprucht. "Datenvolumen" ist ein Begriff, der sich immer mehr ins kollektive Unterbewusste einprägt, wenn es für den Kunden darum geht, einen passenden Mobilfunktarif zu finden. Die erste Frage, die sich ein Interessent vor dem Abschluss eines Mobilfunkvertrags stellen sollte, ist: Wofür und wie intensiv verwende ich das Mobilfunkgerät?

Für jedes Nutzerverhalten der richtige Tarif

Es existieren viele verschiedene Tarifarten und jeder Interessent muss sich entscheiden, was am sinnvollsten für das eigene Nutzungsverhalten ist. Mit einem variablen Tarif sollten vor allem User zufrieden sein, die zwar erreichbar sein möchten, aber ansonsten nur wenig telefonieren, Nachrichten verschicken oder im Internet surfen. Pro SMS-Nachricht und pro telefonierte Minute kann der Nutzer mit 9 Cent rechnen. Preise darunter sind eher selten. Natürlich sollte ein interessierter Kunde auch hier genau abwägen, denn wenn die Gespräche doch einmal länger dauern, können sich auch die Kosten, die sich am Ende des Monats auf der Handrechnung niederschlagen, in die Höhe schrauben. Wer sein Smartphone tatsächlich nur für das Surfen im Internet verwendet, kann sich auch für eine reine Datenflatrate entscheiden. Das klassische Versenden von Kurznachrichten und das althergebrachte Telefonieren sind weitere mögliche Optionen, allerdings mit Zusatzkosten verbunden.


Tabelle: Die fünf günstigsten Tarife
Platz Anbieter/Tarif Geschwindigkeit/NetzPreis
1.1&1/LTE Internet Flat 1GB 21 Mbit pro Sekunde /O2 6,24 Euro
2.1&1/Tablet-Flat L 25 Mbit pro Sekunde/E-Plus 7,45 Euro
3.1&1/Notebook-Flat L 25 Mbit pro Sekunde/E-Plus 7,66 Euro
4.maxxim/LTE Internet Flat 1GB 21 Mbit pro Sekunde /O2 8,24 Euro
5.simply/LTE Internet Flat 2GB 50 Mbit pro Sekunde /O2 8,74 Euro

Paket-Tarif und Allnet-Flat für mehr Bequemlichkeit und Sicherheit

Bei einem Paket-Tarif zahlt der Kunde je nach Anbieter und je nach vereinbarten Konditionen eine geringe Grundgebühr, in der normalerweise eine gewisse Menge an Freiminuten und freie SMS-Nachrichten abgedeckt sind. Werden mehr als diese Inklusiv-Einheiten verwendet, muss der Kunde dementsprechend draufzahlen. In einer Allnet Flat kann man mittlerweile im Regelfall unbegrenzt in alle Handy- und Festnetze telefonieren und oft sogar unbegrenzt SMS-Nachrichten verschicken. Der Preis bzw. die Grundgebühr für eine solche mobile Flatrate ist dementsprechend höher als die Grundgebühr bei einem Pakettarif, aber sie bietet dem Kunden das sichere Gefühl und den Luxus, sich nicht über Zusatzkosten Gedanken machen zu müssen. Die Allnet Flat lohnt sich hauptsächlich für Vieltelefonierer, Familien und Geschäftskunden, die mehr als 300 Gesprächsminuten im Monat telefonieren.

Instant-Messenger sind wichtige Kommunikationsmittel

Verbraucher sollten sich allerdings auch der Tatsache bewußt sein, dass Instant-Messenger-Services wie z.B. Facebook, Threema, WhatsApp und mittlerweile auch Snapchat häufig genutzte Kommunikationsmittel sind. Über diese werden nicht nur Textnachrichten verschickt, sondern auch Videos, Sprachnachrichten, GIFs und Fotos, was wiederum ein größeres Datenvolumen beansprucht. Allerdings gestaltet sich die Kommunikation über diese Apps wesentlich günstiger als die Kurznachrichten-Alternative über SMS oder MMS. Wenn überhaupt muss der User eine geringe, einmalige Gebühr für die Installation der Applikation zahlen.

Keine Qual der Wahl, sondern Wahlfreiheit bei Messenger-Services

Der Facebook-Messenger ist kostenlos, allerdings müssen sich User zuvor ein Profil bei Facebook erstellen. Der Messenger-Service Threema verlangt zwar für den Download der App eine einmalige Gebühr zwischen 1,79 Euro und 1,99 Euro, bietet dafür aber eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung an, so dass dritte nicht auf die privaten Nachrichten zugreifen können. Mittlerweile warten aber auch WhatsApp und Simse, ein Dienst der deutschen Post, mit dieser Art der Verschlüsselung auf. Beim Instant-Messenger-Service Snapchat hat der Nutzer die Möglichkeit, Nachrichten, Fotos und Videos zu verschicken, die sich innerhalb von Sekunden wieder selbst zerstören, die scheinbar aber recht schnell in der Ordnerstruktur des Smartphones gefunden und wiederhergestellt werden können.

Ausbau des LTE-Netzwerkes

Für Vielnutzer des Internets lohnt sich der Schritt zu einer Allnet Flat, zumal die Betreiber das weitaus schnellere LTE-Netzwerk weiter ausbauen und somit für mehr Menschen in Deutschland zugänglich machen. Mit diesem können theoretisch bis zu 225 Megabyte pro Sekunde übertragen werden. Allerdings gewähren die meisten Flatpakete höchstens 25 bis 50 Megabyte pro Sekunde, was allerdings für Onlinespiele, Video- und Musikstreaming vollkommen ausreichend und akzeptabel ist. Zudem würde eine Datenrate von über 100 bis über 200 Megabyte pro Sekunde die meisten in Verträgen festgehaltene Datenvolumen noch viel schneller dezimieren.

Versteckte Kostenfallen im Ausland

Allerdings müssen auch Flatrate-Kunden mit wohl durchdachten Verträgen bei der Handy-Nutzung im Ausland vorsichtig sein, denn vor allem dort kann man schnell in versteckte Kostenfallen stolpern. Auch wenn Anbieter seit dem 30. April nur noch verhältnismäßig geringe Aufschläge verlangen können:

    1. höchstens 6 Cent Aufschlag pro Minute beim Telefonieren
    2. höchstens 2 Cent Aufschlag pro SMS
    3. höchstens 6 Cent Aufschlag bei der Datenübertragung pro Megabyte
    4. die Extrakosten beim Annehmen von Anrufen belaufen sich höchstens auf 1,2 Cent pro Minute
    5. hinzu kommt die Mehrwertsteuer
Eine Flatrate schützt vor solchen Zusatzkosten im Ausland nicht unbedingt, daher sollte der Kunde genau auf das Kleingedruckte im Vertrag achten. Hier können sich nämlich Klauseln verstecken, die auf solche Extra-Preise für die Smartphone-Nutzung im Ausland hinweisen. Vor dem Urlaub bzw. dem Auslandsaufenthalt sollte sich der Nutzer beim Anbieter also konkret deswegen noch einmal informieren, denn gesetzliche Regelungen für das sogenannte Datenroaming gibt es momentan keine.

Trotz Gesetzesänderungen ist Vorsicht angesagt

Dies soll sich am 15. Juni 2017 ändern und die Zusatzgebühren innerhalb der EU-Ländern völlig ausgemerzt werden. Allerdings wird es auch hierbei weiterhin Ausnahmen geben, weil diverse Anbieter mit der EU aus genau diesem Grund in Verhandlungen stehen. Verbraucher müssen also künftig auf Roaming Gebühren achten. Auch günstige Verträge im Ausland können auf diese Weise wiederum in Deutschland zu höheren Kosten führen. Verhindern kann man solche Zusatzkosten, die auch unversehens entstehen, indem Apps im Hintergrund Daten übertragen, ohne dass der User etwas davon merkt. Wer ganz auf Nummer sicher gehen und solche Kostenfallen ohne jeden Zweifel verhindern möchte, sollte die Datenübertragung des Smartphones im Ausland ganz ausschalten.

Sparen beim Datenverbrauch

Aber auch für Nutzer im Inland kann das Datenvolumen, wie eingangs beschrieben, schnell verbraucht sein. Um diesen hungrigen Apps, die nur zu gern im Hintergrund und vom Nutzer unbemerkt weiterarbeiten, einen Riegel vorzuschieben, lohnt es sich einen Blick in die Verbraucherstatistiken der heruntergeladenen Apps zu werfen. Die meisten Applikationen bieten darüber hinaus individuell Optionen und Einstellungen an, um beim Datenverbrauch zu sparen. Dabei sollte man allerdings abwägen, welche dieser Programme auf das hintergründige Abrufen von Daten angewiesen ist und welche nicht: Nachrichten-Apps wie die ntv-App benötigen einen stetigen Datenzugang, um Push-Nachrichten an die User senden zu können. Auf automatische Updates unterwegs sollte dagegen verzichtet werden. Das automatische Abspielen von Videos und GIFs kann ebenfalls bei der mobilen Datennutzung verhindert werden. Außerdem bewährt es sich immer, E-Mails manuell statt automatisch abzurufen.

Wichtig ist es, sich vor dem Vertragsabschluss darüber im Klarem zu sein, wie intensiv das Smartphone unterwegs genutzt wird, den Vertrag entsprechend zuzuschneiden und mehrere Angebote einzuholen. Aber selbst dann muss der Kunde und Endverbraucher selbstständig auf seinen Datenverbrauch acht geben, insbesondere wenn sie oder er sich ins Ausland begibt.

Für die meisten Deutschen gehört das Smartphone zum alltäglichen Begleiter
Infografik: Immer mehr Menschen nutzen unterwegs das Internet. Bildquelle: eigene Darstellung/ra2studio - 270599177 / Shutterstock.com



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