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Android-Handywechsel: Diese Transfer-Apps vorher aktualisieren

• 16.10.26 Wer ein neues Android-Smartphone einrichtet, sollte vor dem Datentransfer zuerst beide Geräte aktualisieren. Sicherheitsforscher der TU Graz haben Schwachstellen in den Umzugstools von sieben Android-Herstellern untersucht, darunter Google, Samsung und Xiaomi. Die Hersteller haben inzwischen Sicherheitsupdates bereitgestellt. Entscheidend ist deshalb die richtige Reihenfolge: erst Apps und
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gegebenenfalls Android aktualisieren, danach Fotos, Kontakte und andere Daten übertragen. Wir zeigen Ihnen -wie immer- alle Features der neuen Android-Handywechsel Aktion auf.

Android-Handywechsel: Diese Transfer-Apps vorher aktualisieren

Die Untersuchung betrifft nicht nur eine einzelne Android-App. Analysiert wurden die Umzugslösungen von Google, Samsung, Vivo, Xiaomi, Oppo, Huawei und Honor. Dazu gehören bekannte Programme wie Samsung Smart Switch, Google Switch und Xiaomi Mi Mover. Die Forscher meldeten die gefundenen Sicherheitsprobleme vor der Veröffentlichung an die betroffenen Hersteller.

Nach Angaben der TU Graz haben inzwischen alle sieben Hersteller Sicherheitsupdates bereitgestellt. Nutzer müssen die Transfer-Apps daher nicht grundsätzlich meiden. Vor einem Handywechsel sollte allerdings geprüft werden, ob sowohl das bisherige als auch das neue Smartphone auf dem aktuellen Softwarestand sind.

Android-Handywechsel mit sicherem Datentransfer nach Software-Update
Android-Handywechsel: Erst aktualisieren, dann Daten übertragen
-Bild: © TelefonTarifrechner.de

Diese sieben Android-Transfer-Apps wurden untersucht

Beim Wechsel auf ein neues Smartphone übernehmen die Hersteller-Apps oft fast den gesamten Umzug. Fotos, Kontakte, Nachrichten, Einstellungen und teilweise weitere Kontodaten lassen sich dadurch direkt vom alten auf das neue Gerät übertragen. Genau diese weitreichenden Zugriffsrechte machen die Programme aus Sicherheitssicht besonders relevant.

HerstellerTransfer-App
GoogleSwitch
SamsungSmart Switch
VivoEasyShare
XiaomiMi Mover
OppoClone Phone
HuaweiPhone Clone
HonorDevice Clone

Die Sicherheitsforscher konnten bei den untersuchten Versionen verschiedene Angriffsszenarien nachvollziehen. Je nach Transfer-App konnten dabei Daten mitgelesen oder manipuliert werden. Die Untersuchung macht damit deutlich, dass ein Smartphone-Umzug technisch wesentlich sensibler ist als das bloße Kopieren einiger Fotos.

Fotos, Kontakte und Zugangsdaten konnten gefährdet sein

Nach Angaben der TU Graz reichte die Spannweite der potenziell erreichbaren Informationen von Fotos und Kontakten über SMS bis hin zu Gesundheitsdaten. Auch gespeicherte WLAN-Zugangsdaten und weitere Anmeldeinformationen konnten bei einzelnen Angriffsszenarien betroffen sein. In bestimmten Fällen war nach Darstellung der Forschenden sogar die Übertragung manipulierter App-Pakete möglich.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder frühere Smartphone-Umzug automatisch kompromittiert wurde. Die Untersuchung zeigt zunächst, welche Angriffe gegen die analysierten verwundbaren Programmversionen technisch möglich waren. Für Nutzer ist deshalb vor allem entscheidend, inzwischen verfügbare Sicherheitsupdates tatsächlich zu installieren.

Angriffe waren bereits aus WLAN-Reichweite möglich

Besonders auffällig ist die vergleichsweise geringe räumliche Hürde. Nach Angaben der Forscher konnte für bestimmte Angriffe bereits die Nähe zu den beiden Geräten ausreichen. Für Innenräume nennt die TU Graz ungefähr 20 bis 45 Meter WLAN-Reichweite. Die für die Tests eingesetzte technische Ausrüstung kostete laut Universität weniger als 100 Euro.

Damit werden beispielsweise Orte relevant, an denen regelmäßig viele neue Smartphones eingerichtet werden. Denkbar sind Smartphone-Shops, Servicepunkte oder andere Bereiche, in denen mehrere Geräte gleichzeitig Daten übertragen. Für den privaten Handywechsel zu Hause folgt daraus dennoch keine Panikempfehlung. Ein aktueller Softwarestand reduziert das in der Studie beschriebene Risiko.

Vor dem Android-Handywechsel beide Geräte aktualisieren

Der wichtigste praktische Hinweis betrifft beide Smartphones. Es genügt nicht in jedem Fall, nur das neue Gerät zu aktualisieren. Auch auf dem bisherigen Smartphone läuft die jeweilige Transfer-App oder ein Teil der Übertragungssoftware.

Vor dem Datentransfer empfiehlt sich daher diese Reihenfolge:

    • Auf dem alten Smartphone nach verfügbaren Systemupdates suchen.
    • Auf dem neuen Smartphone ebenfalls alle Android-Updates installieren.
    • Die jeweilige Transfer-App auf beiden Geräten aktualisieren.
    • Beide Smartphones nach größeren Updates gegebenenfalls neu starten.
    • Erst danach die direkte Datenübertragung beginnen.

Je nach Hersteller steckt ein Teil der Transferfunktion tief im Betriebssystem. Deshalb kann ein Update der einzelnen App allein nicht immer ausreichen. Entscheidend ist der komplette Softwarestand beider Geräte.

Smart Switch und Mi Mover müssen nicht gelöscht werden

Für Nutzer von Samsung Smart Switch, Xiaomi Mi Mover oder den anderen untersuchten Werkzeugen gibt es nach der aktuellen Mitteilung keinen Anlass, die Apps grundsätzlich zu entfernen. Die Hersteller wurden über die Schwachstellen informiert und haben laut TU Graz Sicherheitsupdates bereitgestellt.

Wer einen Handywechsel vorbereitet, sollte deshalb nicht auf veraltete Installationsdateien oder lange nicht aktualisierte Geräte setzen. Maßgeblich ist die aktuelle Version aus der offiziellen Softwareversorgung des jeweiligen Herstellers.

Studie wurde bereits im September 2026 vorgestellt

Für die zeitliche Einordnung ist eine Unterscheidung wichtig: Die technische Untersuchung mit dem Titel "Clone2Pwn: A Systematic Security Analysis of Data Migration Tools in the Android Ecosystem" wurde bereits im September 2026 im Umfeld der Sicherheitskonferenz ESORICS vorgestellt. Die ESORICS 2026 fand vom 14. bis 18. September 2026 in Rom statt.

Die jetzt aufgegriffene Verbraucherwarnung der TU Graz folgte am 15. Oktober 2026. Es handelt sich damit nicht um die Veröffentlichung plötzlich entdeckter, weiterhin ungepatchter Zero-Day-Lücken. Die Sicherheitsprobleme waren den Herstellern bereits gemeldet worden und Updates stehen nach Angaben der Universität inzwischen bereit.

Android-Sicherheit sollte nicht beim Datentransfer enden

Auch nach dem erfolgreichen Smartphone-Umzug lohnt sich ein Blick auf die Sicherheitseinstellungen des neuen Geräts. Android erhält regelmäßig Schutzfunktionen gegen Diebstahl, unerwünschte App-Zugriffe und andere Angriffsmethoden. Telefontarifrechner.de hat beispielsweise bereits die Sicherheitsfunktionen von Android 17 eingeordnet.

Für den eigentlichen Gerätewechsel bleibt die wichtigste Maßnahme jedoch einfach: Erst beide Smartphones vollständig aktualisieren, anschließend die Daten übertragen. Besonders bei älteren Geräten, die längere Zeit ausgeschaltet waren oder selten Updates erhalten haben, sollte dieser Schritt nicht übersprungen werden.

Neues Smartphone kann auch Anlass für einen Tarifvergleich sein

Ein Gerätewechsel ist häufig auch ein sinnvoller Zeitpunkt, den bestehenden Mobilfunktarif zu überprüfen. Neue Smartphones unterstützen oftmals 5G und höhere Datenraten, während ältere Verträge möglicherweise noch wenig Datenvolumen oder ungünstige Konditionen enthalten.

Wer ohnehin ein neues Android-Gerät einrichtet, findet im Android-Smartphone-Tarifrechner aktuelle Angebote und kann Geräte- und Tarifkombinationen miteinander vergleichen. Der Tarifwechsel sollte allerdings getrennt von der Sicherheitsfrage beim Datentransfer betrachtet werden.

FAQ zum sicheren Android-Handywechsel

Sind Samsung Smart Switch und Google Switch noch unsicher?

Nach Angaben der TU Graz haben die betroffenen Hersteller Sicherheitsupdates bereitgestellt. Entscheidend ist deshalb, vor der Datenübertragung die aktuelle Softwareversion auf beiden Smartphones zu installieren.

Welche Android-Transfer-Apps waren betroffen?

Untersucht wurden Google Switch, Samsung Smart Switch, Vivo EasyShare, Xiaomi Mi Mover, Oppo Clone Phone, Huawei Phone Clone und Honor Device Clone.

Müssen beide Smartphones vor dem Datentransfer aktualisiert werden?

Ja. Die Empfehlung der Forscher betrifft sowohl das bisherige als auch das neue Smartphone. Auf beiden Geräten sollten Transfer-App und gegebenenfalls das Betriebssystem auf dem neuesten Stand sein.

Reicht ein Update der Transfer-App aus?

Nicht zwingend. Teile der Datenübertragung können mit Systemkomponenten zusammenarbeiten. Deshalb sollte zusätzlich geprüft werden, ob für Android oder die Hersteller-Software ein Systemupdate verfügbar ist.

Kann ich Smart Switch oder Mi Mover weiterhin verwenden?

Nach dem aktuellen Stand spricht nichts gegen die weitere Nutzung der offiziellen Transfer-Apps, wenn die vom Hersteller bereitgestellten Sicherheitsupdates installiert wurden.

Weitere Infos zu den derzeitigen Angeboten erhalten Sie bei Android-Smartphone-Tarifrechner.

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