Linux-Verband kritisiert ARD wegen Schleichwerbung für Microsoft
• 09.09.05 Der Linux-Verband hat der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) Schleichwerbung für Microsoft vorgeworfen und sie aufgefordert, die in ihrer Wahlberichterstattung implementierten Logos der Firma Microsoft zu entfernen. Der Verband prüft, welche juristischen Schritte gegen diese Schleichwerbung in Informations- und Nachrichtensendungen|
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Anlass der Beschwerde der Interessenvertretung der im Umfeld des freien Betriebssystems Linux tätigen Firmen ist die Einblendung des Logos in Grafiken mit Umfrage-Ergebnissen, die in verschiedenen Sendungen, so zum Beispiel bei Sabine Christiansen am 4. September gezeigt wurden. Der Verband vermutet, das die gesamte Wahlberichterstattung, soweit sie Grafiken des Dienstleisters dimap/infratest verwendet, zu großen Teilen mit einem dauerhaft sichtbaren Microsoft-Logo ausgestrahlt wird.
Der Hinweis, Grafik-Sponsoring sei von den Landesmedienanstalten als Information und damit als zulässig bewertet worden, könne als Rechtfertigung nicht akzeptiert werden, da sich dies allenfalls auf Sportsendungen beziehe, betonte Geese. An politische Sendungen könne jedoch nicht der gleiche Maßstab angelegt werden. Insbesondere wenn öffentlich-rechtliche Nachrichtensendungen mit Werbung durchmischt würden, leide deren Glaubwürdigkeit und Authentizität. Daher sei für die Zuschauer Schleichwerbung eine Beeinträchtigung der politischen Information, urteilt der Linux-Verbandsvorsitzende.
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