Sicherheitslücke bei Handys mit Bluetooth
• 29.03.04 Am Sonntag hat Spiegel TV berichtet, dass der europäische IT-Sicherheitsdienstleister Integralis eine gravierende Schwachstelle bei verschiedenen marktführenden Handymodellen entdeckt hat. Sobald die Handy-Besitzer die Bluetooth-Schnittstelle in diesen Handys aktivieren, können Hacker via Laptop oder PDA heimlich über die Handys Telefonate|
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Hacker können zudem aktuelle Gespräche des Handy-Nutzers unterbrechen oder gar beenden. Die von Integralis analysierten Mobiltelefone gestatten es Hackern, SMS-Nachrichten des Handy-Besitzers zu lesen und SMS-Nachrichten in seinem Namen zu verschicken. Angreifer können des weiteren Adressbücher und Terminkalender lesen und überschreiben und die gefälschten Daten sowohl im Handy-Speicher als auch auf der SIM-Karte abspeichern.
Bislang hat Integralis die Sicherheitslücke in verschiedenen Handytypen von zwei marktführenden Herstellern gefunden. Es handelt sich dabei um technische Schwachstellen der Bluetooth-Schnittstelle in den Geräten. Alle Angriffe via Bluetooth sind je nach Gerät in einem Umkreis zwischen 10 und 100 Metern durchführbar. Hacker benötigen für diese Angriffe lediglich einen Laptop oder einen Linux-betriebenen PDA. Sie haben dabei die Möglichkeit, Mikrofon und Lautsprecher der entsprechenden Handys auf ihren Laptop oder PDA umzuleiten. Über Scripte und Tools lassen sich derartige Angriffe auch automatisiert durchführen.
Michael Müller, Spezialist für WLAN- und Bluetooth-Sicherheit bei Integralis, vermutet, dass weit mehr Handys als die bislang analysierten von dieser Schwachstelle betroffen sein können.
Weitere Informationen zu der Thematik, insbesondere eine Liste der betroffenen Handy-Modelle finden Sie unter www.integralis.de.
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