Verbraucherzentrale mit Tipps beim Umgang von persönlichen Daten im Internet
• 07.09.09 Die Verbraucherzentrale hat nun Tipps mit dem Umgang von
persönlichen Daten im Internet herausgegeben. Mittlerweile verbringen viele
Surfer ihre Zeit in virtuellen Netzwerken wie SchülerVZ, StudiVZ, Myspace,
Facebook oder Xing. Doch die User bewegen sich in der virtuellen Welt nicht in
einem geschützten Raum.
"Wer beim Netzgeplauder oder beim Einstellen von Filmen und Fotos allzu
freizügig persönliche Daten preisgibt, muss mit unkalkulierbaren Folgen
rechnen", warnt die Verbraucherzentrale NRW. Denn oft wird mit intimen
Details oder identifizierbaren Personenangaben Schindluder getrieben:
Datenklau ist für Diebe ein Kinderspiel. So werden die gesammelten Angaben
häufig dazu benutzt, User mit passgenauer Werbung zu bombardieren. Oder um
illegal Konten zu plündern oder Geschäfte abzuwickeln. Aber auch
Personalabteilungen googeln sich gern ein eigenes Bild ihrer
Bewerber. Mißliche Informationen und peinliche Abbildungen haben schon so
manchem Anwärter die Chance auf einen Job gekostet.
Die Kommunikation in Internet-Chats entlockt Nutzern eine Menge an
persönlichen Mitteilungen und Fakten. Informationen, die bislang im
Zwiegespräch übers Telefon, Brief oder E-Mail ausgetauscht wurden, können nun
von anderen Nutzern eingesehen und auch unwissentlich bzw. gegen den eigenen
Willen benutzt werden. Wer Übles im Sinn hat, späht Vorlieben aus oder
missbraucht Adressdaten zu eigenen Zwecken.
Einmal ins Netz gestellte Informationen lassen sich zwar löschen, völlig
verschwinden tun sie jedoch nicht. Online-Nutzer können nicht sicher sein,
dass ihre Daten nicht irgendwann kopiert wurden und in fremden Rechnern
schlummern. Die persönliche Identität gerät hierbei leicht außer
Kontrolle. Selbst wenn das eigene Profil in einem Netzwerk entfernt wurde,
können Name oder Abbildungen auch in anderen Zusammenhängen im Internet
auftauchen. Wer es darauf anlegt, einen anderen User zu finden, braucht dann
nur den Spuren folgen, die andere ausgelegt haben.
Die im Internet kursierende persönliche Identität sollte regelmäßig mit Hilfe
einer Suchmaschine überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Fälle oder
den Verdacht von Datenklau, Missbrauch und Co. können Betroffene den
zuständigen Aufsichtsbehörden melden. Zuständig in Nordrhein-Westfalen ist der
Landesbeauftragte für den Datenschutz unter www.ldi.nrw.de.
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