Anzeige

BASE Datenautomatik: Verbraucherzentrale mahnt BASE erfolgreich ab

• 17.07.14 Nachdem wir am 4.Juni unseren Lesern auf die neue Tariffalle bei BASE aufmerksam gemacht haben, hat nun auch die Verbraucherzentrale NRW BASE bzgl. der Datenautomatik erfolgreich abgemahnt.

Zum Start in den sonnigen Monat Juni hatte die E-Plus Tochter BASE

Anzeige
ohne eine öffentliche Ankündigung ihre Daten-Flatrate bei den Smartphone Tarifen abgeschafft. Damit gab es für die neuen BASE Kunden keinen Kostendeckel mehr beim mobilen Surfen. Die Daten-Flatrate war nur noch bei den Classic Tarifen vorhanden. Das mobile Surfen konnte nun mitunter bis zu 15 Euro an Mehrkosten im Monat verursachen. Wir haben dafür mehrere Fallbeispiele bei vier verschiedenen BASE Tarifen aufgezeigt.

Dazu gab es im Kleingedruckten bei BASE die neue Datenautomatik, welches weiteres kostenpflichtiges Surfvolumen ungefragt und alternativlos unterjubelt, wenn die Inklusivoption für den mobilen Internetzugang ausgeschöpft war. Die seit Anfang Juni 2014 vorgenommenen Vertragsänderungen streicht E-Plus zum 1. August nun wieder, so die Verbraucherzentrale NRW.

"BASE-Kunden, die sich nie bewußt für die Datenautomatik entschieden haben, können ungewollten Zusatzkosten und Tarifumstellungen widersprechen", erklärt die Verbraucherzentrale NRW, dass sich die Unterlassungserklärung des Telefonanbieters direkt für Kunden auszahlt. Die Datenautomatik sollte seit 1. Juni für alle neu abgeschlossenen Verträge gelten und dann auch sukzessive bei automatischen Vertragsverlängerungen in die Verträge einbezogen werden.

Richtig in Fahrt kommt die Datenautomatik dann bei Kunden, die drei Monate in Folge sowohl das Inklusiv- als auch das gesamte Zusatzvolumen verbrauchen, so die Verbraucherzentrale in ihrer Kritik. "Diese werden per Kleingedrucktem für den Rest der Vertragslaufzeit in die nächst höhere Datenoption gesteckt - natürlich mit entsprechendem Preisaufschlag", kritisiert die Verbraucherzentrale NRW. Und sowohl bei der Buchung des Zusatzvolumens als auch beim Wechsel in einen höheren Volumentarif informiert BASE die Nutzer erst im Nachhinein.

Der Abmahnung durch die Verbraucherzentrale NRW wegen solch eigenmächtiger Vertragsänderungen folgte jetzt das Einlenken von E-Plus. Das Telekommunikationsunternehmen erklärte, die betroffenen Vertragsbedingungen bis zum 1. August wieder aus den Angeboten zu streichen. Ab sofort darf sich E-Plus aber schon nicht mehr auf die zwangsweise untergeschobene Datenautomatik berufen. Alle BASE-Kunden, die sich nie bewußt für die Automatik entschieden haben, können ungewollten Zusatzkosten und zukünftigen Tarifumstellungen widersprechen.

Durch die neue BASE Datenautomatik hat BASE sich auch ein großes Eigentor geschossen. Da wir unsere Leser auf die neue Tariffalle aufmerksam gemacht haben, sind die Abfragen nach BASE Tarifen bei uns auch drastisch zurückgegangen. Immerhin ist BASE die einzige Mobilfunkmarke, die ihren Kunden solch eine Daten-Konstruktion aufbürdet. Um die verlorenen Kunden aber nun zurückzugewinnen, ghehen wir davon aus, das BASE seine Preise nach unten schrauben wird.

Unter der Aufsicht des Kartellamtes, der Bundesnetzagentur und der Verbraucherzentralen wird der neue Eigentümer von BASE, Telefonica Deutschland, sich sicherlich nicht noch mal so ein Eigentor zum Nachteil der Kunden leisten.


Verwandte Nachrichten:
Suchen Sie in unserem Datenbestand:
Anzeige


 Datenschutzhinweise © Copyright 1998-2020 by DATA INFORM-Datenmanagementsysteme der Informatik GmbH  Impressum