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FRITZ!Box 5630: FRITZ!OS 8.50 bringt DNS-Filter und Smart Check

• 12.10.26 Nach der FRITZ!Box 7690 erreicht FRITZ!OS 8.50 nun auch die FRITZ!Box 5630. Für den Wi-Fi-7-Glasfaserrouter wurde das finale Update am 8. Oktober 2026 veröffentlicht. Mit dabei sind unter anderem DNS-Filter für das Heim- und Gastnetz, eine automatische Priorisierung zeitkritischer Verbindungen sowie der neue Smart Check in der MyFRITZ!App. Hinzu kommen Verbesserungen bei
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WireGuard, Smart Home, Telefonie und der lokalen Namensauflösung. Wir zeigen Ihnen -wie immer- alle Features der neuen FRITZ!OS 8.50 für die FRITZ!Box 5630 Aktion auf.

FRITZ!Box 5630: FRITZ!OS 8.50 bringt DNS-Filter und Smart Check

FRITZ! hatte den offiziellen Rollout von FRITZ!OS 8.50 am 29. September 2026 mit der FRITZ!Box 7690 gestartet. Der Hersteller kündigte zugleich an, weitere aktuelle FRITZ!Box- und FRITZ!Repeater-Modelle schrittweise mit der neuen Firmware zu versorgen. Für die FRITZ!Box 5630 steht die finale Version 8.50 seit dem 8. Oktober bereit.

Damit erhält der noch junge Glasfaserrouter wenige Wochen nach seinem Marktstart ein umfangreiches Funktionsupdate. Im Mittelpunkt stehen weniger höhere WLAN-Datenraten als neue Möglichkeiten bei Sicherheit, Diagnose und Datensteuerung. Einige Änderungen greifen automatisch, andere müssen vom Nutzer bewusst eingerichtet werden.

FRITZ!Box 5630 mit FRITZ!OS 8.50 Update
FRITZ!OS 8.50 erweitert die FRITZ!Box 5630 um neue Heimnetz-Funktionen
-Bild: © TelefonTarifrechner.de

FRITZ!OS 8.50 für die FRITZ!Box 5630: Das ist neu

Die auffälligsten Neuerungen betreffen die Steuerung des Datenverkehrs und die Sicherheit im Heimnetz. DNS-Anfragen lassen sich mit FRITZ!OS 8.50 anhand von Filterlisten prüfen. Gleichzeitig erkennt die FRITZ!Box bestimmte echtzeitkritische Anwendungen und kann diese automatisch priorisieren.

Der Smart Check erweitert außerdem die Zusammenarbeit zwischen Router und MyFRITZ!App. Statt lediglich den Zugriff auf die FRITZ!Box zu ermöglichen, wertet die App verschiedene Bereiche des Heimnetzes aus und weist auf auffällige Einstellungen oder mögliche Probleme hin.

NeuerungFRITZ!OS 8.50 auf der FRITZ!Box 5630
DNS-FilterFilterlisten für DNS-Anfragen aus Heim- und Gastnetz
Automatische PriorisierungErkennung zeitkritischer Verbindungen wie Videokonferenzen
Smart CheckZustandsprüfung und Empfehlungen über die MyFRITZ!App
WireGuardMehr Einstellmöglichkeiten und Kill-Switch bei Verbindungsausfall
FRITZ!FonEinfacher Modus und SOS-Ruf mit Notfallkontakten
Smart HomeMehrere Auslöser für Routinen und neue Überlastschaltung
Lokales NetzwerkErweiterte lokale Domain-Namen und geänderte fritz.box-Verteilung

DNS-Filter können Werbung, Tracker und Malware-Domains sperren

Eine der interessantesten Neuerungen ist der DNS-Filter. FRITZ!OS 8.50 kann Listen mit unerwünschten Domainnamen einlesen und für DNS-Anfragen aus dem Heimnetz verwenden. Damit lassen sich beispielsweise bekannte Werbe-, Tracking- oder Malware-Domains bereits am Router blockieren.

Der Vorteil: Die Filterung kann zentral für Geräte im Heimnetz erfolgen. Smartphones, Tablets oder Computer benötigen dafür nicht zwingend jeweils eine eigene Filterlösung. Voraussetzung ist grundsätzlich, dass die Geräte die entsprechenden Netzwerkeinstellungen der FRITZ!Box verwenden.

Filterlisten können über die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box hinterlegt und manuell oder regelmäßig aktualisiert werden. Die Funktion ist allerdings nicht mit einem vollständigen Werbeblocker oder einer Sicherheitssoftware gleichzusetzen. Sie entscheidet auf Ebene der angesprochenen Domains und kann daher nicht jeden Werbeinhalt oder jede Bedrohung erkennen.

Die vollständigen Neuerungen beschreibt FRITZ! auf der offiziellen Seite zum Rollout von FRITZ!OS 8.50.

Videokonferenzen werden automatisch priorisiert

FRITZ!OS 8.50 kann außerdem bestimmte echtzeitrelevante Datenströme automatisch erkennen. Dazu gehören insbesondere Videokonferenzen und vergleichbare Verbindungen, bei denen Verzögerungen unmittelbar auffallen.

Die FRITZ!Box kann solchen Datenverkehr gegenüber weniger zeitkritischen Übertragungen bevorzugen. Das wird beispielsweise interessant, wenn gleichzeitig große Downloads laufen oder mehrere Nutzer den Internetanschluss stark beanspruchen.

Eine Priorisierung erhöht allerdings nicht die gebuchte Geschwindigkeit des Internetanschlusses. Sie verteilt die vorhandenen Ressourcen lediglich gezielter. In der Benutzeroberfläche lässt sich nachvollziehen, wenn eine Verbindung priorisiert wurde.

Smart Check prüft den Zustand der FRITZ!Box

Mit dem Smart Check erhält die MyFRITZ!App eine deutlich umfangreichere Diagnosefunktion. Sie kann den Zustand verschiedener Bereiche der FRITZ!Box darstellen und bei Bedarf Empfehlungen oder Warnungen anzeigen.

Geprüft werden unter anderem FRITZ!OS, Internet, WLAN, LAN, Heimnetz, Telefonie, USB, Smart Home und Sicherheit. Damit richtet sich die Funktion auch an Nutzer, die nicht regelmäßig die einzelnen Menüs der FRITZ!Box-Oberfläche kontrollieren möchten.

Für Smart Check nennt FRITZ! mindestens die MyFRITZ!App-Version 2.16.0 unter iOS beziehungsweise Version 2.29.0 unter Android. Wer die neue Funktion nicht sieht, sollte deshalb auch die installierte App-Version kontrollieren.

WireGuard bekommt einen wichtigen Kill-Switch

Auch beim VPN-Protokoll WireGuard gibt es mehrere Änderungen. Besonders interessant ist das Verhalten bei einem Verbindungsabbruch. Daten, die für eine bestimmte WireGuard-Verbindung vorgesehen sind, werden nach deren Ausfall nicht mehr automatisch über die normale Internetverbindung verschickt.

Damit arbeitet die Funktion ähnlich wie ein VPN-Kill-Switch. Das kann verhindern, dass Daten unbemerkt außerhalb des vorgesehenen VPN-Tunnels übertragen werden.

Zusätzlich lässt sich die MTU für WireGuard-Verbindungen einstellen. Weitere entfernte Netzwerke können einer Gegenstelle zugeordnet werden, und WireGuard-Verbindungen lassen sich ohne eine MyFRITZ!Net- oder DynDNS-Adresse einrichten.

FRITZ!Fon erhält einfachen Modus und SOS-Ruf

FRITZ!OS 8.50 erweitert auch die Telefoniefunktionen. Ein neuer einfacher Modus für FRITZ!Fon reduziert die Bedienoberfläche stärker auf grundlegende Telefoniefunktionen. Das richtet sich insbesondere an Menschen, die eine übersichtlichere Bedienung bevorzugen.

Zum einfachen Modus gehört ein SOS-Ruf. Dabei lassen sich bis zu vier Notfallkontakte hinterlegen, die im Ernstfall nacheinander angerufen werden können. Auch Wiederholung und Dauer der Anrufsequenz lassen sich einstellen.

Darüber hinaus können Softkeys als Schnellwahltasten genutzt werden. Bei der Ziffernwahl ist auf Wunsch eine akustische Ansage der eingegebenen Zahlen möglich.

Smart-Home-Routinen werden flexibler

Im Smart Home können Routinen nun mit mehreren Auslösern arbeiten. Dadurch lassen sich komplexere Wenn-Dann-Abläufe erstellen. Zusammen mit in der FRITZ!App Smart Home definierten Zonen können beispielsweise Szenarien für das Verlassen oder Betreten des Hauses umgesetzt werden.

Für die intelligenten Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und 210 kommt eine Überlastschaltung hinzu. Wird eine definierte Leistungsgrenze für eine festgelegte Dauer überschritten, kann die Steckdose automatisch abschalten.

Auch bei fritz.box ändert sich ein Netzwerkdetail

Technisch versierte Nutzer sollten eine Änderung bei der lokalen Namensauflösung kennen. Das DNS-Suffix fritz.box wird mit FRITZ!OS 8.50 standardmäßig nicht mehr per DHCP an Geräte im Heimnetz verteilt.

Die FRITZ!Box-Oberfläche selbst bleibt weiterhin erreichbar. Zusätzlich werden für die lokale Namensauflösung mehrere Bezeichnungen wie fritzbox.local, gateway.local, box.local, router.local und gateway.local unterstützt.

Wer die bisherige DHCP-Verteilung von fritz.box benötigt, kann sie in den erweiterten IPv4- beziehungsweise DHCP-Einstellungen wieder aktivieren.

FRITZ!Box 5630 ist erst seit August 2026 im Handel

Die FRITZ!Box 5630 ist ein vergleichsweise neues Modell. FRITZ! brachte den Glasfaserrouter im August 2026 mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 289 Euro auf den Markt. Er unterstützt Wi-Fi 7 auf 5 und 2,4 GHz sowie GPON mit bis zu 2,5 GBit/s und AON mit bis zu 1 GBit/s.

Über den 2,5-Gigabit-WAN/LAN-Port kann die Box alternativ hinter einem separaten Glasfasermodem eingesetzt werden. Hinzu kommen drei Gigabit-LAN-Anschlüsse, USB 3.0, DECT-Telefonie und Smart Home über DECT ULE.

Bei Vodafone wird die FRITZ!Box 5630 inzwischen ebenfalls angeboten. TelefonTarifrechner.de hat die Preise und technischen Daten bereits im Artikel zur FRITZ!Box 5630 bei Vodafone ausführlich eingeordnet. Der dortige Beitrag konzentriert sich auf Kauf, Miete und Glasfasertarife, während das aktuelle Update unabhängig davon die Software des Routers erweitert.

FRITZ!OS 8.50 sollte über die FRITZ!Box installiert werden

Das Update lässt sich über die Benutzeroberfläche des Routers prüfen. Dazu wird die FRITZ!Box-Oberfläche aufgerufen und unter System > Update nach einer neuen Version gesucht. Je nach gewählter Update-Einstellung kann FRITZ!OS auch automatisch installiert werden.

Firmware-Dateien sollten nur aus vertrauenswürdigen Quellen bezogen werden. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, verfügbare Sicherheitsupdates zeitnah einzuspielen und Geräte möglichst mit aktueller Firmware zu betreiben.

Weitere FRITZ!Boxen sollen FRITZ!OS 8.50 erhalten

Der Rollout ist mit der FRITZ!Box 5630 noch nicht abgeschlossen. FRITZ! hatte zum Start von Version 8.50 angekündigt, weitere aktuelle FRITZ!Box- und FRITZ!Repeater-Modelle in den folgenden Wochen zu versorgen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass alle Modelle gleichzeitig aktualisiert werden. Für einzelne Router können zunächst Laborversionen erscheinen, bevor die finale Firmware freigegeben wird. Einen verbindlichen Veröffentlichungstag für jedes einzelne Gerät nennt FRITZ! bislang nicht.

FAQ zu FRITZ!OS 8.50 auf der FRITZ!Box 5630

Ist FRITZ!OS 8.50 für die FRITZ!Box 5630 verfügbar?

Ja. Die finale Version FRITZ!OS 8.50 für die FRITZ!Box 5630 wurde am 8. Oktober 2026 veröffentlicht.

Welche wichtigen Funktionen bringt FRITZ!OS 8.50?

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören DNS-Filter, automatische Priorisierung zeitkritischer Verbindungen, Smart Check in der MyFRITZ!App, erweiterte WireGuard-Funktionen sowie Verbesserungen für Smart Home und FRITZ!Fon.

Was macht der neue DNS-Filter?

Der DNS-Filter kann DNS-Anfragen aus dem Heim- und Gastnetz anhand hinterlegter Filterlisten prüfen. Damit lassen sich beispielsweise bekannte Werbe-, Tracking- oder Malware-Domains zentral sperren.

Was ist der Smart Check der MyFRITZ!App?

Smart Check analysiert mehrere Bereiche der FRITZ!Box und zeigt Hinweise, Empfehlungen oder Warnungen direkt in der MyFRITZ!App an. Dazu gehören unter anderem WLAN, LAN, Internet, Telefonie, Heimnetz, Smart Home und Sicherheit.

Wie wird FRITZ!OS 8.50 auf der FRITZ!Box 5630 installiert?

Das Update kann über die FRITZ!Box-Benutzeroberfläche unter System > Update gesucht und installiert werden. Je nach Konfiguration kann die Aktualisierung auch automatisch erfolgen.

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