IFA 2026: Neue FRITZ!Box 7-90 bringt DSL, Glasfaser und Wi-Fi 7
• 05.09.26 FRITZ! nutzt die IFA 2026 für einen deutlichen Schnitt bei seiner bekanntesten Produktfamilie. Mit der FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 startet nicht nur eine neue Gerätegeneration, sondern auch eine neue Namenslogik. Technisch vereint das Modell DSL und Glasfaser in einem Router und setzt beim WLAN auf Triband-Wi-Fi 7 mit einer theoretischen Gesamtleistung von bis zu 12,2 GBit/s.
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IFA 2026: Neue FRITZ!Box 7-90 bringt DSL, Glasfaser und Wi-Fi 7
Bis zu 12,2 GBit/s WLAN, zwei 2,5-Gigabit-Anschlüsse und ein komplett neues Design: Mit der DSL/Fiber 7-90 startet FRITZ! eine neue Router-Generation.
Interessant ist die Premiere vor allem, weil die Box mehrere Anschlussarten abdeckt. Sie unterstützt DSL mit Supervectoring 35b bis 300 MBit/s sowie GPON-Glasfaser bis 2,5 GBit/s und AON bis 1 GBit/s. Alternativ lässt sich der Router hinter einem vorhandenen Glasfasermodem beziehungsweise ONT über den 2,5-Gigabit-WAN-Anschluss betreiben. Die technischen Angaben nennt FRITZ! in der offiziellen IFA-Presseinformation zur neuen FRITZ!Box-Generation.
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IFA 2026: Neue FRITZ!Box 7-90 bringt DSL, Glasfaser und Wi-Fi 7 --Bild: © TelefonTarifrechner.de |
Für die spätere Kaufentscheidung fehlen allerdings noch zwei entscheidende Angaben: FRITZ! nennt zum derzeitigen Stand weder einen Preis noch einen konkreten Verkaufsstart für die DSL/Fiber 7-90.
FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90: Die wichtigsten Daten
| Merkmal | FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 |
|---|---|
| DSL | Supervectoring 35b bis 300 MBit/s |
| Glasfaser GPON | bis 2,5 GBit/s |
| Glasfaser AON | bis 1 GBit/s |
| Externes ONT | bis 2,5 GBit/s über WAN |
| WLAN | Triband-Wi-Fi 7 |
| 6 GHz | bis 5.760 MBit/s |
| 5 GHz | bis 5.760 MBit/s |
| 2,4 GHz | bis 688 MBit/s |
| WLAN gesamt | bis 12,2 GBit/s brutto |
| Multi-Gigabit | 1 x 2,5-Gigabit-WAN/LAN, 1 x 2,5-Gigabit-LAN |
| Weitere LAN-Ports | 2 x Gigabit-LAN |
| Smart Home | DECT ULE und Zigbee |
| Telefonie | DECT, IP/SIP und 1 analoger Telefonanschluss |
| Stromverbrauch | 12 Watt mittlere Leistungsaufnahme |
| FRITZ!OS | FRITZ!OS 8.50 vorgesehen |
Ein Router für DSL und Glasfaser
Der praktische Vorteil der neuen FRITZ!Box liegt weniger in einer einzelnen Spitzenzahl als in der Kombination verschiedener Anschlusstechniken. Haushalte mit einem heutigen DSL-Anschluss können die Box direkt am DSL-Anschluss betreiben. Folgt später der Wechsel auf einen kompatiblen Glasfaseranschluss, muss nicht allein deshalb ein neuer Router angeschafft werden.
Bei Glasfaser unterstützt das Gerät GPON mit bis zu 2,5 GBit/s sowie AON mit bis zu 1 GBit/s. Die FRITZ!Box kann zudem an einem separaten ONT betrieben werden. Dafür steht eine WAN-Verbindung mit bis zu 2,5 GBit/s bereit.
Bei XGS-PON ist ein anderes Modell gefragt
Ganz ohne Grenzen kommt diese Vielseitigkeit nicht aus. Die DSL/Fiber 7-90 ist kein XGS-PON-Router für direkte Glasfaserverbindungen mit bis zu 10 GBit/s. Für solche Anschlüsse zeigt FRITZ! auf der IFA unter anderem die FRITZ!Box 5630 XGS. Käufer sollten deshalb nicht nur auf den Begriff Glasfaser achten, sondern prüfen, welche Anschlusstechnik der eigene Provider tatsächlich verwendet.
Wi-Fi 7 erreicht theoretisch bis zu 12,2 GBit/s
Die auffälligste technische Zahl liefert das WLAN. Die FRITZ!Box funkt gleichzeitig auf drei Frequenzbändern. Auf 6 GHz nennt der Hersteller bis zu 5.760 MBit/s, auf 5 GHz ebenfalls bis zu 5.760 MBit/s und auf 2,4 GHz bis zu 688 MBit/s. Zusammen ergibt sich die beworbene Größenordnung von rund 12,2 GBit/s.
Auf dem 6-GHz-Band unterstützt die Box eine Kanalbandbreite von bis zu 320 MHz. Hinzu kommt Multi-Link Operation, kurz MLO. Der zugrunde liegende Wi-Fi-7-Standard IEEE 802.11be ist auf sehr hohe WLAN-Datenraten sowie Verbesserungen bei Latenz und Effizienz ausgelegt. Weiterführende technische Details beschreibt die IEEE zum Standard 802.11be.
12,2 GBit/s sind nicht die Internetgeschwindigkeit
Mit der Geschwindigkeit eines einzelnen Internetanschlusses darf die Zahl nicht verwechselt werden. Die 12,2 GBit/s ergeben sich aus den theoretischen Bruttodatenraten der drei WLAN-Bänder. Ein einzelnes Smartphone oder Notebook nutzt nicht automatisch diese gesamte Summe. Zusätzlich reduzieren Protokoll-Overhead, Entfernung zum Router, Funkstörungen und die Fähigkeiten des Endgeräts das praktisch erreichbare Tempo.
Auch das 6-GHz-Band und Funktionen wie MLO spielen ihre Vorteile erst mit kompatiblen Wi-Fi-7-Geräten aus. Wer überwiegend ältere Smartphones, Fernseher und Notebooks verwendet, wird daher nicht automatisch die maximal möglichen Vorteile der neuen Funktechnik bemerken.
Zwei 2,5-Gigabit-Anschlüsse statt 10-Gigabit-LAN
Für kabelgebundene Geräte bietet FRITZ! zwei Multi-Gigabit-Schnittstellen. Ein Port lässt sich als 2,5-Gigabit-WAN beziehungsweise LAN verwenden, ein weiterer arbeitet mit 2,5 GBit/s als LAN-Anschluss. Hinzu kommen zwei klassische Gigabit-LAN-Ports.
Für viele Privathaushalte dürfte das genügen. Wer sein Heimnetz dagegen konsequent mit 10-Gigabit-Ethernet aufbaut oder sehr schnelle lokale NAS-Verbindungen plant, bekommt mit der DSL/Fiber 7-90 keinen 10-Gigabit-LAN-Port. Auch an dieser Stelle gilt: Die theoretische WLAN-Gesamtleistung entspricht nicht der maximalen Geschwindigkeit einer einzelnen Kabelverbindung.
Das bekannte FRITZ!Box-Design verändert sich deutlich
Auch äußerlich entfernt sich das Modell sichtbar von bisherigen FRITZ!Box-Generationen. Die Bedienung am Gehäuse reduziert FRITZ! auf eine Taste und eine LED. Kabel werden über eine neue Führung geordnet und weitgehend verdeckt. Die Anschlüsse sitzen auf der Unterseite des Geräts.
Die Konstruktion erfüllt nach Herstellerangaben zugleich einen technischen Zweck. Insgesamt elf Antennen können dadurch vor allem im oberen Bereich der Box angeordnet werden. Die FRITZ!Box lässt sich stehend aufstellen oder an der Wand montieren. Bei der Wandmontage soll sie sogar zu vorhandenen Bohrlöchern einer verbreiteten FRITZ!Box 7590 passen.
12 Watt durchschnittliche Leistungsaufnahme
Im Inneren arbeitet eine passive Kühlung ohne aktiven Lüfter. Für die DSL/Fiber 7-90 nennt FRITZ! eine mittlere Leistungsaufnahme von 12 Watt. Da ein Router üblicherweise rund um die Uhr eingeschaltet bleibt, ist dieser Wert im Alltag durchaus relevant.
Rechnerisch entsprechen konstante 12 Watt über 24 Stunden und 365 Tage rund 105 kWh Stromverbrauch pro Jahr. Das ist lediglich eine theoretische Hochrechnung auf Basis der genannten mittleren Leistungsaufnahme. Die tatsächlichen Kosten hängen vom individuellen Strompreis und vom realen Verbrauch des Geräts ab.
FRITZ! führt ein neues Namensschema ein
Mit der DSL/Fiber 7-90 ändert FRITZ! zugleich die Bezeichnung seiner Router. Das Schema beginnt künftig mit der Anschlussart. Genannt werden Fiber, DSL, Cable, Mobile und WAN. Darauf folgt eine Zahlenkombination, die WLAN-Generation und Baureihe widerspiegeln soll.
Das dürfte die Orientierung im Sortiment erleichtern. Bei bisherigen Modellnummern wie 7590 oder 5690 war ohne Produktkenntnis nicht immer sofort erkennbar, für welche Anschlussart ein Gerät gedacht ist. Der Name DSL/Fiber 7-90 zeigt zumindest die unterstützten Zugangstechniken bereits direkt.
DECT, Zigbee und Telefonie bleiben an Bord
Trotz der neuen Optik bleibt die Box eine klassische FRITZ!-Zentrale. Für Smart-Home-Geräte unterstützt sie DECT ULE und Zigbee. Telefonie ist über DECT und IP/SIP möglich, außerdem gibt es einen Anschluss für ein analoges Telefon. Dazu kommen bekannte FRITZ!OS-Funktionen wie VPN, Kindersicherung, Mediaserver, FRITZ!NAS und ein WLAN-Gastzugang.
Ausgeliefert werden soll das Modell mit FRITZ!OS 8.50. Auf Telefontarifrechner.de lässt sich bereits verfolgen, welche Funktionen derzeit in den Laborversionen vorbereitet werden. Einen aktuellen Überblick bietet der Beitrag zur FRITZ!OS-8.50-Entwicklung und den aktuellen Laborversionen.
Preis und Verkaufsstart der FRITZ!Box 7-90 sind noch offen
Bei den kaufentscheidenden Daten hält sich FRITZ! bislang zurück. In den zur IFA veröffentlichten Informationen wird kein offizieller Verkaufspreis für die FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 genannt. Auch ein konkretes Datum für den Marktstart fehlt.
Damit lässt sich noch nicht seriös beurteilen, wie attraktiv das Modell im direkten Vergleich mit bestehenden DSL- und Glasfaserroutern ausfällt. Gerade die bereits erhältliche FRITZ!Box 5690 Pro deckt ebenfalls DSL und Glasfaser ab und unterstützt Triband-Wi-Fi 7. Entscheidend wird deshalb sein, wie FRITZ! die neue 7-90 preislich positioniert.
Für wen ist die neue FRITZ!Box interessant?
Am meisten Potenzial hat das Modell für Haushalte, die einen leistungsfähigen Router für unterschiedliche Anschlussarten suchen. Besonders interessant kann das bei einem geplanten Wechsel von DSL auf GPON- oder AON-Glasfaser sein.
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• Haushalte mit DSL-Anschluss und geplantem Wechsel auf Glasfaser
• Nutzer mit vielen gleichzeitig aktiven WLAN-Geräten
• Besitzer moderner Smartphones und Notebooks mit Wi-Fi 7
• FRITZ!-Nutzer mit DECT-, Zigbee- und Telefoniebedarf
• Heimnetze, in denen 2,5-Gigabit-Ethernet benötigt wird
Weniger zwingend ist ein Wechsel für Nutzer, deren vorhandener Wi-Fi-6-Router das Heimnetz bereits ausreichend versorgt. Für direkte XGS-PON-Anschlüsse mit bis zu 10 GBit/s ist die DSL/Fiber 7-90 ebenfalls nicht das passende Modell.
Fazit: Mehr als nur ein neues Gehäuse
Die FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 fällt vor allem deshalb auf, weil sie mehrere Veränderungen gleichzeitig einführt. FRITZ! kombiniert DSL und Glasfaser mit Triband-Wi-Fi 7, gestaltet das Gehäuse grundlegend neu und führt ein leichter verständliches Namensschema ein.
Die beworbenen 12,2 GBit/s sind eine starke technische Kennzahl, brauchen aber eine klare Einordnung: Gemeint ist die summierte theoretische WLAN-Leistung und nicht die Geschwindigkeit eines einzelnen Geräts oder Internetanschlusses. Für eine abschließende Bewertung fehlen außerdem noch zwei wesentliche Angaben. Erst mit Preis und Marktstart lässt sich beurteilen, wie attraktiv die neue Generation gegenüber bereits erhältlichen FRITZ!Boxen tatsächlich ist.
FAQ zur FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90
Wann erscheint die FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90?
FRITZ! hat im Rahmen der IFA-Vorstellung bislang keinen konkreten Verkaufsstart für die DSL/Fiber 7-90 genannt.
Wie schnell ist das WLAN der FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90?
FRITZ! nennt für das Triband-Wi-Fi 7 eine theoretische Gesamtleistung von bis zu 12,2 GBit/s. Davon entfallen bis zu 5.760 MBit/s auf 6 GHz, bis zu 5.760 MBit/s auf 5 GHz und bis zu 688 MBit/s auf 2,4 GHz.
Funktioniert die FRITZ!Box 7-90 mit DSL und Glasfaser?
Ja. Die Box unterstützt DSL mit Supervectoring 35b bis 300 MBit/s sowie GPON bis 2,5 GBit/s und AON bis 1 GBit/s. Sie kann zudem über WAN hinter einem separaten Glasfasermodem betrieben werden.
Was kostet die FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90?
Zum derzeitigen Stand hat FRITZ! noch keinen offiziellen Verkaufspreis für die neue FRITZ!Box genannt.
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