FRITZ!Box 7690 und 7590: Neues Labor-Update bringt FRITZ!OS 8.50 näher
• 08.08.26 Für vier beliebte FRITZ!Box-Modelle steht die nächste Labor-Version bereit: FRITZ! versorgt die FRITZ!Box 7690, 7590 AX, 7590 und 5690 erneut mit einer Testversion. Hinter dem aktuellen FRITZ!OS 8.40 steckt die laufende Entwicklung von FRITZ!OS 8.50. Dabei geht es längst nicht nur um kleinere Fehlerkorrekturen, sondern auch um neue Funktionen für Internet, VPN, Telefonie, Sicherheit und Smart|
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FRITZ!Box 7690 und 7590: Neues Labor-Update bringt FRITZ!OS 8.50 näher
Die neue FRITZ!Box Update-Runde wurde am 5. August 2026 für die FRITZ!Box 7690, 7590 AX, 7590 und 5690 veröffentlicht. Damit setzt FRITZ! die derzeit recht intensive Testphase für das kommende FRITZ!OS 8.50 fort.
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FRITZ!Box 7690 und 7590: Neues Labor-Update bringt FRITZ!OS 8.50 näher -Bild: © Tarifrechner.de |
Interessant ist vor allem, wie viele Routergenerationen parallel weiterentwickelt werden. Neben aktuellen Modellen wie der 7690 bleibt auch die deutlich ältere FRITZ!Box 7590 im Labor vertreten. Die aktuelle Update-Runde wurde unter anderem von Deskmodder zur neuen FRITZ!OS-8.40-Version dokumentiert.
Vier FRITZ!Box-Modelle bekommen die nächste Labor-Version
Die neue Runde deckt unterschiedliche Anschlussarten und mehrere Routergenerationen ab. Die FRITZ!Box 7690 ist das aktuelle DSL-Modell mit Wi-Fi 7. Die 7590 AX und die klassische 7590 stehen dagegen noch in sehr vielen Haushalten. Mit der FRITZ!Box 5690 ist zudem ein Modell für Glasfaseranschlüsse dabei.
| FRITZ!Box | Einsatz | Labor-Zweig | Einordnung |
|---|---|---|---|
| FRITZ!Box 7690 | DSL / WAN | FRITZ!OS 8.40 | Aktuelles DSL-Modell mit Wi-Fi 7 |
| FRITZ!Box 7590 AX | DSL / WAN | FRITZ!OS 8.40 | Weit verbreitetes Wi-Fi-6-Modell |
| FRITZ!Box 7590 | DSL / WAN | FRITZ!OS 8.40 | Älteres Erfolgsmodell bleibt im Labor |
| FRITZ!Box 5690 | Glasfaser | FRITZ!OS 8.40 | Aktuelles Fiber-Modell |
Etwas verwirrend ist die Versionsbezeichnung. FRITZ!OS 8.40 ist in diesem Fall nicht das nächste große finale FRITZ!OS. FRITZ! nutzt den Entwicklungszweig als Vorschau auf FRITZ!OS 8.50. Auf der eigenen Webseite beschreibt der Hersteller das FRITZ! Labor offiziell als Ausblick auf FRITZ!OS 8.50 .
FRITZ!OS 8.50 bringt mehr als gewöhnliche Fehlerkorrekturen
Beim Blick auf die bisherigen Labor-Versionen wird deutlich, dass FRITZ!OS 8.50 deutlich mehr werden soll als ein reines Wartungsupdate. FRITZ! hat seit Mai nach und nach Neuerungen für VPN-Verbindungen, Kindersicherung, Internet-Priorisierung, Telefonie und Smart Home in die Testversionen eingebaut.
| Neue Funktion | Was sie für Nutzer bedeutet |
|---|---|
| DNS-Filter | DNS-Anfragen aus Heim- und Gastnetz können über Filterlisten eingeschränkt werden. |
| Automatische Priorisierung | Zeitkritische Kommunikation wie Videokonferenzen kann bevorzugt behandelt werden. |
| WireGuard Kill-Switch | Vorgesehener Datenverkehr soll bei Ausfall einer VPN-Verbindung nicht ungeschützt über die normale Internetverbindung laufen. |
| SOS-Ruf am FRITZ!Fon | Bis zu vier hinterlegte Notfallkontakte können automatisch nacheinander angerufen werden. |
| Smart-Home-Routinen | Routinen können mit mehreren Auslösern kombiniert werden. |
| Überlastschutz | Kompatible intelligente Steckdosen können bei einer definierten Überlast automatisch abschalten. |
DNS-Filter direkt in der FRITZ!Box wird besonders interessant
Eine der auffälligsten Neuerungen betrifft die Namensauflösung im Heimnetz. Mit FRITZ!OS 8.50 soll die FRITZ!Box DNS-Anfragen aus Heim- und Gastnetz mithilfe von Filterlisten einschränken können.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Bestimmte Domains können direkt am Router blockiert werden. Smartphones, Tablets, Notebooks und andere Geräte müssen dafür nicht einzeln eingerichtet werden. Gerade in Haushalten mit vielen Geräten oder in kleineren Büros kann das die Verwaltung deutlich vereinfachen.
Mit einem vollständigen Ersatz für spezialisierte Lösungen wie Pi-hole sollte die Funktion allerdings nicht gleichgesetzt werden. Solche Systeme bieten meist umfangreichere Statistiken und deutlich mehr Möglichkeiten bei den Regeln. Wer lediglich eine unkomplizierte Filterfunktion direkt auf der FRITZ!Box sucht, dürfte den FRITZ!Box DNS Filter trotzdem interessant finden.
Videokonferenzen sollen automatisch Vorrang erhalten
Auch für Homeoffice-Nutzer bringt die neue Software eine praktische Änderung. FRITZ! testet eine automatische Erkennung und Priorisierung von Videokonferenzen und ähnlich zeitkritischer Kommunikation.
Das macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn die Internetleitung gleichzeitig stark ausgelastet ist. Läuft neben einer Videokonferenz ein großer Download oder ein hochauflösender Stream, soll die FRITZ!Box wichtigen Echtzeitverkehr bevorzugen können. Im Idealfall gibt es dadurch weniger Verzögerungen und Aussetzer.
Das Thema zieht sich bereits durch frühere Labor-Runden. Einen Überblick über die Entwicklung verschiedener Modelle gibt es auch im Beitrag zu den FRITZ! Labor Updates bei Telefontarifrechner.de .
WireGuard bekommt mit FRITZ!OS 8.50 wichtige Verbesserungen
Für Nutzer von WireGuard VPN wird FRITZ!OS 8.50 ebenfalls interessant. FRITZ! erweitert die Einstellungen für VPN-Verbindungen. So lässt sich unter anderem die MTU für WireGuard-Verbindungen anpassen. Zusätzlich können weitere entfernte Netzwerke einer Gegenstelle eingetragen werden.
Die wohl wichtigste Neuerung ist der WireGuard Kill-Switch. Fällt eine dafür vorgesehene VPN-Verbindung aus, sollen die entsprechenden Daten nicht einfach über die normale Internetverbindung weiterlaufen. Das ist vor allem für Nutzer interessant, die regelmäßig über VPN auf Unternehmensnetze oder entfernte Heimnetze zugreifen.
Die alte FRITZ!Box 7590 bleibt erstaunlich aktuell
Für viele Besitzer dürfte ein anderer Punkt noch wichtiger sein: Die klassische FRITZ!Box 7590 ist weiterhin Teil des aktuellen Entwicklungszweigs.
Das Modell gehört längst nicht mehr zur neuesten Routergeneration. Wi-Fi 7 gibt es hier ebenso wenig wie die aktuelle Hardwareplattform der FRITZ!Box 7690. Trotzdem erhält die 7590 weiterhin Zugang zu den laufenden Arbeiten an FRITZ!OS 8.50.
Für Bestandskunden ist das eine erfreuliche Entwicklung. Zumindest für einen Teil der neuen Funktionen scheint ein Routerwechsel nicht zwingend notwendig zu sein. Welche Neuerungen später tatsächlich auf jedem Modell landen, hängt allerdings von der jeweiligen Hardware und der finalen Software ab.
FRITZ!Fon bekommt SOS-Ruf und einen einfacheren Modus
Auch bei der Telefonie gibt es Neuerungen. Ein vereinfachter Modus soll die Bedienung von FRITZ!Fon-Geräten übersichtlicher machen.
Softkeys lassen sich dabei als Schnellwahltasten mit Rufnummern oder bestimmten Funktionen belegen. Zusätzlich testet FRITZ! einen SOS-Ruf. Bis zu vier Notfallkontakte können hinterlegt und bei Bedarf automatisch nacheinander angerufen werden. Auch Dauer und Wiederholung der Anrufsequenz lassen sich einstellen.
Das dürfte besonders für Haushalte interessant sein, in denen Festnetztelefonie weiterhin regelmäßig genutzt wird, beispielsweise von älteren Familienmitgliedern.
Auch Smart Home bekommt neue Möglichkeiten
Im Smart Home werden die Routinen flexibler. Eine Wenn-Dann-Verknüpfung kann künftig mehrere Auslöser berücksichtigen. Außerdem erhalten die intelligenten Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und 210 eine Überlastfunktion. Wird eine festgelegte Leistungsaufnahme über einen bestimmten Zeitraum überschritten, kann die Steckdose automatisch abschalten.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen der FRITZ!Box 5690 und der FRITZ!Box 5690 Pro. Für das Pro-Modell testet FRITZ! zusätzlich eine Matter-Bridge. Darüber sollen angemeldete Smart-Home-Geräte auch in Plattformen wie Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa eingebunden werden können. Diese Matter-Funktion gehört nicht automatisch zur normalen FRITZ!Box 5690.
Labor-Version oder stabile Firmware: Was sollten Nutzer wählen?
Bei allen neuen Funktionen bleibt ein Punkt wichtig: Das FRITZ! Labor ist Beta-Software. FRITZ! weist selbst darauf hin, dass diese Versionen noch nicht den Stand einer regulären Veröffentlichung erreicht haben.
| FRITZ! Labor installieren | Auf FRITZ!OS 8.50 warten |
|---|---|
| Neue Funktionen früher ausprobieren | Final getestete Software verwenden |
| Aktuelle Entwicklungsstände erhalten | Geringeres Risiko für Beta-Probleme |
| Feedback an FRITZ! möglich | Besser für besonders wichtige Anschlüsse |
| Interessant für Technik-Enthusiasten | Sinnvoll bei produktiv genutztem Homeoffice |
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt grundsätzlich, Router aktuell zu halten und verfügbare Firmware-Updates einzuspielen. Bei einer Labor-Version kommt allerdings ein zusätzlicher Punkt hinzu: Neue Funktionen stehen früher bereit, dafür können noch Fehler auftreten.
Vor dem Labor-Update sollte ein Backup angelegt werden
FRITZ! empfiehlt vor einer manuellen Installation, die aktuellen Einstellungen zu sichern. Sollte die Labor-Version Probleme bereiten, kann unter System > Update > FRITZ!OS-Version wieder auf das offizielle FRITZ!OS gewechselt werden.
Für produktive Anschlüsse gilt deshalb eine einfache Regel
Wer die FRITZ!Box täglich für berufliche Videokonferenzen, Telefonie, Smart Home und den kompletten Internetzugang des Haushalts braucht, sollte bei einer Beta-Version etwas vorsichtiger sein. Auf einem Testgerät oder bei technisch versierten Nutzern fällt die Entscheidung dagegen leichter.
Wann erscheint FRITZ!OS 8.50 als finales Update?
Einen festen Veröffentlichungstermin für FRITZ!OS 8.50 hat FRITZ! bislang nicht genannt. Die vielen Labor-Updates der vergangenen Wochen zeigen jedoch, dass die Entwicklung auf mehreren Routerfamilien gleichzeitig voranschreitet.
Die neue Runde für 7690, 7590 AX, 7590 und 5690 ist deshalb vor allem ein weiterer Schritt auf dem Weg zur fertigen Version. In einer späteren Testphase stehen erfahrungsgemäß weniger große Neuerungen und stärker Fehlerkorrekturen, Kompatibilität und Stabilität im Mittelpunkt.
Fazit: FRITZ!OS 8.50 entwickelt sich zum großen Funktionsupdate
Die aktuelle FRITZ! Labor-Runde zeigt, dass FRITZ! nicht nur seine neuesten Router weiterpflegt. Auch die ältere und weit verbreitete 7590 ist weiterhin dabei. Gleichzeitig zeichnet sich immer deutlicher ab, dass FRITZ!OS 8.50 mehr als ein gewöhnliches Wartungsupdate werden soll.
DNS-Filter, automatische Priorisierung von Videokonferenzen, WireGuard Kill-Switch, SOS-Ruf und neue Smart-Home-Routinen gehören zu den Funktionen, die bereits getestet werden. Wer gerne neue Features ausprobiert und kleinere Fehler in Kauf nehmen kann, dürfte mit dem Labor gut bedient sein. Nutzer, die auf maximale Stabilität angewiesen sind, fahren mit dem späteren finalen FRITZ!OS 8.50 besser.
FAQ zum FRITZ!Box Labor und FRITZ!OS 8.50
Welche FRITZ!Boxen haben die neue Update-Runde erhalten?
Die am 5. August 2026 gemeldete Runde betrifft die FRITZ!Box 7690, 7590 AX, 7590 und 5690. Alle vier Modelle befinden sich derzeit im Entwicklungsumfeld des kommenden FRITZ!OS 8.50.
Ist FRITZ!OS 8.40 dasselbe wie FRITZ!OS 8.50?
Nein. FRITZ!OS 8.40 ist die derzeitige Labor- beziehungsweise Entwicklungsversion. Sie dient als Vorschau auf das kommende FRITZ!OS 8.50.
Ist die Installation des FRITZ! Labors empfehlenswert?
Das hängt davon ab, wie die FRITZ!Box genutzt wird. Technikinteressierte können neue Funktionen früher ausprobieren. Da es sich um Beta-Software handelt, können jedoch noch Fehler auftreten. Bei geschäftlich oder anderweitig wichtigen Anschlüssen ist die stabile Firmware meist die bessere Wahl.
Kann eine FRITZ!Box wieder auf die normale Firmware zurückgesetzt werden?
Ja. Über System > Update > FRITZ!OS-Version lässt sich wieder auf das offizielle FRITZ!OS wechseln. Vor der Installation einer Labor-Version sollte die bestehende Konfiguration gesichert werden.
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