Bei dem Einfügen der Nutzer wurden die Personen, deren Daten auf diese Weise
gespeichert werden, nicht informiert. Die Betroffenen konnte damit nicht
wissen, ob und wann Facebook ihre E-Mail- Adressen erhalten hat, noch welche
Personen außer der Einladenden ihre Adressen an Facebook weiter gegeben
haben.
In den letzten Monaten hatten sich besorgte Bürger an den Hamburger
Datenschutzbeauftragten gewandt, de als Nichtnutzer von Facebook entsprechende
Einladungen bekommen hatten. Sie waren darüber besorgt, dass Facebook nicht
nur Einladungen im Namen der Nutzer des Netzwerks versandt hat, sondern ihnen
dann auch Bilder von weiteren Personen zusandte.
In längeren Verhandlungen ist es gelungen, mit Facebook eine Vereinbarung zu
erzielen, die in Zukunft das Freunde-Suchen Verfahren in vielen Punkten
datenschutzkonform umgestaltet. Danach erhält der Nutzer künftig eine
transparente Kontrolle über die von ihm importierten Adressen. Insbesondere
wird er von Facebook auf seine besondere Verantwortung beim Importieren der
Adressen und bei der Versendung der Einladungen hingewiesen.
Künftig erhalten die Nutzer zur eigenständigen Verwaltung der importieren Adressen ein
Adressbuch, das den Nutzern die Speicherung und Löschung sowie die
eigenständige Verwaltung der E-Mail-Kontakte für den Zweck der individuellen
Einladungen ermöglicht.
Zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist der Schutz der Daten Dritter, also
von Personen, die nicht Mitglied des Netzwerks sind. Hier gilt künftig, dass
Facebook die E-Mail-Adressen nur für Zwecke der Freundsuche verwenden
darf. Weitere eigene Zwecke für Facebook bleiben ebenso ausgeschlossen wie
die Verwendung der Adressen zu anderen Zwecken der Nutzer.
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