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Freie Internet-Routerwahl tritt per Gesetz ab August in Kraft

• 30.01.16 Der Routerzwang wurde gegen Ende des Jahres 2013 durch die Bundesnetzagentur beschlossen. Damals hatte die Bundesnetzagentur auch die Endgeräte der Provider zum Teilnehmeranschluss gezählt. Besonders ärgerlich waren dann aber die Hackerattacken auf die schlecht abgesicherten DSL- und Kabel-Router der Anbieter und die Weigerung alternative Router zuzulassen. Einer der größten Kritiker war daher auch der Fritzbox Hersteller AVM.

Neues Gesetz tritt am dem 1.August in Kraft

Damit nun die DSL- und Kabelkunden auf der sicheren Seite sind, hatte der Bundestag ein entsprechendes Gesetz erlassen, dem hatte der der Bundesrat auch schon am letzten November zugestimmt. Am 23. Januar hatte Bundespräsident Gauck das Gesetz auch unterzeichnet und ist nun im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden.

Schnelles Internet geht oftmals nur mit dem richtigen DSL Router -Quelle: AVM

Nun haben die Provider noch eine kleine Schonfrist von 6 Monaten für die Umstellung bekommen. Bindend ist dann die neue gesetzliche Regelung, die ab dem 1.August 2016 in Kraft tritt.

Ursprünglich wollte sogar die Länderkammer dem geplanten Gesetz nicht zustimmen, allerdings hat die Länderkammer ihren Widerstand aufgegeben. Immerhin hatten große Festanschlussanbieter fleissig Lobbyarbeit gegen den Willen der Wähler gemacht, damit dem neuen Gesetz nicht zugestimmt wird bzw. es hier Nachbesserung zum Nachteil der dt.Verbraucher geben sollte.

Allerdings würden dann sicherlich auch die Namen der Verweigerer im Internet und bei den Portalen bekannt werden, so dass hier mit einem großem Kundenschwund zu rechnen ist. Auch hatte bis zuletzt Vodafone mit Kabel Deutschland auf einen eigenen Router gepocht, bis dann im Sommer die beiden Anbieter auch Fritz!Boxen bei den Neukundengeschäften anboten. Daher kann nur spekuliert werden, ob Vodafone durch Lobbyarbeit auf die verantwortlichen Politiker Einfluss genommen hatte, auf jeden Fall gab es reichlich Kundenschwung bei den Vodafone DSL Anschlüssen in der Vergangenheit durch den Vodafone Zwangsrouter.

Routerzwang kann teuer für den Verbraucher kommen

Immerhin ist der Routerzwang für den Verbraucher ein mitunter teures Ärgernis. Der Verbraucher hat nicht die Kontrolle über den DSL-Router, entsprechende Sicherheits-Update bei Sicherheitslücken können nicht vom Endkunden eingespielt werden, und nach der derzeitigen Rechtsprechung haftet der Telefonkunde für seinen unsicheren DSL-Router und WLAN Zugang, wenn zum Beispiel File-Sharing oder sonstige rechtswidrige Handlungen über seinen Telefonanschluss erfolgen.

Zum Beispiel hat der Fritz!Boxen Hersteller AVM bislang immer sehr schnell auf Sicherheitslücken durch ein Firmware-Update reagiert und den Kunden dabei schon vor hohen Telefonrechnungen durch Rufnummernmißbrauch geschützt. Kabel Deutschland hat bei dem genannten Sicherheitsproblem im Gegenzug erst sehr verspätet ein entsprechendes Sicherheits-Update bei seinen DSL-Routern eingespielt. Die Kunden waren in dieser Zeit ungeschützt. Diese Beispiele kann man mit den derzeitigen großen Sicherheitslücken "Heartbeat" und "ShellLock" nun bei den DSL-Routern weiter fortführen.

Wir können daher unseren Lesern nur empfehlen, sich um die eigenen DSL Router zu kümmern und durch entsprechende Sicherheits-Updates abzusichern. Zum Beispiel beim DSL Anbieter 1&1 gibt es gleich die passende Fritz!Box, welche man nach belieben konfigurieren kann. Aber nun sind auch die DSL und Kabel Anbieter Vodafone und Kabel-Deutschland schon mit entsprechenden Fritz!Box Routern beim Breitbandanschluss vorgepirscht. In der Vergangenheit konnte man hier nur die Endgeräte der Provider nutzen.

Bei der Vodafone Easybox (DSL-Router) kommt man zum Beispiel laut folgender Anleitung leicht an den Benutzernamen und das Passwort für den Internet-Zugang und dann auch noch an das Sprachpasswort, um VoIP Telefongeräte einzurichten. Damit kann man dann seinen eigenen DSL-Router füttern.

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