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Hauptaktionär America Movil von E-Plus stimmt Zusammenschluss mit Telefonica zu

• 26.08.13 In der deutschen Mobilfunklandschaft wird es einen neuen grossen Mobilfunkanbieter geben, wenn der Kauf von E-Plus durch Telefónica Deutschland von den Aktionären und der deutschen Kartellbehörde genehmigt wird. Nun ist immerhin ein erster Schritt beim Hauptaktionär von E-Plus, der America Movil, S.A. de C.V, gemacht worden.

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Telefonica berichtet, dass America Movil, S.A. de C.V. sich unwiderruflich dazu verpflichtet hat, dem Erwerb des deutschen Mobilfunkgeschäfts E-Plus durch Telefonica Deutschland Holding AG auf der außerordentlichen Hauptversammlung von KPN am 2. Oktober 2013 zuzustimmen.

Allerdings droht beim Zusammengehen von Telefonica und E-Plus ein ein Frequenzentzug durch die Bundesnetzagentur, da mit rund 43 Millionen Kunden Deutschlands größtes Mobilfunkunternehmen entstehen würde. Dadurch würde das neue Unternehmen weniger Mobilfunkfrequenzen besitzen wird, als vor dem Zusammenschluss.

Damit sind die GSM-Lizenzen als auch die im Jahr 2000 für insgesamt 50 Milliarden Euro versteigerten UMTS-Lizenzen in Gefahr. Diese Frequenzen sind laut der Bundesnetzagentur an die "wettbewerbliche Unabhängigkeit" der Unternehmen geknüpft. Dabei ist die Bundesnetzagentur auch gewillt einen Widerruf der betroffenen Frequenzzuteilung durchsetzen.

Der Kaufpreis für E-Plus liegt bei 3,7 Milliarden Euro in bar sowie einem anfänglichen Anteil von 24,9 Prozent an dem zusammengeführten Unternehmen Telefónica Deutschland erwarte dabei einen Einspareffekt von 5,0 bis 5,5 Milliarden Euro.

Telefónica Deutschland betreibt in Deutschland die Mobilfunkmarke O2. Zusammen mit den Mobilfunkmarken E-Plus und O2 sind besonders viele Handydiscounter unterwegs. Damit zeichnet sich dann eine Beherrschung im billigen Preissegment ab, wodurch Telekom und Vodafone sicherlich in Zugzwang kommen werden.

Mit insgesamt 43 Millionen Kunden wäre das neue Unternehmen einer der führenden Telekommunikationsanbieter in Deutschland. Das Unternehmen hätte auf Basis der Jahresergebnisse von 2012 einen gemeinsamen Umsatz von insgesamt 8,3 Milliarden Euro.

Die geplante Übernahme sieht im ersten Schritt vor, dass E-Plus eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Telefónica Deutschland wird. KPN erhält dafür 3,7 Milliarden Euro sowie einen anfänglichen Anteil an Telefónica Deutschland in Höhe von 24,9 Prozent. Die Transaktion mit KPN wird vollständig durch eine voll garantierte Kapitalerhöhung finanziert. Telefónica S.A. wird die ausgegebenen Aktien entsprechend seiner jetzigen Beteiligung an der Telefónica Deutschland zeichnen. Neue Verbindlichkeiten werden durch Telefónica Deutschland nicht aufgenommen.


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