IFA 2026: 48 Prozent würden humanoide Roboter zu Hause nutzen
• 07.09.26 Humanoide Roboter rücken auf der IFA 2026 stärker in den Mittelpunkt. Passend dazu zeigt eine aktuelle Bitkom-Umfrage, dass sich 48 Prozent der Deutschen grundsätzlich vorstellen könnten, einen KI-gesteuerten humanoiden Roboter im eigenen Haushalt einzusetzen. Damit ist die Technik für einen erheblichen Teil der Bevölkerung längst mehr|
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IFA 2026: 48 Prozent würden humanoide Roboter zu Hause nutzen
Aufräumen, putzen oder Einkäufe verstauen: Viele Deutsche sind offen für KI-Roboter im Haushalt, beim Kontrollverlust bleiben jedoch große Vorbehalte.
Die Zahlen stammen aus einer repräsentativen Befragung unter 1.159 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Bitkom ließ die Untersuchung anlässlich der IFA 2026 durchführen. Gleichzeitig zeigt die Messe in Berlin, wohin sich Robotik und künstliche Intelligenz entwickeln könnten: weg von einzelnen automatisierten Geräten und hin zu Systemen, die sich im Haushalt bewegen und mehrere Aufgaben übernehmen können.
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IFA 2026: 48 Prozent würden humanoide Roboter zu Hause nutzen --Bild: © TelefonTarifrechner.de |
Humanoide Roboter werden auf der IFA 2026 zum großen Thema
Die IFA findet 2026 vom 4. bis 8. September in Berlin statt. Künstliche Intelligenz und Robotik gehören dabei zu den auffälligen Zukunftsthemen. Im Programm beschäftigt sich unter anderem die Veranstaltung "Robots in the Kitchen and Home" mit Robotern für Küche und Haushalt. Dabei geht es von spezialisierten Systemen zum Kochen und Reinigen bis hin zu mobilen Assistenten und Humanoiden.
Wie weit das Thema inzwischen in den Vordergrund gerückt ist, zeigt auch "Robots on the Runway". Dort übernehmen humanoide Roboter und andere Robotersysteme den Laufsteg. Die IFA verbindet damit bewusst technische Entwicklung mit einer Frage, die für Verbraucher entscheidender ist: Welche dieser Fähigkeiten könnten später tatsächlich im Alltag ankommen?
Fast jeder Zweite kann sich einen Roboter im Haushalt vorstellen
Bei der Akzeptanz ergibt sich ein nahezu ausgeglichenes Bild. 48 Prozent könnten sich den Einsatz eines humanoiden Roboters vorstellen. 18 Prozent antworteten mit "Ja, auf jeden Fall", weitere 30 Prozent mit "Eher ja". Auf der anderen Seite lehnen 47 Prozent diese Vorstellung eher oder vollständig ab.
| Aussage | Anteil |
|---|---|
| Humanoiden Roboter grundsätzlich vorstellbar | 48 % |
| Roboter wäre eine Entlastung im Alltag | 41 % |
| Nur für einfache Aufgaben einsetzen | 48 % |
| Sorge vor Kontrollverlust im Zuhause | 53 % |
| Menschenähnlicher Roboter wäre unheimlich | 46 % |
| Unterhaltung mit einem Roboter vorstellbar | 57 % |
Damit zeigt sich eine klare Spannung. Viele Menschen sehen einen praktischen Nutzen, wollen einem Roboter aber nicht unbegrenzt Kontrolle über ihr Zuhause überlassen. Genau diese Frage dürfte an Bedeutung gewinnen, sobald humanoide Systeme nicht mehr nur auf Messen demonstriert werden, sondern tatsächlich als Haushaltshelfer angeboten werden.
Aufräumen statt Science-Fiction: Diese Aufgaben sind gefragt
Besonders konkret wird die Umfrage bei den gewünschten Einsatzbereichen. Unter den Befragten, die sich grundsätzlich einen humanoiden Roboter im Haushalt vorstellen können, stehen gewöhnliche Arbeiten deutlich vor spektakulären Anwendungen.
| Mögliche Aufgabe | Anteil der Roboter-Interessierten |
|---|---|
| Aufräumen | 87 % |
| Einkäufe verräumen | 77 % |
| Putzen | 73 % |
| Tisch decken | 67 % |
| Geschirrspüler ein- und ausräumen | 64 % |
| Kochen | 60 % |
| Haustiere betreuen | 58 % |
| Pflege- oder betreuungsbedürftige Personen unterstützen | 55 % |
| Erste Hilfe im Notfall | 40 % |
Die Prozentwerte dieser Tabelle beziehen sich ausdrücklich auf diejenigen, die einen humanoiden Roboter grundsätzlich nutzen würden. Sie lassen sich deshalb nicht direkt auf die gesamte Bevölkerung übertragen. Auffällig ist dennoch, wie bodenständig die Wünsche ausfallen: Aufräumen, putzen und Einkäufe verstauen liegen klar vorne.
Smart Home ist in mehr als jedem zweiten Haushalt angekommen
Humanoide Systeme wären allerdings erst die nächste Stufe einer Entwicklung, die bereits weit fortgeschritten ist. Laut Bitkom verwenden mittlerweile 52 Prozent der Deutschen Smart-Home-Anwendungen. 2022 waren es 43 Prozent, 2024 lag der Anteil bei 46 Prozent.
Unter den einzelnen Anwendungen liegen smarte Lampen und Leuchten mit 46 Prozent vorne. WLAN-Steckdosen beziehungsweise Smart Plugs kommen auf 44 Prozent. Staubsaugerroboter werden inzwischen von 33 Prozent genutzt. Energiesysteme, intelligente Heizkörperthermostate oder Verbrauchszähler kommen bei 28 Prozent zum Einsatz.
Telefontarifrechner.de hatte bereits die Ergebnisse einer früheren Smart-Home-Umfrage aus dem Jahr 2024 eingeordnet. Die aktuellen Zahlen zeigen nun nicht nur eine weitere Zunahme der Nutzung. Mit humanoiden Robotern tritt zugleich eine neue Geräteklasse in den Vordergrund.
Vom Smart Home zum vollständig KI-gesteuerten Haus
Auch ohne humanoiden Roboter gewinnt künstliche Intelligenz im vernetzten Zuhause an Bedeutung. 32 Prozent der Befragten würden gerne in einem Haus wohnen, das vollständig von KI gesteuert wird. 42 Prozent wünschen sich eine KI, die bei der Organisation des Haushalts hilft. 24 Prozent möchten, dass sie Smart-Home-Geräte selbstständig steuert.
Besonders deutlich fällt das Ergebnis beim Energieverbrauch aus. 63 Prozent sind der Ansicht, dass sich Energie im Haushalt mithilfe künstlicher Intelligenz effizienter nutzen lässt. Das könnte beispielsweise dann relevant werden, wenn Heizung, Beleuchtung, Energiespeicher und weitere Geräte nicht mehr getrennt reagieren, sondern ihren Betrieb aufeinander abstimmen.
Der größte Haken bleibt das Vertrauen in KI und Roboter
Mehr Automatisierung bedeutet zugleich, dass Geräte und Software mehr Entscheidungen treffen. Genau dort liegen die größten Vorbehalte. 53 Prozent hätten Sorge, mit einem humanoiden Roboter Kontrolle im eigenen Zuhause abzugeben. 46 Prozent wäre ein menschenähnlicher Roboter in der Wohnung unheimlich.
Beim KI-gesteuerten Smart Home zeigt sich ein ähnliches Bild. 40 Prozent macht der Gedanke Angst, Kontrolle an künstliche Intelligenz abzugeben. 38 Prozent befürchten, dadurch die Kontrolle über das eigene Zuhause zu verlieren. 27 Prozent vertreten grundsätzlich die Ansicht, KI habe im eigenen Zuhause nichts verloren.
Hacker und Datenlecks bleiben ein Hindernis
Bei Menschen, die bislang kein Smart Home nutzen, steht die IT-Sicherheit weit oben auf der Liste der Bedenken. 59 Prozent fürchten Hackerangriffe, 40 Prozent den Missbrauch persönlicher Daten. Auch die Kosten sind ein Hindernis: 38 Prozent der Nichtnutzer empfinden Smart-Home-Anwendungen als zu teuer.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt bei vernetzten Geräten unter anderem, auf regelmäßige Updates und Sicherheitseinstellungen zu achten. Das betrifft neben Kameras oder smarten Haushaltsgeräten auch Staubsaugerroboter und andere Geräte mit WLAN- oder Bluetooth-Verbindung.
Beim Smart-Home-Ausfall ist meist das Internet die Ursache
Interessant ist der Blick auf die tatsächlichen Ausfälle. Bei 45 Prozent der Smart-Home-Nutzer fiel in den vergangenen zwölf Monaten keine Anwendung aus. Wenn Probleme auftraten, lag die Ursache nach Angaben der Betroffenen mit großem Abstand am häufigsten bei der Internetverbindung: 85 Prozent nannten sie als Grund.
Stromausfälle wurden von 24 Prozent der Betroffenen genannt, Probleme mit einem Gerät von 22 Prozent, eigene Bedienfehler von 19 Prozent und App-Probleme von 16 Prozent. Einen Hackerangriff hatte in der Befragung niemand als Ursache eines Smart-Home-Ausfalls beobachtet.
Datenschutz entscheidet mit über den Kauf
Sobald Kameras, Sensoren, Mikrofone oder lernende Systeme im privaten Wohnraum eingesetzt werden, gewinnt die Frage nach den verarbeiteten Daten zusätzlich an Gewicht. Für 87 Prozent der Smart-Home-Nutzer sind Datensicherheit und Datenschutz bei der Auswahl einer Anwendung wichtig.
Noch häufiger wird die Benutzerfreundlichkeit genannt. Sie spielt für 93 Prozent eine Rolle, ein gutes Testergebnis für 91 Prozent. 81 Prozent achten auf Sprachsteuerung und 79 Prozent auf die Kompatibilität mit anderen Smart-Home-Geräten. Der Preis ist für 76 Prozent ein wichtiges Auswahlkriterium.
Die IFA 2026 zeigt, wohin sich Haushaltsrobotik entwickeln könnte
Die Verbindung zwischen den Umfragewerten und den Vorführungen auf der IFA 2026 macht die Entwicklung besonders interessant. Haushaltsroboter sind nicht neu, doch bisher übernehmen sie überwiegend klar begrenzte Aufgaben. Ein Staubsauger fährt über den Boden, ein Mähroboter kümmert sich um den Rasen und ein Thermostat regelt die Heizung.
Humanoide Roboter verfolgen einen anderen Ansatz. Sie sollen sich in einer für Menschen eingerichteten Umgebung bewegen und unterschiedliche Arbeiten übernehmen können. Wie schnell daraus tatsächlich bezahlbare und verlässliche Produkte für private Haushalte entstehen, lässt sich aus den aktuellen Umfragewerten nicht ableiten. Sie zeigen jedoch, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung der Idee grundsätzlich offen gegenübersteht.
Die vollständigen Ergebnisse der Befragung veröffentlicht Bitkom in der Originalmeldung zur Smart-Home-Studie 2026 .
FAQ zu humanoiden Robotern und der IFA 2026
Was zeigt die IFA 2026 bei humanoiden Robotern?
Die IFA 2026 stellt Robotik und künstliche Intelligenz in mehreren Programmpunkten heraus. Dazu gehören humanoide Systeme auf dem Laufsteg sowie eine Veranstaltung über Roboter für Küche und Haushalt.
Wie viele Deutsche würden einen humanoiden Roboter im Haushalt nutzen?
48 Prozent können sich laut der Bitkom-Befragung grundsätzlich vorstellen, einen KI-gesteuerten humanoiden Roboter im eigenen Haushalt einzusetzen. 47 Prozent können sich das eher oder überhaupt nicht vorstellen.
Welche Aufgaben sollen humanoide Roboter im Haushalt übernehmen?
Unter den Roboter-Interessierten steht Aufräumen mit 87 Prozent an erster Stelle. Danach folgen das Verräumen von Einkäufen mit 77 Prozent und Putzen mit 73 Prozent. Auch Kochen, Haustierbetreuung und Unterstützung pflegebedürftiger Personen werden genannt.
Welche Bedenken gibt es bei KI und Robotern im Smart Home?
Vor allem Kontrollverlust, Datenschutz und IT-Sicherheit spielen eine Rolle. 53 Prozent sorgen sich beim humanoiden Roboter um die Kontrolle im eigenen Zuhause. Unter den Nichtnutzern von Smart-Home-Technik fürchten 59 Prozent Hackerangriffe und 40 Prozent den Missbrauch persönlicher Daten.
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