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Umfrage Online-Sicherheit: Nutzer haben Sorgen beim Missbrauch der Online-Konten

• 16.03.23 Wer im Internet surft, hinterlässt meistens eine digitale Datenspur. Diese machen Hacker und Co. sich gerne zu nutze, um den Internet-Nutzer dann auch mit E-Mails oder Attacken auf die IP Adresse zu bombardieren. Selten gelingt der fremde Zugriff, aber bei der Menge der Angriffe greifen Hacker auch immer erfolgreich Daten ab. So gibt es dann einen fremden Zugriff aufs E-Mail-Postfach, Datenklau im Online-Shop oder der gehackte Social-Media-Account. Immerhin fühlen sich 65 Prozent im Internet durch eine illegale Nutzung ihrer Passwörter und Online-Konten durch Kriminelle bedroht, so der Branchenverband Bitkom.

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Umfrage Online-Sicherheit: Nutzer haben Sorgen beim Missbrauch der Online-Konten

Neben der Online-Bedrohung machen sich auch 46 Prozent der Nutzer Sorgen vor Betrug beim Online-Banking, 34 Prozent vor Betrug beim Online-Einkauf, so das Ergebnis einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom.

Umfrage Online-Sicherheit: Nutzer haben Sorgen beim Missbrauch der Online-Konten
Umfrage Online-Sicherheit: Nutzer haben Sorgen beim
Missbrauch der Online-Konten --Abbildung: (Pixabay License)/ pixabay.com

Zugleich geben 63 Prozent der Nutzer an, dass sie es nicht bemerken würden, wenn Fremde ihren Computer oder ihr Smartphone über das Internet ausspionieren würden.

"Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich sicher in der digitalen Welt bewegen können", sagt Susanne Dehmel aus der Bitkom-Geschäftsleitung anlässlich des heutigen Weltverbrauchertages.

"Neben entsprechenden Maßnahmen der Unternehmen, wie etwa nutzerfreundlichen Sicherheitseinstellungen und auch online handlungsfähigen Behörden ist entscheidend, dass wir die Menschen zum Selbstschutz befähigen, und damit sollten wir bereits in Kita und Schule beginnen.", so die Geschäftsleitung weiter.

Auch glaubt nur eine Minderheit von 41 Prozent, dass sie in der Lage ist, Geräte wie Computer und Smartphone ausreichend vor Angriffen durch Internetkriminelle zu schützen. Dabei liegt der Anteil unter den 16- bis 29-Jährigen bei 46 Prozent, unter den 30- bis 49-Jährigen sogar bei 47 Prozent, dagegen sind es bei den 50- bis 64-Jährigen 40 Prozent und bei den Älteren ab 65 nur 31 Prozent.

Rund jede und jeder Zweite würde gerne eine Fortbildung zur Cybersicherheit besuchen, um sich selbst besser zu schützen. Bei den Jüngeren zwischen 16 und 29 ist es sogar eine klare Mehrheit von 60 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 58 Prozent.

Aber auch bei den Älteren ist das Interesse hoch, so haben 41 Prozent der 50- bis 64-Jährigen und immerhin noch rund ein Drittel der ab 65-Jährigen Interesse an einer solchen Fortbildung.

EU Hochsicherheitsnetze: Telekom wird Koordinator für die sicherere EU-Kommunikation

Die Europäische Kommission hat nun die Telekom den Aufbau der EU-weiten Kommunikationsinfrastruktur EuroQCI ausgesucht. Unter dem Projektnamen "PETRUS" übernimmt die Telekom die Rolle des Koordinators zusammen mit den Partnern Airbus DS, Thales SIX und AIT sowie einer Gruppe von Experten aus Wissenschaft und Industrie.

So wird EuroQCI die Verschlüsselungsmethoden aus der Quantenphysik nutzen. Diese Technik soll dann im europäischen Kommunikationsnetz eingeführt werden. So erlangt die gesamte EU einen Zugewinn an Cybersicherheit und digitaler Souveränität.

EU Hochsicherheitsnetze: Telekom wird Koordinator für die sicherere EU-Kommunikation
EU Hochsicherheitsnetze: Telekom wird Koordinator
für die sicherere EU-Kommunikation -Bild: © Telekom

Die Nutzer von EuroQCI werden Regierungsbehörden sein, die für die Übermittlung vertraulicher Informationen ein besonders hohes Maß an Sicherheit benötigen. Darüberhinaus will man die Infrastruktur auch für Unternehmen und Bürger anbieten, welche die digitalen Signaturen, Authentifizierung und sichere elektronische Stimmabgabe nutzen.

Dabei wird die Telekom die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Behörden bei der Entwicklung von EuroQCI-Projekten innerhalb der 27 EU-Mitgliedsstaaten steuern.

So soll EuroQCI eine Säule des Programms der Kommission für Quantentechnologien werden. Ziel der Kommission ist EuroQCI zu einem Quanteninternet auszubauen, das Quantenprozessoren und -sensoren miteinander verbindet und eine EU-weite verteilte Quantencomputer- und -kommunikationsfähigkeit ermöglicht.

Bundesamt für Sicherheit: Neue BSI Chefin Claudia Plattner berufen

So wird nun die IT-Expertin Claudia Plattner der neue Boss im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Somit ist die Nachfolge vom Ex-BSI-Chef Schönbohm geklärt. Zuletzt gab es einen Vertrauensverlust bei einem der höchsten Beamten bei der deutschen Sicherheit, hier beim Bundesamt für Sicherheit. Der ehemalige Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, Schönbohm, ist zuletzt mit sofortiger Wirkung abberufen worden.

So sieht der Branchenverband Bitkom dieses als eine gute Nachricht an, dass die wichtige Position an der Spitze des BSI jetzt besetzt wird.

Bundesamt für Sicherheit: Neue BSI Chefin Claudia Plattner berufen
Bundesamt für Sicherheit: Neue BSI Chefin
Claudia Plattner berufen -Bild: BSI

So sind laut dem Koalitionsvertrag viele Neuerungen vorgesehen, wie das Bundesamt zu einer zentralen Institution für IT-Sicherheit auszubauen. Dabei will man mit weltweit, führenden Sicherheitsbehörden auf Augenhöhe agiert und in Europa Maßstäbe setzen.

So fordert der Bitkom-Präsident Achim Berg: "Wir können uns die Kleinstaaterei im Kampf gegen international koordinierte und ausgeführte Cyberattacken nicht länger leisten und brauchen auch deshalb ein starkes und personell wie finanziell gut ausgestattetes BSI.".

Dabei sticht der neue BSI Boss Plattner mit guten Qualifikationen hervor. Sie ist studierte Mathematikerin und machte ihre Abschlüsse an der Technischen Universität Darmstadt und an der Tulane University im US-Bundesstaat Louisiana. Danach folgten Tätigkeiten bei der Bahn-Tochter DB Systel. Seit 2021 ist sie Generaldirektorin für Informationssysteme bei der Europäischen Zentralbank (EZB).

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