Verbraucherzentrale warnt vor zweifelhafte Werbung für Telefonverträge• 08.05.06 Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor unlauteren
Methoden der Neukundengewinnung bei Telefonfirmen. In letzter Zeit erhält die
Verbraucherzentrale gehäuft Beschwerden über verschiedene Werbemaschen.
Telefonisch bieten Firmen günstigere Telefontarife, einen DSL-Anschluss oder
den Wechsel zu einem günstigeren Telefonanbieter durch Abschluss eines
Preselection-Vertrages an. Selbst wenn die Angerufenen kein Interesse bekunden
oder lediglich Informationsmaterial anfordern, erhalten sie kurze Zeit später
eine Auftragsbestätigung. Oder bei einer anderen Masche werden in
Einkaufszentren Kunden damit geködert, dass sie 30 Freiminuten gewonnen
hätten. Mman benötige nur ihre Daten und Unterschrift. In Wahrheit findet
sich die Unterschrift dann auf einem Vertrag wieder.
Die Verbraucherzentrale rät, sich gegen ungewollte Auftragsbestätigungen zu
wehren. Betroffene sollten den Anbieter darauf hinweisen, dass sie keinen
Vertrag geschlossen haben, hilfsweise sollten sie den Widerruf erklären oder
gar den vermeintlichen Vertrag wegen arglistiger Täuschung
anfechten. Unerwünschte Telefonwerbung ist zudem unzulässig und kann seitens
der Verbraucherverbände abgemahnt werden. Wer an der Haustür oder auf
öffentlichen Plätzen von einem Werber überrumpelt wurde, kann den Vertrag
innerhalb von zwei Wochen nach Unterzeichnung ohne Begründung schriftlich
widerrufen, so die Verbraucherzentrale.
Unseriöse Werber datieren den Vertrag schon mal um einige Wochen zurück, um
einen Widerruf quasi unmöglich zu machen. Fehlt eine Widerrufsbelehrung auf
dem Vertragsformular, kann der Vertrag jederzeit widerrufen werden. Der
Widerruf sollte am besten als Einschreiben mit Rückschein erklärt werden.
Wer in diesem Zusammenhang die Unterstützung der Verbraucherzentrale benötigt,
kann sich an die örtlichen Verbraucherberatungsstellen wenden. Telefonisch
stehen die Experten der Verbraucherzentrale dienstags von 10 bis 16 Uhr unter
der Rufnummer 09001 77 80 80 4 zur Verfügung. Der Anruf kostet 1,50 Euro pro
Minute. Mit den Telefongebühren sind die Beratungskosten abgegolten.
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