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1&1 Open RAN Technologie im BVB-Stadion

• 16.05.24 Beim Provider 1&1 geht es mit dem 5G Netzausbau weiterhin nur langsam voran, immerhin sind die Mitkonkurrenten schon fleissig am 5G Netz am Ausbauen. Dafür gibt es nun die neueste Open-RAN-Technologie in Dortmund im Fussball Tempel. So hat nun 1&1 zum Saisonfinale den Ausbau des größten deutschen Fußballstadions mit modernster 5G-Technik erfolgreich abgeschlossen, wie der Anbieter mitteilt.

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1&1 Open RAN Technologie im BVB-Stadion

Auf der Open RAN Technologie wurde das Mobilfunknetz im BVB-Stadion ausgebaut und liefert nun pünktlich zur Europameisterschaft für Besucher des Stadions hohe Down- und Upload-Geschwindigkeiten auf jedem Sitzplatz.

1&1 Open RAN Technologie im BVB-Stadion
1&1 Open RAN Technologie im BVB-Stadion -Screenshot: 1&1

Nach erfolgreichem Test bei den Heimspielen Anfang Mai ist die Technologie nun voll funktionsfähig, sodass Kundinnen und Kunden das 1&1 O-RAN hautnah während der EM im Juni und Juli erleben können, teilte der Anbieter 1&1 weiter mit.

"Mit der Inbetriebnahme des ersten Open-RAN-Stadions weltweit setzt 1&1 erneut ein Ausrufezeichen für innovative Mobilfunklösungen", unterstreicht Ralph Dommermuth, CEO der 1&1 AG, die technologische Meisterleistung.

Durch die Implementierung von 5G auf Basis der Open-RAN-Technologie wird eine erstklassige Datenübertragungsrate erreicht, die eine stabile Verbindung vor, während und nach dem Spiel gewährleistet. Mit einer Kapazität von 81.365 Zuschauern ist der Signal Iduna Park nicht nur das größte Fußballstadion in Deutschland, sondern zählt auch zu den drei größten EM-Spielstätten.

Generell können durch die Verwendung von Standardrechnern und standardisierten Schnittstellen Software- und Hardware-Komponenten der innovativsten und sichersten Anbieter im 1&1 O-RAN flexibel kombiniert werden. 1&1 setzt im Dortmunder Stadion auf modernste MIMO-Antennen (Multiple Input, Multiple Output).

Diese fortschrittlichen Antennen ermöglichen die gleichzeitige Übertragung mehrerer Datenströme über denselben Funkkanal, was die Kapazität des drahtlosen Netzwerks erheblich steigert.

Dortmunder Fußballstadion wurde in Sektoren aufgeteilt

Für die Netzplanung wurde das Dortmunder Fußballstadion in insgesamt 24 Sektoren im Freien, vier im Innenbereich sowie in zwei Sektoren zur Abdeckung des Nord-Eingangs und des Parkplatzes unterteilt.

Im Freien bietet das Netzwerk 48 aktive Radio-Einheiten, welche mit 128 Antennen verbunden sind. Im Innenbereich sind darüber hinaus 87 aktive Radio-Einheiten für 5G und 4G sowie 21 passive Antennen für die ersten beiden Stockwerke installiert.

Die Vernetzung erfolgt über hunderte von Kabeln mit Längen zwischen 15 und 200 Metern, die über vier kleine Technikräume pro Etage distribuiert werden. Insgesamt wurden im Stadion über 10 Kilometer Glasfaserleitungen und 30 Kilometer Kabel verlegt.

Bundesnetzagentur erstmals mit Daten zur Mobilfunkversorgung von 1&1

Die Funklöcher sind in Deutschland immer ein grosses Übel. Daher gibt es das Gigabit-Grundbuch der Bundesnetzagentur zur Transparenz. Erstmals ist nun 1&1 als vierter Mobilfunkprovider mit in dem Gigabit Grundbuch eingetragen, teilte die Bundesnetzagentur mit. Daher wird die interaktive Karte zum Mobilfunk-Monitoring um die Netzabdeckung der 1&1 Mobilfunk GmbH ergänzt und veröffentlicht Informationen zu unterversorgten Gebieten im Gigabit-Grundbuch aktualisiert.

So enthält das Gigabit-Grundbuch ab heute Daten zur Mobilfunkversorgung auch vom Mobilfunkprovider 1&1. Seit dem 08.12.2023 betreibt das Unternehmen ein eigenes öffentliches Mobilfunknetz. 1&1 nutzt zusätzlich National Roaming im Netz der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG zur Versorgung seiner Kundinnen und Kunden.

Bundesnetzagentur erstmals mit Daten zur Mobilfunkversorgung von 1&1
Bundesnetzagentur erstmals mit Daten zur Mobilfunkversorgung von 1&1 --Bild: © Telekom

Eine Sprecherin der Bundesnetzagentur erklärte dabei gegenüber dem Online-Portal Golem, dass das 1&1 4G Netz nur rund 0,1 Prozent und das 5G Netz nur rund 0,2 Prozent der Fläche abdeckt.

In der aktualisierten Mobilfunk-Karte wird deshalb bei dem Netzbetreiber 1&1 farblich zwischen dem eigenen Netz und dem Roaming-Netz der Telefónica unterschieden.

Vor dem Netzstart im Dezember 2023 bot 1&1 lediglich stationären Internetzugang über Fixed Wireless Access an. Dafür nutzte sie die eigene 5G-Netzinfrastruktur.

Die Bundesnetzagentur hat die Mobilfunkkarte außerdem um die weißen und grauen Flecken in der Versorgung mit mindestens 4G erweitert Die Karte steht im Download-Bereich zur Verfügung.

Dabei sind weiße Flecken auf der Karte Gebiete, die über keine breitbandige Mobilfunkversorgung verfügen. Graue Flecken sind Gebiete, die von mindestens einem, aber nicht allen Betreibern versorgt werden. Aktuell finden sich in Deutschland auf rund zwei Prozent der Fläche weiße Flecken und auf rund 15 Prozent der Fläche graue Flecken.

Die Übersichtskarte veranschaulicht, in welchen Regionen sich der lückenlose Ausbau der Mobilfunknetze unter anderem aufgrund der Topographie schwierig darstellt. So befinden sich weiße und graue Flecken vorwiegend in gebirgigen Gebieten, wie z. B. im Harz oder im Schwarzwald.

Übersicht der Versorgung mit 5G

So sind dabei 91 Prozent der Fläche des Bundesgebiets durch mindestens einen Netzbetreiber mit 5G versorgt. Dieses ist der Stand vom Januar 2024 laut der Bundesnetzagentur. Im Vergleich, zu Beginn der Datenerhebung im Oktober 2021 lag der Anteil bei rund 53 Prozent.

Funklöcher Deutschland: Bundesnetzagentur verhängt Bussgelder

Die Mobilfunker hatten bei der 5G Auktion aus dem Jahr 2019 etliche Versorgungsauflagen zu erfüllen. Darunter auch 1.000 funktionierende 5G Stationen und den flächendeckenden 5G Ausbau an Bahn, Autobahnen und wichtige Bundesstrassen. Auch beim alten 4G Versorgungsaufbau sieht es dabei noch schlecht aus. So hatte sich im Vorfeld schon angedeutet, dass die Bundesnetzagentur hier Bussgelder wegen dem 4G Netzausbau verhängen will. Nun verhängt die Bundesnetzagentur erstmals Bußgeldverfahren gegen die Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom, Telefónica (O2) und Vodafone.

Laut der Bundesnetzagentur gibt es das Bussgeld wegen schuldhafter nicht rechtzeitiger vollständiger Erfüllung der Versorgungsauflagen beim 4G Netzausbau, so heißt es in einem Schreiben der Bundesnetzagentur, welches der dpa vorliegt. Die Verfahrenseröffnung war dabei schon im September. Bislang gab es kein konkretes, öffentliches Verfahren.

Funklöcher Desaster Deutschland: Bundesnetzagentur verhängt Bussgelder
Funklöcher Desaster Deutschland: Bundesnetzagentur
verhängt Bussgelder --Bild: © Telekom

Die Netzbetreiber haben dabei die Schuld immer wieder in der Vergangenheit zurück gewiesen. Dabei beruft man sich auf Ausnahmeregelungen. Denn dort, wo der Ausbau aus rechtlichen und tatsächlichen Gründen nicht möglich war, gilt die Auflage auch ohne Netz als erfüllt. Nun ist die Bundesnetzagentur der Ansicht, dass diese Begründung in einigen Fällen nicht angebracht sei und mancherorts eben doch Antennen hätten installiert werden können.

In der Sache geht es dann doch um 500 Funklöcher im 4G Netz, in denen keiner der drei Netzbetreiber einen Empfang von mindestens 100 MBit/s ermöglicht. So hätten diese weißen Flecken zum Jahreswechsel 2022/2023 verschwunden sein müssen. Also hatte man ausreichend Zeit gehabt. Außerdem haben die Mobilfunkfirmen in einigen Bundesstraßen-Tunneln auch kein gutes Netz. Dieses moniert die Bundesnetzagentur ebenfalls.

Bei der Berechnung werden alle drei grossen Provider mit der Telekom, O2 und Vodafone zusammen gezählt. Daher kann man im Norden Deutschlands besonders viele Mobilfunklücken mit schlechtem Mobilfunkempfang bei O2 verzeichnen, hingegen hat die Telekom das beste Netz im Norden. In der Summe zählt dann nur was alle drei Provider in der Region liefern.

Wer nur Kunde eines Mobilfunkanbieter ist -was in der Regel der Normalfall ist- wird bei der Netz Abdeckung immer schlechten Mobilfunkempfang auf einer Strecke haben, wenn schon einer der beiden Mitkonkurrenten diesen Streckenabschnitt gut ausgebaut haben. Daher sehen viele Mobilfunkkunden dieses auch als Verbrauchertäuschung und Taschenspieler Trick an. Allerdings geschieht dieses mit dem Segen der Bundesnetzagentur. Daher sind die 500 geschilderten Fälle der Bundesnetzagentur im 4G Netz nur ein Tropfen auf den heissen Stein und fallen in der Regel beim Kunden erst gar nicht ins Gewicht.

Bundesnetzagentur plant hohe Bussgelder.

In einem Schreiben an den Beirat der Bundesnetzagentur ist von 50.000 Euro Bussgeld die Rede. "Die Bundesnetzagentur beabsichtigt zurzeit, ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro pro Standort zu verhängen", so in einem Schreiben der Bundesnetzagentur an ihren Beirat. Dabei ist die Liste lang an Standorten, welche von den 4 Mobilfunkprovidern Telekom, 1&1, O2 und Vodafone nicht abgedeckt werden.

Funklöcher Desaster Deutschland --Bundesnetzagentur plant hohe Bussgelder
Funklöcher Desaster Deutschland
--Bundesnetzagentur plant hohe Bussgelder -Bild: © Telekom

Dabei sollen auch Zwangsgelder nicht ausgeschlossen werden. So heißt es: "Daneben können auch Zwangsgelder erhoben werden." So könnten die Zwangsgelder noch größere finanzielle Folgen für die Mobilfunkfirmen haben.

Bei den sogenannten "Weißen Flecken" gibt es Defizite bei allen Mobilfunkanbietern. Hierbei geht es um Gegenden, wo kein Handynetz eine Übertragung von 100 Megabit pro Sekunde schafft. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 sollten die Unternehmen auf 167 eigene Standorte in so einer Gegend kommen. Vodafone nur 86 Standorte, Telefónica 61 Standort und die Telekom 38 Standorte.

Dabei geht es bei den Bussgeldern um die sogenannten "Weißen Flecken" Die Netzbetreiber betonen hingegen, dass sie vorankommen. Auch wird oftmals argumentiert, dass es zu einem großen Teil keine Funklöcher gibt, sondern eine "Grundversorgung" mit weniger als beim Breitband-Empfang von 100 Mbit/s nötig.

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