Anzeige

Apple-Pay und EU-Kartellrecht: EU-Kommission mit Beschwerden zu Apple-Pay

• 02.05.22 Derzeit wird das kontaktlose Bezahlen in Deutschlands Großstädten sehr unterschiedlich eingesetzt. Das zeigt eine Auswertung des Smart City Index des Digitalverbands Bitkom. Aber in der Corona-Pandemie finden die Bundesbürger Gefallen am digitalen Bezahlen. So haben 54 Prozent allein im letzten August beim Einkaufen vor Ort mindestens einmal kontaktlos bezahlt.
AKTION 500x500
Anzeige
Nun wirft die EU-Kommission Apple vor, seine dominante Marktposition auf dem Markt für mobile Geldbörsen auszunutzen. Der Vorwurf lautet, Apple behindert den Wettbewerb durch Beschränkung des Zugangs zu einer Standardtechnologie.

Apple-Pay und EU-Kartellrecht: EU-Kommission mit Beschwerden zu Apple-Pay

So ist Apple Pay die unternehmenseigene, mobile Geldbörse auf iPhones und iPads, mit der mobile Zahlungen in Ladengeschäften und im Internet vorgenommen werden können.

Apple-Pay und EU-Kartellrecht: EU-Kommission mit Beschwerden zu Apple-Pay
Apple-Pay und EU-Kartellrecht: EU-Kommission
mit Beschwerden zu Apple-Pay -Bild: Apple.com

So hatte nun die Europäische Kommission Apple von ihrer vorläufigen Auffassung in Kenntnis gesetzt, dass das Unternehmen seine beherrschende Stellung auf den Märkten für mobile Geldbörsen auf iOS-Geräten missbraucht hat. Durch Beschränkung des Zugangs zu einer Standardtechnologie für kontaktlose Zahlungen mit mobilen Geräten in Geschäften ("NFC" (Nahfeldkommunikation) oder "tap and go") schränkt Apple den Wettbewerb im Bereich der mobilen Geldbörsen auf iOS-Geräten ein, so die Kritikpunkte.

Die Kommission beanstandet, dass Apple die Entwickler von Apps für mobile Geldbörsen daran hindert, auf iOS-Geräten auf die erforderliche Hardware und Software zuzugreifen, wovon die unternehmenseigene Lösung, Apple Pay, profitiert.

Die für Wettbewerbspolitik zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin, Margrethe Vestager, erklärt: "Mobile Zahlungen gewinnen in der digitalen Wirtschaft immer mehr an Bedeutung. Für die Integration der europäischen Zahlungsverkehrsmärkte ist es wichtig, dass den Verbrauchern die Vorteile eines wettbewerbsbasierten und innovativen Marktumfelds zugutekommen. Uns liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass Apple den Zugang Dritter zu Schlüsseltechnologien beschränkt hat, die für die Entwicklung konkurrierender mobiler Geldbörsen für Apple-Geräte benötigt werden. In unserer Mitteilung der Beschwerdepunkte stellen wir vorläufig fest, dass Apple den Wettbewerb zugunsten seiner eigenen Lösung Apple Pay beschränkt haben könnte. Ein solches Verhalten würde einen Verstoß gegen unsere Wettbewerbsvorschriften darstellen."<.p>

Apple hat beträchtliche Marktmacht

Die Kommission ist zu der vorläufigen Auffassung gelangt, dass Apple auf dem Markt für intelligente Mobilgeräte über beträchtliche Marktmacht verfügt und auf den relevanten Märkten für mobile Geldbörsen eine beherrschende Stellung innehat.

Denn Apple Pay ist die einzige mobile Geldbörse, die auf iOS-Geräten auf die erforderlichen NFC-Inputs zugreifen kann, weil Apple diese Inputs Drittentwicklern von Apps für mobile Geldbörsen nicht zur Verfügung stellt.

Mithilfe dieser Technologie kann ein Mobiltelefon mit Zahlungsterminals in Geschäften kommunizieren. Über die standardisierte NFC-Technologie, die an fast allen Zahlungsterminals in Geschäften nutzbar ist, können mobile Zahlungen am einfachsten und am sichersten vorgenommen werden. NFC ist nicht nur einfacher und sicherer, sondern kann in Europa auch in mehr Verkaufsstellen genutzt werden als andere Lösungen.

EU-Finanzkommissarin: Öffentliche Warnung vor Diensten wie Apple Pay und Google Pay

Zuletzt gab es schon Warnungen im Jahr 2020 bei Diensten wie Apple Pay und Google Pay.

Immer mehr Bürger bezahlen kontaktlos, um möglichst wenig Kontakt mit infizierten Flächen im Alltag zu haben. Nun fordert die EU-Finanzkommissarin Mairead McGuinness eine schärfere Regulierung von Finanzdienstleistern wie Apple Pay und Google Pay. Beide Dienste kommen dabei aus den USA. Mit Alipay gibt es einen chinesischen Anbieter in Europa.

Apple Pay mit dem Smartphone
Bezahlen mit dem Smartphone wird einfacher -Bild: pixabay.com

Die genannten Dienste kommen dabei nicht aus Europa und unterliegen daher auch nicht der europäischen Finanzkontrolle. Hier finden grenzüberschreitende, bargeldlose Zahlungen in- oder außerhalb der EU statt, so die EU-Finanzkommissarin.

Revolution im Zahlungsverkehr

Die Kommissarin spricht bei den digitalen Diensten von einer "Revolution im Zahlungsverkehr". Dabei geht es dann auch immer um die Regulierung- und Aufsicht. Wenn deutsche Zahlungsnutzer Probleme bei der Transaktion haben, werden diese dann sicherlich nicht in den USA oder China klagen.

Kontaktloses Bezahlen: Während Corona wird kontaktloses Bezahlen beliebter

Immerhin bezahlen 26 Prozent der Bürger sogar regelmäßig kontaktlos mehrmals pro Woche. Aber auch die kontaktlose Bezahlung mit dem Smartphone oder der Smartwatch, wie sie unter anderem Dienste wie Apple Pay oder Google Pay ermöglichen, sind beliebt. 33 Prozent haben im selben Zeitraum mindestens einmal auf diese Weise bezahlt, 16 Prozent nutzen Smartphone oder Smartwatch regelmäßig mehrmals pro Woche zum Bezahlen, so dass Ergebnis eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom.

"Digitale Bezahlverfahren sind nicht nur in der Pandemie eine sinnvolle Ergänzung zum Bargeld. Gerade das Smartphone eignet sich ideal zum Bezahlen: Wir haben es immer dabei und dank biometrischer Schutzmechanismen wie etwa dem Fingerabdruckscan ist es auch besonders sicher", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Auch die EU-Kommission spricht sich in der gerade veröffentlichten "Retail Payments Strategy" für die Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs aus und will die Notwendigkeit regulatorischer Schritte prüfen.

Zunehmende Verbreitung findet auch Online-Banking. Alleine im August haben 71 Prozent mindestens einmal digitale Banking-Dienste wie Online-Überweisung oder den Online-Abruf des Kontostandes genutzt. Mehr als jeder Vierte hat sogar mehrmals pro Woche auf Online-Banking zurückgegriffen.

Im Bürgeramt machen es die meisten Städte möglich, Gebühren auch bargeldlos zu bezahlen. Während EC-Karten mit 79 Prozent Standard sind, werden Kreditkarten mit 7 Prozent bislang kaum akzeptiert. Auch mobiles Bezahlen ist noch die absolute Ausnahme. Nur drei der 81 Städte bieten dies an oder planen es.

Kommunen in Baden-Württemberg und Hessen schneiden gut ab

Die Kommunen in Baden-Württemberg und Hessen schneiden im Durchschnitt besonders gut ab. Erstmals gibt es dabei vom Branchenverband Platzierungen. So liegt Karlsruhe (Platz 2), Stuttgart (3), Heidelberg (6), Darmstadt (10) und Frankfurt am Main (12). Städte in Nordrhein-Westfalen sind im Schnitt weniger smart als im Rest Deutschlands. Auch innerhalb der Bundesländer gibt es regionale Unterschiede, wie das Beispiel Nordrhein-Westfalen ebenfalls zeigt.

Städte in den nördlichen Regionen Münsterland und Ostwestfalen-Lippe wie Bielefeld (Platz 19) und Münster (27) können vor allem im Bereich Verwaltung punkten. Gute Platzierungen erreichen außerdem Bonn (Platz 7), Köln (8) und Aachen (11) im Rheinland. Lediglich das Ruhrgebiet als Region schneidet in allen Kategorien unterdurchschnittlich ab, mit Ausnahme Dortmunds auf Gesamtrang 9.

Ein Gefälle zwischen West und Ost zeichnet sich nicht ab. In der Gesamtwertung gibt es keine Unterschiede zwischen den Städten aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und dem Rest der deutschen Städte.

Große Städte sind im Vorteil

Besonders größere Städte ab 300.000 Einwohnern schneiden überdurchschnittlich gut ab. Am schwersten haben es kleinere Großstädte mit weniger als 150.000 Einwohnern. Die besten unter ihnen sind Ingolstadt (Platz 21) und Ulm (29). Eine hohe Einwohnerzahl allein garantiert allerdings noch keine gute Platzierung. Für Essen reicht es trotz mehr als 580.000 Einwohnern nur für Platz 52.

Den größten Vorsprung haben bevölkerungsreiche Städte im Bereich Mobilität, bei den Millionenstädten ist es auch der Bereich IT und Kommunikation. In den Kategorien Energie und Umwelt, Verwaltung und Gesellschaft können dagegen auch viele kleinere Städte punkten.

Damit Ihnen in Zukunft keine aktuellen Nachrichten oder Spar-Angebote entgehen, können Sie sich auch bei unserem kostenlosen Newsletter anmelden. Einmal in der Woche bekommen Sie dann eine Übersicht an Aktionen und wichtigen Änderungen im Telefonmarkt. Noch schneller sind Sie via Twitter und Facebook informiert.



Verwandte Nachrichten:

Auf dieser Seite gibt es Affilate Links, die den Preis nicht beeinflussen. Damit wird der hochwertige Journalismus kostenfrei angeboten

Anzeige

News-Feed: Google-News RSS Feed
     Preistipp Telekom-Netz:
  • fraenk Rabatt
  • 7 GB LTE Allnet-Flat
  • LTE Speed mit 25 Mbit/s
  • Handy-u. SMS Flatrate
  • Nur 10 €
  • mtl. Laufzeit
  • Gutscheincode: "fraenk2"
  • Aktion bis 30.06
  • Jetzt sparen und wechseln!

     Redaktionstipp:
  • 6 GB LTE Handytarif
  • mtl. 5,99 € statt 11,99 €
  • Handy- und SMS-Flatrate
  • 50 MBit/s
  • mtl. Laufzeit
  • Aktion bis 24.05 11 Uhr
  • Jetzt sparen und Wechseln!

     Spartipp O2-Netz:
  • 3 GB LTE All-In Flat
  • mtl. 4,99 € statt 7,99 €
  • 20 € Wechselbonus
  • Handy- und SMS-Flatrate
  • 50 MBit/s
  • mtl. Laufzeit
  • Aktion bis 24.05 11 Uhr
  • Jetzt sparen und Wechseln!

     Besten 10 GB Tarife:
  • Spartarife ab 8,99 €
  • Aktionen mit Rabatten,
  • Gutscheinen,
  • Anschlusspreisbefreiungen
  • Jetzt sparen und Vergleichen!

Kostenloser Newsletter:
Mit unserem kostenlosen Newsletter verpassen Sie ab sofort keine Schnäppchen und Aktionen mehr.
Ihre E-Mail-Adresse:
Datenschutzhinweise

Weitere Nachrichten:

Telefontarifrechner.de
 Datenschutzhinweise © Copyright 1998-2022 by DATA INFORM-Datenmanagementsysteme der Informatik GmbH  Impressum 
Damit wir unsere Webseiten für Sie optimieren und personalisieren können würden wir gerne Cookies verwenden. Zudem werden Cookies gebraucht, um Funktionen von Soziale Media Plattformen anbieten zu können, Zugriffe auf unsere Webseiten zu analysieren und Informationen zur Verwendung unserer Webseiten an unsere Partner in den Bereichen der sozialen Medien, Anzeigen und Analysen weiterzugeben. Sind Sie widerruflich mit der Nutzung von Cookies auf unseren Webseiten einverstanden?(mehr dazu)
Cookie-Entscheidung widerrufen