Bundesnetzagentur sperrt Rufnummern wegen Schweinegrippe
• 20.08.09 Das normalerweise der Schweinegrippevirus über die üblichen Infektionswege den Menschen befällt ist ja bekannt, dass aber der Virus auch über die Telefonleitung einzug ins Privatleben der deutschen Nutzer halten kann, ist schon was besonderes.
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Unerlaubte Telefonanrufe zum Thema Schweinegrippe haben seit vergangenem Donnerstag zu zahlreichen Verbraucherbeschwerden bei der Bundesnetzagentur geführt. Daraufhin hat die Bundesnetzagentur Ermittlungen aufgenommen und bereits am Freitag die Abschaltung der beiden verwendeten Rufnummern im öffentlichen Interesse und zum Schutz der Verbraucher angeordnet. Ferner hat sie jetzt auch ein Rechnungslegungs- und Inkassoverbot ausgesprochen.
"Unseriöse Geschäftemacher haben die Unsicherheit und Angst von Verbrauchern vor einem gesundheitlichen Risiko durch die Schweinegrippe in besonders unverfrorener Weise ausgenutzt. Dies haben wir unverzüglich unterbunden", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.
Die Verbraucher erhielten, insbesondere auch nachts, einen Telefonanruf eines vermeintlichen "Europäischen Zentralinstitutes für Seuchenbekämpfung". Hierbei wurde die Berliner Absenderrufnummer 030 20179948 übertragen. Eine Bandansage täuschte den Verbrauchern vor, dass eine persönliche Information zur Schweinegrippe vorliege. Die Verbraucher wurden aufgefordert, zu ihrer eigenen Sicherheit die hochpreisige Rufnummer (0)9001 000 184 anzurufen. Unter dieser Rufnummer waren per Bandansage lediglich allgemeine Aussagen zur Schweinegrippe zu hören. Diese dienten offensichtlich dazu, den Verbraucher hinzuhalten, um einen möglichst großen Umsatz über die Rufnummer zu erzielen.
Bei Fragen zur Schweinegrippe verweist die Bundesnetzagentur unter anderem auf die kostenlose Bürger-Hotline des Bundesministeriums für Gesundheit unter der Rufnummer (0)800 44 00 55 0. Verbraucher, die unverlangte Werbeanrufe erhalten, können sich telefonisch unter +49 291 9955-206 und per E-Mail unter rufnummernmissbrauch@bnetza.de an die Bundesnetzagentur wenden.
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