Gericht stoppt Im besten Netz: Wie ein Werbespruch zum juristischen Streit im deutschen Mobilfunkmarkt wurde
• 18.02.26 Die Diskussion um die Netzkennung "Im besten Netz" zeigt, wie sensibel der Mobilfunkmarkt auf Marketingaktionen reagiert. Was für die|
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Gericht stoppt -Im besten Netz-: Wie ein Werbespruch zum juristischen Streit im deutschen Mobilfunkmarkt wurde
Das Verbot der Netzkennung ist kein isolierter Einzelfall, sondern Teil einer größeren Entwicklung im digitalen Wettbewerb. Unternehmen testen neue Werbeformen, während Gerichte die Grenzen definieren. Die Entscheidung macht deutlich, dass selbst ein kurzer Slogan wie "Im besten Netz" juristische Konsequenzen haben kann, wenn er im falschen Kontext erscheint.
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Gericht verbietet Netzkennung Im besten Netz --Hintergründe, Urteil und Folgen für die Telekom --Bild: © tarifrechner.de |
Für die Telekom bedeutet der Fall einen Rückschritt in der konkreten Kampagne, aber auch eine wichtige Lektion über die Sensibilität technischer Anzeigen. Für Verbraucher zeigt er, wie stark Marketing inzwischen in den Alltag integriert ist und wie wichtig klare Regeln bleiben.
Die Idee hinter der Kampagne "Im besten Netz"
Im Januar 2026 änderte die Telekom auf Millionen Smartphones die Netzkennung. Statt des üblichen Namens erschien plötzlich der Claim "Im besten Netz". Laut Unternehmen war dies Teil einer umfassenden Marketingstrategie, die das eigene Mobilfunknetz als besonders leistungsfähig positionieren sollte. :contentReference[oaicite:0]{index=0}
Die Anzeige befand sich nicht in einer App oder Werbung, sondern direkt in der Statusleiste des Smartphones. Genau das machte die Aktion besonders sichtbar und gleichzeitig juristisch heikel. Viele Nutzer nahmen die Änderung zunächst als technische Information wahr, obwohl es sich faktisch um Werbung handelte.
Warum die Netzkennung mehr als nur ein Detail ist
Die Netzkennung gilt normalerweise als rein funktionale Anzeige. Sie zeigt an, mit welchem Anbieter ein Gerät verbunden ist. Indem die Telekom diesen Bereich für Marketing nutzte, verschob sich die Grenze zwischen Information und Werbung. Experten sehen darin einen neuen Trend: Werbung wird zunehmend in Systeme integriert, die Nutzer als neutral ansehen.
Klage von 1&1 und Verbraucherschützern
Der Streit begann, als Wettbewerber und Verbraucherschutzorganisationen gegen die Nutzung der Netzkennung "Im besten Netz" vorgingen. Kritisiert wurde vor allem die Wirkung des Slogans. Superlative wie "bestes Netz" können im Wettbewerbsrecht problematisch sein, wenn sie wie objektive Fakten erscheinen.
Aus Sicht der Kritiker vermittelte die Anzeige eine Art Qualitätsurteil, obwohl es sich lediglich um eine Werbeaussage handelte. Gerade weil die Netzkennung technisch wirkt, könnten Nutzer den Claim als neutral interpretieren. Dieser Punkt wurde zu einem zentralen Argument vor Gericht.
Die juristischen Argumente im Überblick
| Partei | Argument | Ziel |
|---|---|---|
| 1&1 | Werbung mit Superlativ könne Wettbewerb verzerren | Unterlassung der Netzkennung |
| Verbraucherschützer | Anzeige könne Nutzer täuschen oder beeinflussen | Transparenz und klare Trennung von Werbung |
| Telekom | Claim basiere auf Netztests und Marketingfreiheit | Fortsetzung der Kampagne |
Das Urteil: Warum das Gericht einschritt
Das Gericht kam schließlich zu dem Schluss, dass die Verwendung der Netzkennung "Im besten Netz" problematisch sei. Entscheidender Punkt war die mögliche Irreführung. Ein durchschnittlicher Nutzer könne die Anzeige als objektive Qualitätsaussage verstehen, obwohl es sich um Werbung handelt.
In Deutschland wird Werbung streng geprüft, insbesondere wenn sie technische Elemente nutzt. Wenn ein Claim wie eine offizielle Information erscheint, kann das gegen Wettbewerbsrecht verstoßen. Genau diese Grenze sah das Gericht überschritten.
Welche Rolle Netztests spielen
Die Telekom verweist häufig auf gute Ergebnisse in unabhängigen Tests, die dem Unternehmen regelmäßig hohe Netzqualität bescheinigen. Doch selbst gute Testergebnisse reichen juristisch nicht automatisch aus, um einen absoluten Superlativ dauerhaft zu rechtfertigen.
Reaktion der Telekom auf das Verbot
Nach der Entscheidung zog das Unternehmen Konsequenzen und beendete die Anzeige der Netzkennung in ihrer bisherigen Form. Die Kampagne selbst lief weiter, allerdings ohne die direkte Integration in die Smartphone-Anzeige. Damit versuchte die Telekom, das Risiko weiterer juristischer Konflikte zu minimieren.
Das Unternehmen hatte die Aktion ursprünglich als Teil einer 360-Grad-Werbestrategie geplant, die Fernsehen, Online-Marketing und mobile Geräte miteinander verbindet. Der Streit zeigt, wie schnell neue Marketingideen in einem regulierten Markt auf rechtliche Grenzen stoßen können.
Warum der Fall für die Branche wichtig ist
Der Konflikt geht weit über einen einzelnen Slogan hinaus. Die Entscheidung betrifft die grundsätzliche Frage, wie weit Anbieter in Systembereiche von Geräten eingreifen dürfen, um Werbung zu platzieren. Branchenbeobachter sehen darin einen möglichen Präzedenzfall für zukünftige Kampagnen.
Neue Regeln für Werbung im Systembereich
Smartphones sind heute zentrale Alltagsgeräte. Wenn Werbung direkt in Systemanzeigen erscheint, wird sie stärker wahrgenommen als klassische Banner. Genau deshalb prüfen Gerichte solche Maßnahmen besonders streng. Unternehmen müssen künftig genauer abwägen, wie weit sie technische Elemente für Marketing nutzen.
Auswirkungen auf Verbraucher
Für Kunden hatte die Netzkennung "Im besten Netz" zunächst keine funktionalen Folgen. Das Netz blieb technisch unverändert. Dennoch löste die Aktion Diskussionen über Transparenz aus. Viele Nutzer fühlten sich durch die ungefragte Änderung irritiert.
Verbraucherschützer argumentieren, dass technische Anzeigen neutral bleiben sollten. Wenn Marketing dort auftaucht, könne das Vertrauen in die Darstellung auf dem Gerät sinken. Genau dieses Vertrauen gilt als wichtiger Faktor im digitalen Alltag.
Was sich für Nutzer konkret ändern könnte
| Bereich | Mögliche Veränderung | Folge für Nutzer |
|---|---|---|
| Netzkennungen | Strengere Regulierung von Werbeslogans | Neutralere Anzeige auf dem Smartphone |
| Marketingstrategien | Mehr Fokus auf klassische Werbung | Weniger Eingriffe ins Systemdesign |
| Transparenz | Klare Kennzeichnung von Werbung | Besser verständliche Informationen |
Der Wettbewerb im deutschen Mobilfunkmarkt
Der Streit zeigt auch die Intensität des Wettbewerbs zwischen Netzbetreibern. Anbieter kämpfen nicht nur mit Tarifen oder Ausbauzahlen, sondern auch mit Image und Markenwahrnehmung. Begriffe wie "bestes Netz" haben deshalb eine enorme wirtschaftliche Bedeutung.
Jede Werbeaussage kann zum juristischen Streitpunkt werden, wenn Konkurrenten darin eine Verzerrung sehen. Das erklärt, warum sich Unternehmen und Verbraucherschützer regelmäßig vor Gericht begegnen.
Marketing versus Wettbewerbsrecht
In Deutschland gelten besonders strenge Regeln für vergleichende Werbung. Unternehmen dürfen ihre Leistung hervorheben, müssen aber sicherstellen, dass Aussagen nachvollziehbar sind. Superlative sind deshalb riskant. Sobald ein Claim absolut klingt, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Rechtsstreits.
Ein Blick in die Zukunft
Der Fall um die Netzkennung "Im besten Netz" könnte langfristig verändern, wie Telekommunikationsanbieter ihre Marken präsentieren. Marketing wird vermutlich stärker in klassische Kanäle verlagert, während Systemanzeigen wieder neutraler bleiben.
Gleichzeitig zeigt die Debatte, dass Nutzer sensibel auf Veränderungen reagieren, die direkt ihr Gerät betreffen. Vertrauen in Technik entsteht oft durch kleine Details. Genau diese Details stehen nun stärker im Fokus von Gerichten und Verbraucherschützern.
5G-Frequenzvergabe in Deutschland: Zwischen Urteil, Wettbewerb und Marktlösung
Die 5G-Frequenzvergabe in Deutschland steht erneut im Fokus der öffentlichen Debatte. Auslöser ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts Köln, das grundlegende Fragen zur Rechtmäßigkeit der bisherigen Vergabepraxis aufgeworfen hat. In diesem Zusammenhang hat das Energie- und Telekommunikationsunternehmen EWE ein umfassendes Rechtsgutachten vorgelegt, das nicht nur juristische Risiken aufzeigt, sondern auch einen möglichen Ausweg skizziert. Der Fall berührt zentrale Themen wie
Die aktuelle Debatte markiert einen möglichen Wendepunkt in der deutschen Mobilfunkregulierung. Das Rechtsgutachten von EWE zeigt, dass es Alternativen zur riskanten Neuversteigerung gibt. Entscheidend wird sein, ob die Bundesnetzagentur und die Marktteilnehmer den notwendigen Lösungswillen aufbringen.
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EWE Rechtsgutachten zur 5G-Frequenzvergabe: Alles zum Rechtsgutachten, Wettbewerb und Marktlösungen --Bild: © tarifrechner.de |
Gelingt dies, könnte die
Hintergrund der 5G-Frequenzvergabe
Die Vergabe der 5G-Frequenzen erfolgte in Deutschland im Jahr 2019 durch eine Auktion der BNetzA. Ziel war es, den Ausbau des Mobilfunknetzes voranzutreiben und den Wettbewerb zwischen Netzbetreibern zu stärken. Schon damals gab es Kritik an den Rahmenbedingungen, insbesondere von Diensteanbietern ohne eigenes Netz. Diese Kritik erhielt durch das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln im August 2024 neue Brisanz.
Das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln
Das Gericht bemängelte vor allem, dass die Zugangsbedingungen für Diensteanbieter nicht ausreichend rechtssicher ausgestaltet waren. Damit wurde ein Kernprinzip des Wettbewerbsrechts berührt. Laut Urteil hätte die 5G-Frequenzvergabe in dieser Form so nicht stattfinden dürfen. Die Konsequenz: Eine Wiederholung der Auktion wäre juristisch naheliegend, aber mit erheblichen Risiken verbunden.
Das Rechtsgutachten von EWE
Vor diesem Hintergrund ließ EWE ein Gutachten durch renommierte Wettbewerbsrechtler erstellen. Die Analyse kommt zu einem klaren Ergebnis: Ein einfaches Festhalten an der bisherigen Vergabe wäre rechtswidrig. Gleichzeitig zeigt das Gutachten, dass eine komplette Neuversteigerung nicht zwingend notwendig ist, wenn alternative Lösungen umgesetzt werden.
Autoren und Kernaussagen
Das Gutachten stammt von Prof. Dr. Jürgen Kühling, ehemaliger Vorsitzender der Monopolkommission, und Dr. Stefan Drechsler. Beide betonen, dass die rechtlichen Mängel durch eine gezielte Anpassung der Zugangsregeln behoben werden können. Entscheidend sei ein klares Bekenntnis zu diskriminierungsfreiem Wettbewerb.
Zentrale Forderungen des Gutachtens
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• Rechtssichere Ausgestaltung der Zugangsregeln
• Übertrag bewährter Prinzipien aus dem Festnetzmarkt
• Aktive Moderation durch die Bundesnetzagentur
Marktlösung statt Neuversteigerung
Eine der wichtigsten Aussagen des Gutachtens ist die Möglichkeit einer Marktlösung. Diese würde es erlauben, auf eine Wiederholung der Auktion zu verzichten und dennoch die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Voraussetzung ist, dass alle Marktteilnehmer bereit sind, konstruktiv mitzuwirken.
Was bedeutet eine Marktlösung konkret?
Im Kern geht es darum, Diensteanbietern einen fairen Zugang zu bestehenden Mobilfunknetzen zu ermöglichen. Vergleichbare Modelle existieren bereits im Festnetzbereich. Dort haben regulierte Vorleistungsprodukte dazu beigetragen, Wettbewerb und Investitionen in Einklang zu bringen.
| Kriterium | Neuversteigerung | Marktlösung |
|---|---|---|
| Rechtssicherheit | Hoch, aber zeitverzögert | Hoch bei klaren Regeln |
| Zeitaufwand | Mehrere Jahre | Kurz- bis mittelfristig |
| Marktrisiken | Sehr hoch | Begrenzbar |
| Wettbewerb | Ungewiss | Gezielt förderbar |
Rolle der Bundesnetzagentur
Die BNetzA nimmt in diesem Szenario eine Schlüsselrolle ein. Ohne ihre aktive Beteiligung ist eine Marktlösung kaum umsetzbar. Das Gutachten fordert ausdrücklich eine moderierende Funktion der Behörde, um zwischen Netzbetreibern und Diensteanbietern zu vermitteln.
Regulierung mit Augenmaß
Dabei geht es nicht um zusätzliche Bürokratie, sondern um klare, einklagbare Regeln. Diese sollen Investitionen schützen und gleichzeitig neuen Anbietern den Markteintritt erleichtern. Ein solcher Ansatz könnte langfristig das Vertrauen in die Regulierung stärken.
Position von EWE
EWE betont, dass es dem Unternehmen nicht um Konfrontation geht. Vielmehr signalisiert der Konzern Bereitschaft zum Kompromiss. Im Gegenzug für einen fairen Zugang zum Mobilfunknetz wäre EWE sogar bereit, auf bestimmte Rechte aus dem Gerichtsurteil zu verzichten.
Wettbewerb als Leitmotiv
Aus Sicht von EWE ist fairer Wettbewerb die Grundlage für einen funktionierenden Mobilfunkmarkt. Nur wenn Diensteanbieter realistische Chancen haben, können Innovation und flächendeckende Versorgung vorangetrieben werden. Eine erneute Auktion würde hingegen Zeit und Vertrauen kosten.
Auswirkungen auf den Mobilfunkmarkt
Die Diskussion um die 5G-Frequenzvergabe hat weitreichende Folgen. Sie betrifft nicht nur große Netzbetreiber, sondern auch regionale Anbieter und letztlich die Verbraucher. Ein offener Markt könnte zu besseren Tarifen und innovativen Angeboten führen.
Chancen für Verbraucher und Wirtschaft
Ein stabiler Rechtsrahmen schafft Planungssicherheit. Unternehmen können investieren, ohne spätere Rückabwicklungen befürchten zu müssen. Gleichzeitig profitieren Kunden von mehr Auswahl und potenziell niedrigeren Preisen.
| Bereich | Erwarteter Effekt |
|---|---|
| Investitionen | Stabilisierung und Planungssicherheit |
| Wettbewerb | Mehr Anbieter, mehr Vielfalt |
| Verbraucher | Bessere Tarife und Services |
| Regulierung | Höhere Akzeptanz |
Bundesnetzagentur startet 5G-Frequenzverfahren nach Gerichtspleite neu
Die Bundesnetzagentur steht nach einem Gerichtsurteil vor der Aufgabe, das 5G-Frequenzverfahren neu zu starten. Die bisherigen Regeln wurden für rechtswidrig erklärt, sodass nun ein transparentes und diskriminierungsfreies Verfahren entwickelt werden muss. Wir beleuchten -wie immer- die
Der Neustart des 5G-Frequenzverfahrens durch die Bundesnetzagentur ist eine direkte Folge der Gerichtspleite. Die kommenden Monate werden zeigen, ob eine Anpassung ohne neue Auktion möglich ist oder ob eine komplette Neuausschreibung erfolgen muss. Für die Netzbetreiber bedeutet dies Unsicherheit, für die Verbraucher jedoch die Chance auf bessere Angebote und Netzqualität. Klar ist: Die Entscheidung wird den deutschen Mobilfunkmarkt nachhaltig prägen.
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Bundesnetzagentur startet 5G-Frequenzverfahren nach Gerichtspleite neu --Bild: © tarifrechner.de |
Hintergrund der Gerichtsentscheidung
Im November 2025 hat das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerden der Bundesnetzagentur endgültig verworfen. Damit sind die Urteile des Verwaltungsgerichts Köln aus August 2024 rechtskräftig. Das Gericht stellte fest, dass die damaligen Auktionsregeln für die Frequenzen bei 2 GHz und 3,6 GHz gegen EU-Vorgaben verstießen. Besonders problematisch war die fehlende Unabhängigkeit der Präsidentenkammer, da das Bundesverkehrsministerium Einfluss genommen hatte.
Folgen der Entscheidung
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• Die milliardenschwere Auktion von 2019 (6,55 Mrd. Euro Einnahmen) gilt als rechtswidrig.
• Die bisherige Zuteilung der Frequenzen muss überprüft werden.
• Die Netzbetreiber stehen vor rechtlicher Unsicherheit.
Neustart des Verfahrens
Am 1. Dezember 2025 hat die Bundesnetzagentur eine öffentliche Anhörung gestartet. Bis zum 12. Dezember 2026 können Unternehmen und Interessengruppen Stellung nehmen. Ziel ist ein transparentes Verfahren, das Rechtsklarheit und Planungssicherheit schafft. Betroffen sind die Frequenzen bei 2 GHz und 3,6 GHz, die für den Ausbau von 5G entscheidend sind.
Zwei Handlungsoptionen
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• Anpassung ohne neue Auktion: Falls die Änderungen als unwesentlich gelten, könnten die bestehenden Nutzungsrechte angepasst werden.
• Komplette Neuausschreibung: Falls wesentliche Änderungen nötig sind, müsste eine neue Auktion stattfinden.
Auswirkungen auf den Markt
Die Entscheidung hat weitreichende Folgen für die Telekommunikationsbranche. Während die bisherigen Frequenzzuteilungen gültig bleiben, müssen die Netzbetreiber mit Unsicherheit rechnen. Eine neue Auktion könnte Milliarden bewegen und die Ausbaupläne direkt beeinflussen.
Mögliche Gewinner und Verlierer
| Netzbetreiber | Chancen | Risiken |
|---|---|---|
| Telekom | Starke Marktposition, Ausbauvorsprung | Hohe Kosten bei neuer Auktion |
| Vodafone | Breite Kundenbasis | Unsicherheit bei Frequenzzuteilung |
| Telefónica | Chance auf bessere Konditionen | Finanzielle Belastung |
| 1&1 | Neue Chancen durch faire Regeln | Verzögerungen beim Ausbau |
| Freenet | Zugang zu Frequenzen möglich | Abhängigkeit von Auktionsergebnis |
Auswirkungen auf Verbraucher
Für die Verbraucher bedeutet der Neustart des 5G-Frequenzverfahrens sowohl Chancen als auch Risiken. Kurzfristig bleibt die Versorgung stabil, da die bisherigen Zuteilungen gültig sind. Langfristig könnte mehr Wettbewerb zu besserer Netzqualität und günstigeren Tarifen führen. Verzögerungen beim Ausbau sind jedoch nicht ausgeschlossen.
Vorteile für Verbraucher
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• Bessere Netzqualität durch Wettbewerb
• Günstigere Tarife durch neue Anbieter
• Langfristige Planungssicherheit
Nachteile für Verbraucher
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• Verzögerungen beim Ausbau von 5G
• Unsicherheit bei der Netzabdeckung
Bundesverwaltungsgericht: Die 5G-Auktion 2019 - endgültig rechtswidrig erklärt
Die 5G-Auktion 2019 gilt nun endgültig als rechtswidrig. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte die Urteile des Verwaltungsgerichts Köln und stellte fest, dass die damaligen Vergaberegeln gegen europäische Vorgaben verstießen. Damit endet ein jahrelanger Rechtsstreit, der die deutsche Telekommunikationsbranche nachhaltig beeinflusst.Die 5G-Auktion 2019 war ein historisches Ereignis, das nun als rechtswidrig gilt. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zwingt die Bundesnetzagentur, die Vergabe neu zu gestalten. Für den Markt bedeutet dies Unsicherheit, aber auch Chancen auf mehr Wettbewerb und bessere Netzqualität.
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| Projekt 6G-TakeOff: Die Zukunft der Mobilfunktechnologie --Bild: © tarifrechner.de |
Hintergrund der 5G-Frequenzvergabe
Zwischen März und Juni 2019 versteigerte die Bundesnetzagentur erstmals in der deutschen Geschichte 5G-Frequenzen im Bereich von 2 GHz und 3,6 GHz. Vier Anbieter erhielten den Zuschlag: Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und erstmals auch 1&1 Drillisch. Nach 497 Bietrunden erzielte der Staat Einnahmen von rund 6,55 Milliarden Euro.
Die Kritik an der Auktion
Schon damals kritisierten Branchenexperten die hohen Gebote als Investitionsbremse für den Netzausbau. Zudem wurde bemängelt, dass die Diensteanbieter-Verpflichtung nicht klar genug geregelt war. Kleinere Anbieter wie Freenet und EWE TEL sahen sich benachteiligt und klagten gegen die Bedingungen.
Warum die Auktion rechtswidrig war
Das Gericht stellte fest, dass die Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur nicht unabhängig genug agierte. Das Bundesverkehrsministerium unter Andreas Scheuer (CSU) habe Einfluss genommen und eine verbindliche Öffnung der Netze für Drittanbieter verhindert. Damit wurde die unionsrechtlich geforderte Unabhängigkeit der Behörde verletzt.
Die Rolle der Politik
Die damalige politische Einflussnahme führte dazu, dass die Auktion nicht den Anforderungen eines transparenten und diskriminierungsfreien Verfahrens entsprach. Besonders die Verhinderung einer klaren Diensteanbieter-Verpflichtung gilt als zentraler Fehler.
Folgen des Urteils
Die Bundesnetzagentur muss das Verfahren neu aufrollen. Bis dahin behalten die bisherigen Frequenzzuteilungen ihre Gültigkeit. Für die großen Netzbetreiber bedeutet dies eine Phase der Unsicherheit, während kleinere Anbieter Chancen auf einen faireren Zugang erhalten.
Auswirkungen auf Netzbetreiber
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• Telekom, Vodafone und Telefónica müssen prüfen, ob ihre Frequenzblöcke langfristig Bestand haben.
• 1&1 Drillisch könnte durch neue Regeln beim Netzausbau unterstützt werden.
• Kleinere Anbieter wie Freenet oder EWE TEL könnten künftig besseren Zugang erhalten.
Auswirkungen auf Verbraucher
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• Langfristig mehr Wettbewerb und bessere Netzqualität.
• Möglicherweise günstigere Tarife.
• Kurzfristig Verzögerungen beim 5G-Ausbau.
Tabelle: Anbieter und Frequenzen
| Anbieter | Frequenzbereich | Gebot | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Deutsche Telekom | 2 GHz, 3,6 GHz | 2,17 Mrd. € | |
| Vodafone | 2 GHz, 3,6 GHz | 1,88 Mrd. € | |
| Telefónica | 2 GHz, 3,6 GHz | 1,42 Mrd. € | |
| 1&1 Drillisch | 3,6 GHz | 1,06 Mrd. € |
Langfristige Perspektiven
Das Urteil könnte den Weg für eine gerechtere Vergabe ebnen. Eine klare Diensteanbieter-Verpflichtung würde den Wettbewerb stärken und den Zugang für kleinere Anbieter erleichtern. Für Verbraucher bedeutet dies langfristig mehr Auswahl und bessere Preise.
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