CeBIT: Mobile Sicherheit bei Firmen noch unzureichend• 13.03.06 Zahlreiche CeBIT-Aussteller widmen sich dem Thema Mobile
Sicherheit an ihren Ständen. Nur 19,4 Prozent aller deutschen Unternehmen
haben bereits Vorkehrungen zum Schutz ihrer mobilen Informationssysteme
getroffen. Das zeigt die Studie "IT-Security 2005" der InformationWeek, die
zusammen mit Steria Mummert Consulting ausgewertet wurde.
Knapp die Hälfte der Mitarbeiter der befragten Unternehmen ist mit mobilen
Geräten wie Notebook, PDA, Handheld oder Mobiltelefon ausgestattet. Das ist im
Vergleich zu 2004 ein Anstieg um gut drei Prozent. Im selben Zeitraum erhöhte
sich der Einsatz von Instrumenten zum Schutz der mobilen Geräte um 5,1
Prozent. Angesichts der zunehmenden Bedrohung mobiler Netzwerke reicht dies
aus Expertensicht nicht aus. Zwar ist die Bereitschaft, die Sicherheit der
mobilen Übertragungswege zu erhöhen, im Vergleich zu 2004 um 20 Prozent
gestiegen, doch gaben lediglich 19,4 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen
an, über eine ausführliche Security Policy zu verfügen. Fast ebenso viele
(18,8 Prozent) erklärten hingegen, auf solche Vorkehrungen bisher zu
verzichten. Eine ausführliche Information der eigenen Mitarbeiter über
mögliche Sicherheitsmaßnahmen tut Not. Dies würde auch zu der von 31,9 Prozent
der Befragten angestrebten Verbesserung der Anwendungssicherheit
führen. Immerhin 20,6 Prozent gaben an, sich die Entwicklung einer
entsprechenden Policy zum Ziel gesetzt zu haben.
Weitere Maßnahmen, um die mobile Sicherheit zu vergrößern, sind
Passwort-Authentifizierung (20,8 Prozent), die trotz einfacher
Realisierbarkeit noch längst nicht Standard ist, und Security Audits (18,8
Prozent) durch externe Sicherheitsdienstleister. Zusätzlich gilt die
Aufmerksamkeit der Sicherheitsexperten im Bereich der mobilen IT der
Virenabwehr (32,5 Prozent). Diese haben sich bereits so weit entwickelt, dass
sie von einem Desktop-PC auf einen mobilen Handheld überspringen können. Sie
haben die Fähigkeit entwickelt, Betriebssysteme voneinander zu
unterscheiden. Dass ein identischer Trojaner zwei unterschiedliche Systeme
befällt, ist eine völlig neue Erscheinung, die die Sicherheitsexperten in den
Unternehmen vor eine neue schwere Aufgabe stellt.
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