Telekom Q3 2026: 190.000 neue Glasfaserkunden, Mobilfunk legt zu
• 05.11.26 Die Deutsche Telekom meldet für das dritte Quartal 2026 einen neuen Rekord bei ihren Glasfaserkunden. Zwischen Juli und September kamen 190.000 Nutzer eines reinen Glasfaseranschlusses (FTTH) hinzu. Gleichzeitig gewann der Konzern in Deutschland 284.000 Mobilfunk-Vertragskunden unter eigenen Marken. Beim klassischen Breitbandgeschäft fällt das Wachstum|
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Telekom Q3 2026: Glasfaser und Mobilfunk wachsen unterschiedlich
Die am 5. November veröffentlichten Quartalszahlen der Deutschen Telekom zeigen eine deutliche Verschiebung innerhalb des deutschen Kundengeschäfts. Während die Nachfrage nach direkten Glasfaseranschlüssen wächst, verändert sich die Gesamtzahl der Breitbandkunden kaum. Der Mobilfunk bleibt dagegen ein wesentlicher Wachstumstreiber.
Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen den 190.000 neu gewonnenen FTTH-Nutzern und dem Nettozuwachs von nur 11.000 Breitbandanschlüssen. Ein großer Teil der Glasfaserentwicklung entfällt offenbar auf den Wechsel bereits bestehender Kunden zu einer anderen Anschlusstechnologie. Die Quartalszahlen weisen allerdings nicht aus, wie viele der 190.000 FTTH-Neukunden zuvor bereits einen Telekom-Breitbandanschluss nutzten.
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Telekom Q3 2026: Glasfaserrekord und mehr Mobilfunkkunden -Bild: © TelefonTarifrechner.de/Telekom |
Telekom gewinnt 190.000 neue FTTH-Kunden im dritten Quartal
Die Telekom spricht beim Glasfasergeschäft von einem neuen Quartalsrekord. 190.000 Kunden begannen zwischen Juli und September 2026, einen direkten Glasfaseranschluss zu nutzen. FTTH steht für "Fiber to the Home" und bezeichnet eine Glasfaserleitung, die bis in das Gebäude beziehungsweise die Wohnung geführt wird.
Für die Einordnung ist diese Unterscheidung wichtig. Ein neu aktivierter FTTH-Anschluss bedeutet nicht zwangsläufig einen zusätzlichen Kunden für den gesamten Breitbandmarkt. Wechselt ein Haushalt von einem vorhandenen DSL- oder VDSL-Anschluss auf Glasfaser beim selben Anbieter, steigt die FTTH-Kundenzahl, nicht aber die Gesamtzahl der Breitbandanschlüsse.
Warum die Telekom-Breitbandzahlen kaum steigen
Ende September verzeichnete die Telekom in Deutschland 15,090 Millionen Breitbandanschlüsse. Ende Juni waren es 15,079 Millionen. Damit entspricht das Plus von 11.000 Anschlüssen lediglich rund 0,1 Prozent des Bestands. Im Vergleich zu September 2025 liegt die aktuelle Zahl sogar um 11.000 Anschlüsse niedriger.
Der Bestand aller Festnetzanschlüsse ging ebenfalls zurück. Er sank gegenüber Ende Juni um rund 86.000 auf 16,528 Millionen. Die Entwicklung zeigt, dass der Ausbau moderner Leitungen und ein steigender Kundenbestand nicht automatisch parallel verlaufen.
Breitbandkunden und Festnetzanschlüsse im Überblick
| Kennzahl Deutschland | 30.06.2026 | 30.09.2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Breitbandanschlüsse | 15,079 Mio. | 15,090 Mio. | +11.000 |
| Glasfaserbasierte Anschlüsse (FTTx) | 13,431 Mio. | 13,482 Mio. | +51.000 |
| Festnetzanschlüsse gesamt | 16,615 Mio. | 16,528 Mio. | rund -86.000 |
| TV-Anschlüsse (IPTV und Satellit) | 4,800 Mio. | 4,808 Mio. | +8.000 |
Die Zahlen stammen aus dem offiziellen Telekom-Zwischenbericht für Deutschland. Die dort ausgewiesenen 13,482 Millionen glasfaserbasierten Anschlüsse umfassen sämtliche FTTx-Technologien. Dazu zählen neben FTTH auch FTTC beziehungsweise VDSL und Vectoring.
Diese 13,482 Millionen Anschlüsse dürfen deshalb nicht als reine FTTH-Kundenanschlüsse bezeichnet werden. Ein separater FTTH-Bestand lässt sich aus dieser Tabelle nicht ablesen. Die gemeldeten 190.000 FTTH-Neukunden sind eine eigenständige operative Kennzahl.
Telekom-Mobilfunk: 78,7 Millionen Anschlüsse in Deutschland
Deutlich stärker als das Breitbandgeschäft entwickelte sich der Mobilfunk. Zum Ende des dritten Quartals verzeichnete die Telekom 78,745 Millionen Mobilfunkanschlüsse in Deutschland. Ende Juni waren es 76,733 Millionen gewesen. Das entspricht einem Zuwachs von rund 2,01 Millionen Anschlüssen innerhalb von drei Monaten.
Allerdings handelt es sich bei dieser Gesamtzahl nicht ausschließlich um Menschen mit einem Smartphone. Enthalten sind auch weitere Mobilfunkverbindungen, insbesondere M2M-Karten für die Kommunikation zwischen technischen Geräten. Dazu gehören beispielsweise vernetzte Fahrzeuge und andere Anwendungen im Internet der Dinge.
284.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden unter eigenen Marken
Für die Entwicklung des klassischen Mobilfunkgeschäfts ist deshalb eine andere Zahl aussagekräftiger: Die Telekom gewann im dritten Quartal 284.000 Vertragskunden unter ihren eigenen Marken. Gleichzeitig wuchs der gesamte ausgewiesene Vertragskundenbestand um 322.000 auf 28,470 Millionen.
Die beiden Werte sind nicht widersprüchlich. Sie beschreiben unterschiedlich abgegrenzte Kundengruppen. Außerdem stiegen die Mobilfunk-Service-Umsätze in Deutschland gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,9 Prozent. Das Geschäft wuchs somit auch bei den laufenden Einnahmen aus Mobilfunkdiensten.
| Mobilfunk Deutschland | 30.06.2026 | 30.09.2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Mobilfunkanschlüsse gesamt | 76,733 Mio. | 78,745 Mio. | +2,012 Mio. |
| Vertragskunden gesamt | 28,148 Mio. | 28,470 Mio. | +322.000 |
| Neue Vertragskunden unter eigenen Marken | Q3 2026 | +284.000 | |
Im Jahresvergleich fällt das Wachstum ebenfalls deutlich aus. Ende September 2025 lag der gesamte Mobilfunkbestand bei 72,813 Millionen. Ein Jahr später waren es knapp 5,93 Millionen Anschlüsse mehr. Bei den Vertragskunden stieg der Bestand im gleichen Zeitraum um rund 1,06 Millionen.
Wer angesichts des Mobilfunkwachstums über einen Tarifwechsel nachdenkt, findet auf Telefontarifrechner.de einen Vergleich von Mobilfunktarifen im Telekom-Netz. Maßgeblich bleiben neben dem Monatspreis die enthaltene Datenmenge, das Geschwindigkeitslimit und die Vertragsbedingungen.
Telekom-Glasfaserausbau erreicht 14,4 Millionen Adressen
Neben den Kundenzahlen entwickelt sich auch die Infrastruktur weiter. Nach den offiziellen Ausbauzahlen konnten zum 30. September 2026 rund 14,4 Millionen Haushalte und Betriebe einen Glasfaseranschluss über das Telekom-Netz buchen. Allein im September kamen 255.000 neu erschlossene Adressen hinzu.
Ende August hatte der Anbieter noch 14,1 Millionen erreichbare Haushalte und Betriebe gemeldet. Der offizielle Glasfaser-Ausbaubericht vom Oktober bestätigt den fortgesetzten Netzausbau. An geeigneten Adressen werden dabei Tarifgeschwindigkeiten von bis zu 2.000 MBit/s angeboten.
Ausgebaut bedeutet nicht automatisch aktiviert
Eine Adresse, die im Rahmen des Glasfaserausbaus als erreichbar gilt, ist nicht zwangsläufig bereits mit einem aktiv genutzten Anschluss versorgt. Zwischen verfügbarer Infrastruktur und tatsächlicher Kundennutzung können erhebliche Unterschiede bestehen.
Auch technische und vertragliche Voraussetzungen spielen eine Rolle. Ein Haushalt benötigt einen passenden Anschluss und einen entsprechenden Tarif, um höhere Geschwindigkeiten tatsächlich nutzen zu können. Die bundesweiten Ausbauzahlen ersetzen deshalb keine individuelle Verfügbarkeitsprüfung.
Bereits im Sommer hatte die Telekom über neue Rekordwerte beim Glasfaserausbau berichtet. Der Bericht zum Telekom-Glasfaserausbau im Juli 2026 liefert ergänzende Informationen zur Entwicklung der erschlossenen Adressen.
5G-Ausbau: Telekom versorgt rund 99 Prozent der Bevölkerung
Im Mobilfunk erreicht das 5G-Netz der Telekom nach eigenen Angaben zum Ende des dritten Quartals rund 99 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Die Kennzahl beschreibt die Bevölkerungsabdeckung, nicht die flächendeckende Versorgung jeder Straße, jedes Gebäudes oder jeder ländlichen Fläche.
Auch die Erweiterung der Netzkapazitäten geht weiter. Im August nahm der Konzern 115 neue Mobilfunkstandorte in Betrieb. An 401 bestehenden Standorten wurde die Kapazität erhöht. Damit sollen vor allem zusätzliche Nutzer und größere mobile Datenmengen besser versorgt werden.
Für Verbraucher bleibt entscheidend, wie gut das Netz am eigenen Standort funktioniert. Gebäude, Topografie, Entfernung zur Funkanlage und die aktuelle Auslastung können die tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeiten beeinflussen.
Eine unabhängige Ergänzung zu den Angaben des Netzbetreibers bietet die Bundesnetzagentur mit ihrem Mobilfunk-Monitoring. Die dortigen Karten und Versorgungsdaten helfen bei der regionalen Einordnung, können aber andere Erhebungszeitpunkte zugrunde legen.
Was der Glasfaser- und 5G-Ausbau für Verbraucher bedeutet
Für Haushalte mit einem bestehenden DSL- oder VDSL-Anschluss stellt sich die Frage, wann sich ein Wechsel auf FTTH lohnt. Besonders bei regelmäßigen großen Downloads, Videokonferenzen und umfangreichen Cloud-Backups können höhere und stabilere Übertragungsraten nützlich sein. Die konkret erreichbare Leistung hängt jedoch vom gebuchten Tarif, der Anschlusstechnik und der Ausstattung im Haushalt ab.
Ein Glasfaseranschluss ist nicht automatisch günstiger als ein vergleichbarer DSL-Tarif. Neben dem Monatspreis sollten auch mögliche Einmalkosten, die Mindestvertragslaufzeit, ein später steigender Dauerpreis sowie die Routerkosten berücksichtigt werden.
Ein erster Überblick über unterschiedliche Angebote ist über den DSL- und Internet-Tarifvergleich möglich. Für einen konkreten Glasfasertarif muss anschließend geprüft werden, ob das jeweilige Angebot an der eigenen Adresse verfügbar ist.
Ähnlich verhält es sich beim Mobilfunk. Eine hohe bundesweite 5G-Abdeckung ersetzt nicht den Vergleich der tatsächlich benötigten Leistungen. Wer sein Smartphone überwiegend im WLAN nutzt, braucht nicht zwangsläufig einen sehr großen mobilen Datentarif. Vielnutzer sollten dagegen besonders auf Datenvolumen, Netzversorgung und mögliche Geschwindigkeitsbegrenzungen achten.
Telekom erhöht nach starkem Quartal die Prognose für 2026
Auch wirtschaftlich legte der Konzern im dritten Quartal zu. Der Umsatz erreichte 31,1 Milliarden Euro. Organisch, also bereinigt um Wechselkurseffekte und Veränderungen des Konsolidierungskreises, entspricht das einem Wachstum von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Das bereinigte EBITDA AL stieg organisch um 8,0 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss erhöhte sich um 12,7 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung des US-Geschäfts trägt maßgeblich zum Konzernergebnis bei.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Deutsche Telekom nun ein bereinigtes EBITDA AL von rund 47,6 Milliarden Euro. Die Prognose für den Free Cashflow AL wurde auf rund 20,1 Milliarden Euro angehoben. Außerdem plant der Vorstand eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie. Diese Finanzkennzahlen beschreiben die Konzernentwicklung und sind nicht mit dem Wachstum des deutschen Anschlussbestands gleichzusetzen.
Die entscheidenden Unterschiede zwischen Ausbau und Kundenzuwachs
Die Quartalszahlen machen deutlich, dass bei der Telekom drei Entwicklungen getrennt betrachtet werden müssen: die Erschließung neuer Glasfaseradressen, die Aktivierung von FTTH-Anschlüssen und die Veränderung des gesamten Breitbandkundenbestands.
Während die Telekom beim FTTH-Kundenzuwachs einen Quartalsrekord erreicht, bleibt das Netto-Wachstum bei Breitbandanschlüssen gering. Im Mobilfunk wächst der Vertragskundenbestand dagegen deutlich. Ob Kunden von den zusätzlichen Netzkapazitäten profitieren, entscheidet sich letztlich an der konkreten Verfügbarkeit und den Konditionen des jeweiligen Tarifs.
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DSL Tarife : Die besten DSL- und VDSL Tarife unter 25 Euro -Bild: © TelefonTarifrechner.de/KI |
FAQ: Telekom Breitband, Glasfaser und Mobilfunk 2026
Wie viele Breitbandkunden hat die Telekom im dritten Quartal 2026?
Die Telekom verzeichnete zum 30. September 2026 in Deutschland 15,090 Millionen Breitbandanschlüsse. Gegenüber Ende Juni entspricht das einem Zuwachs von 11.000 Anschlüssen.
Wie viele neue FTTH-Kunden hat die Telekom im dritten Quartal gewonnen?
Im dritten Quartal 2026 kamen nach Angaben der Telekom 190.000 Nutzer eines reinen Glasfaseranschlusses hinzu. Dabei können auch Bestandskunden enthalten sein, die von einem bisherigen Breitbandanschluss auf FTTH wechselten.
Wie viele Mobilfunkkunden hat die Telekom in Deutschland?
Zum 30. September 2026 meldete die Telekom insgesamt 78,745 Millionen Mobilfunkanschlüsse in Deutschland. Darunter befanden sich 28,470 Millionen Vertragskunden. Der Gesamtbestand enthält auch technische Mobilfunkverbindungen.
Wie weit ist der Telekom-Glasfaserausbau 2026?
Ende September 2026 waren nach Angaben des Unternehmens rund 14,4 Millionen Haushalte und Betriebe über das Telekom-Glasfasernetz erreichbar. Die tatsächliche Buchbarkeit und die verfügbaren Bandbreiten müssen adressbezogen geprüft werden.
Wie hoch ist die 5G-Netzabdeckung der Telekom?
Zum 30. September 2026 gab die Telekom eine 5G-Versorgung von rund 99 Prozent der Bevölkerung in Deutschland an. Das bedeutet nicht, dass 5G an jedem Standort und innerhalb jedes Gebäudes gleichermaßen verfügbar ist.
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