Gespräche vom Festnetz in die Mobilfunknetze bei Telekom noch zu teuer
• 11.12.07 Die EU-Kommission hat am 6. Dezember 2007 in einem Schreiben an die Bundesnetzagentur einen wettbewerbsverzerrenden und verbraucherunfreundlichen Missstand aufgrund der hohen Tarife, die für Gespräche in die Mobilfunknetze bei der Telekom verlangt werden, hingewiesen.
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Hintergrund der Diskussion sind unter anderem die im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent gesenkten Entgelte, die die Mobilfunknetzbetreiber für die Zustellung von Gesprächen in ihre Netze fordern dürfen. In wesentlichen Basisgesprächstarifen hatte die Deutsche Telekom ihren Festnetzkunden diese Absenkung nicht weitergegeben und stattdessen dankbar als Mehreinnahmen in einer strapazierten Ergebnisrechnung verbuchen können. Diese Mehreinnahmen belaufen sich nach E-Plus-Schätzungen im laufenden Jahr auf rund 200 Millionen Euro.
Zudem verlangt die Telekom in diesen Tarifen für Gespräche zu O2 und E-Plus deutlich höhere Preise, als dies durch die Entgeltunterschiede für Gespräche in die Netze der Marktführer gerechtfertigt wäre.
Mittlerweile verlangen die Call-by-Call Anbieter im Durchschnitt weniger als 10 Ct/Min., sogar Tarife dauerhaft unter 9 Ct/Min. sind im harten Preiskampf bei den Call-by-Call Anbieter zu beobachten. Derzeit verlangt die Telekom beim Standard analog Anschluss für Gespräche in die D-Netze (T-Mobile/Vodafone) 21,2 Ct/Min., in die E-Netze (E-Plus/O2) 23,4 Ct/Min.
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