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Vodafone-Gigabit erreicht jetzt 31 Millionen Haushalte

• 01.08.26 Vodafone meldet einen neuen Höchststand bei der Gigabit-Versorgung in Deutschland. Inzwischen sollen 31 Millionen Haushalte Gigabit-Internet von Vodafone buchen können. Allein im Juni nahm der Anbieter 130.000 weitere Glasfaseranschlüsse in die Vermarktung auf. Gleichzeitig wurde das bestehende Kabelnetz an zahlreichen
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Orten verstärkt. Das klingt nach einem großen Sprung beim Glasfaserausbau. Die Zahlen umfassen allerdings verschiedene Anschlusstechniken.

Vodafone baut Gigabit-Netz weiter aus

Große Ausbauzahl, wichtiger Unterschied:

Drei Viertel der Bevölkerung können laut Vodafone einen Gigabit-Anschluss buchen. Echte Glasfaser bis ins Haus steckt aber längst nicht hinter jedem Angebot.

Vodafone verliert Kunden: Alarm im Mobilfunkmarkt
Vodafone-Gigabit erreicht jetzt 31 Millionen Haushalte
-Bild: © Vodafone/Tarifrechner.de/KI

Vodafone-Gigabit für 31 Millionen Haushalte: Das Wichtigste

    • 31 Millionen Haushalte können laut Vodafone einen Anschluss mit bis zu 1.000 Mbit/s buchen.
    • Das Angebot erreicht nach Angaben des Unternehmens rund 75 Prozent der Bevölkerung.
    • Im Juni kamen 130.000 vermarktbare Glasfaseranschlüsse hinzu.
    • Vodafone führte 159 Netzmodernisierungen in 63 Städten und Gemeinden durch.
    • Von den Arbeiten im Kabelnetz sollen rund 40.000 Haushalte profitieren.
    • Die gesamte Glasfaserreichweite von Vodafone liegt bei 14,8 Millionen Haushalten.

Die Zahlen stammen aus dem aktuellen Gigabit-Update von Vodafone. Sie zeigen vor allem, wie viele Anschlüsse grundsätzlich buchbar sind. Ob Vodafone eine bestimmte Adresse tatsächlich versorgt, muss weiterhin einzeln geprüft werden.

31 Millionen Anschlüsse bedeuten nicht 31 Millionen FTTH-Haushalte

Entscheidend ist die verwendete Technik. Hinter Vodafone Gigabit Internet kann ein Kabelanschluss oder ein reiner Glasfaseranschluss stecken. Beide Varianten schaffen im Download bis zu 1.000 Mbit/s, technisch unterscheiden sie sich jedoch deutlich.

Im Kabelnetz reicht die Glasfaser meist nur bis zu einem Verteiler in der Nähe. Den letzten Abschnitt zum Haus oder zur Wohnung übernimmt ein Koaxialkabel. Mehrere Haushalte teilen sich dabei einen Netzbereich. Bei FTTH, also Fiber to the Home, führt die Glasfaser dagegen bis ins Gebäude oder direkt in die Wohnung.

Vodafone Kabel und Glasfaser im direkten Vergleich
Merkmal Kabel-Gigabit FTTH-Glasfaser
Leitung bis zum Haus Koaxialkabel auf dem letzten Abschnitt Durchgehende Glasfaser
Maximaler Download Bis zu 1.000 Mbit/s Bis zu 1.000 Mbit/s oder mehr
Upload Meist deutlich niedriger In der Regel höher
Bandbreite Wird im Netzsegment geteilt Hohe, stabil planbare Kapazität
Ausbauaufwand Vorhandenes Kabelnetz wird modernisiert Neue Leitung bis zum Gebäude nötig

Ein Gigabit-Anschluss ist daher nicht automatisch ein reiner Glasfaseranschluss. Der Unterschied spielt vor allem beim Upload eine Rolle, etwa für große Dateien, Cloudspeicher, Videokonferenzen oder mehrere gleichzeitig aktive Nutzer im Haushalt.

159 Modernisierungen sollen das Kabelnetz stabiler machen

Vodafone hat im Juni nach eigenen Angaben 159 technische Maßnahmen in 63 Städten und Gemeinden abgeschlossen. Rund 40.000 Haushalte sollen dadurch mehr Netzkapazität erhalten. Besonders häufig wurde in Bad Urach, Hannover und Heidelberg gearbeitet.

Ein großer Teil der Arbeiten besteht aus sogenannten Segmentierungen. Vodafone teilt dabei einen stark genutzten Netzbereich in kleinere Abschnitte. Weniger Anschlüsse teilen sich anschließend die vorhandene Kapazität. Das macht sich vor allem am Abend bemerkbar, wenn viele Haushalte gleichzeitig streamen, spielen oder an Videokonferenzen teilnehmen.

Was eine Segmentierung im Alltag verändert

Eine Segmentierung erhöht nicht die gebuchte Höchstgeschwindigkeit. Aus einem Tarif mit 500 Mbit/s wird also kein Gigabit-Anschluss. Die vorhandene Leistung kann bei hoher Auslastung aber gleichmäßiger ankommen und seltener einbrechen.

Daneben setzt Vodafone auf Fiber Deep. Dabei wird die Glasfaser weiter in bestehende Kabelnetzbereiche hineingeführt. Die verbleibenden Koaxialstrecken werden kürzer, wodurch das Netz zusätzliche Kapazität erhält.

Vodafone Glasfaser erreicht 14,8 Millionen Haushalte

Neben dem Kabelnetz wächst die Vodafone Glasfaser Verfügbarkeit. Nach Angaben des Unternehmens können inzwischen 14,8 Millionen Haushalte Glasfaserangebote über Vodafone buchen. Gegenüber dem Vormonat kamen 130.000 vermarktbare Anschlüsse hinzu.

Diese Zahl steht jedoch nicht für 14,8 Millionen vollständig angeschlossene oder bereits aktive FTTH-Haushalte. Vodafone baut auch nicht jede Leitung selbst. Ein Teil der Reichweite stammt aus eigenen Projekten, ein weiterer aus Kooperationen und offenen Glasfasernetzen anderer Betreiber.

Wie weit Ausbau und tatsächliche Nutzung noch auseinanderliegen, zeigen Zahlen der Bundesnetzagentur zur Glasfaserversorgung. Mitte 2025 waren demnach deutlich mehr Anschlüsse grundsätzlich für Glasfaser vorbereitet als vollständig bis zum Endkunden ausgebaut.

OXG liefert Vodafone zusätzliche FTTH-Reichweite

Beim Vodafone Glasfaserausbau 2026 spielt die Open Access Glasfaser GmbH, kurz OXG, eine wichtige Rolle. An dem Gemeinschaftsunternehmen sind Vodafone und der Infrastrukturinvestor Altice beteiligt. OXG baut offene FTTH-Netze, über die neben Vodafone grundsätzlich auch andere Anbieter ihre Tarife verkaufen können.

Vodafone vermarktet nach eigenen Angaben bereits 1,65 Millionen Anschlüsse im OXG-Netz. Im Juni kündigte OXG weitere Ausbauarbeiten für insgesamt 30.000 Haushalte in Hannover und Braunschweig an. Rund 840.000 Haushalte gelten innerhalb der OXG-Infrastruktur bereits als Homes Passed.

Homes Passed ist noch kein fertiger Hausanschluss

Homes Passed bedeutet, dass die Glasfaserleitung am Grundstück oder in unmittelbarer Nähe vorbeiführt. Für einen nutzbaren Anschluss fehlt häufig noch die Leitung auf das Grundstück und ins Gebäude. Eigentümer müssen diesem Schritt in der Regel zustimmen.

Für Verbraucher zählt deshalb weniger die große Ausbauzahl als die konkrete Adresse. Über die Vodafone-Verfügbarkeitsprüfung bei Telefontarifrechner.de lässt sich feststellen, ob DSL, Kabel oder Glasfaser am eigenen Wohnort angeboten wird.

Neue Glasfaserprojekte im Enzkreis, Freiburg und Günzburg

Auch bei den regionalen Ausbauprojekten geht es weiter. Im Enzkreis nutzen laut Vodafone inzwischen die ersten 1.000 Kunden das neue Glasfasernetz. Weitere Anschaltungen sollen folgen.

In Freiburg-Hochdorf, Freiburg-Waltershofen und Umkirch haben Vodafone und Meridiam Glasfaser mit dem Ausbau für bis zu 5.600 Haushalte begonnen. Im Landkreis Günzburg ist ein weiteres Projekt für bis zu 8.200 Haushalte geplant.

Aktuelle Vodafone-Glasfaserprojekte im Überblick
Region Projektstand Betroffene Haushalte oder Kunden
Enzkreis Erste Anschlüsse aktiv 1.000 Kunden nutzen das Netz
Freiburg und Umkirch Ausbau gestartet Bis zu 5.600 Haushalte
Landkreis Günzburg Ausbau beschlossen Bis zu 8.200 Haushalte
Hannover und Braunschweig OXG-Ausbau angekündigt Weitere 30.000 Haushalte

Was der Vodafone-Netzausbau Verbrauchern bringt

Mehr Haushalte können inzwischen zwischen DSL, Kabel und Glasfaser wählen. In modernisierten Kabelsegmenten steigt außerdem die Chance, dass die gebuchte Geschwindigkeit auch während der Hauptnutzungszeit stabiler ankommt.

Wie gut ein Anschluss läuft, lässt sich daraus trotzdem nicht pauschal ableiten. Im Kabelnetz hängt die Leistung unter anderem von der Auslastung im jeweiligen Segment ab. Bei FTTH spielen der gebuchte Tarif, die Hausverkabelung, der Router und das verwendete WLAN ebenfalls eine Rolle.

Vor dem Tarifabschluss sollten Haushalte vier Punkte prüfen

  1. Anschlusstechnik prüfen: Kabel-Gigabit und FTTH sind nicht dasselbe.
  2. Upload beachten: Für Cloudspeicher, Videos und Homeoffice kann er wichtiger sein als der maximale Download.
  3. Gesamtkosten vergleichen: Aktionspreise gelten häufig nur für eine begrenzte Zeit.
  4. Geschwindigkeit messen: Die tatsächliche Leistung kann mit der offiziellen Breitbandmessung der Bundesnetzagentur überprüft werden.

Die Zahl von 31 Millionen Haushalten sagt daher noch wenig über den einzelnen Anschluss aus. Wichtiger sind die Technik an der eigenen Adresse, der dauerhafte Tarifpreis und die Geschwindigkeit, die später tatsächlich ankommt.

Fazit: Große Gigabit-Reichweite mit zwei unterschiedlichen Netzen

Vodafone erreicht nach eigenen Angaben 31 Millionen Haushalte mit Gigabit-Internet. Möglich wird das durch die Kombination aus dem weit verbreiteten Kabelnetz, neuen FTTH-Leitungen und Vermarktungspartnerschaften.

Ein Gigabit-Kabelanschluss kann für Streaming, Gaming und Homeoffice vollkommen ausreichen. Ein FTTH-Anschluss bietet meist mehr Reserven beim Upload und lässt sich langfristig leichter auf höhere Datenraten ausbauen.

Der Vodafone Netzausbau bringt an vielen Orten spürbare Verbesserungen. Vor einem Tarifabschluss sollte dennoch geprüft werden, welche Anschlusstechnik tatsächlich am Haus liegt. Die große Gigabit-Zahl allein beantwortet diese Frage nicht.

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FAQ zum Vodafone Gigabit Internet

Wie viele Haushalte erreicht Vodafone mit Gigabit-Internet?

Vodafone gibt an, inzwischen 31 Millionen Haushalte in Deutschland mit Anschlüssen von bis zu 1.000 Mbit/s erreichen zu können. Darin enthalten sind Kabelanschlüsse und Glasfaserangebote.

Ist Vodafone-Gigabit immer ein echter Glasfaseranschluss?

Nein. Ein großer Teil der Vodafone-Gigabit-Reichweite basiert auf dem Kabelnetz. Bei einem FTTH-Anschluss reicht die Glasfaser dagegen bis ins Gebäude oder direkt in die Wohnung.

Was bringen die Netzmodernisierungen im Kabelnetz?

Segmentierungen und Fiber-Deep-Maßnahmen schaffen zusätzliche Kapazität. Weniger Haushalte teilen sich anschließend einen Netzbereich, was die Verbindung besonders zu stark genutzten Zeiten stabilisieren kann.

Wie lässt sich die Vodafone Glasfaser Verfügbarkeit prüfen?

Die Verfügbarkeit muss für jede Adresse einzeln abgefragt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, ob Vodafone DSL, Kabel-Internet oder einen FTTH-Glasfaseranschluss anbietet.

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