Verbraucherzentrale kritisiert Extra-Gebühren bei Telefonanbietern
• 22.08.12 Oftmals lassen sich die Mobilfunkprovider und Telekommunikationsanbieter ihre Dienste fürstlich belohnen. So verlangen laut den Verbraucherschützern einige Telekommunikationsanbieter hohe Gebühren für Rücklastschriften und Mahnungen. Auch Restguthaben aus einem Prepaid-Vertrag zahlen einige nicht oder nur gegen Zusatzentgelt aus.
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Diese Situation haben vielen Kunden bei der Kündigung eines Prepaid-Vertrages. Auch das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht hatte nach einer Klage gegen Klarmobil am 27. März 2012 entschieden, dass für die Auszahlung keine Gebühr verlangt werden darf.
Laut Gericht stellt die Auszahlung keine echte Leistung dar, weil der Kunde ohnehin Anspruch darauf habe. Viele Anbieter halten sich aber nicht an diese Urteile und greifen bei den Verbrauchern weiterhin tief in die Tasche, so die Verbraucherschützer. Auch bei den Mahngebühren gibt es Streitigkeiten. Unternehmen verlangen pro Mahnung bis zu 15 Euro. Zum Teil sollten die Kunden sogar eine Mahngebühr zahlen, ohne überhaupt mit ihrer Zahlung im Verzug zu sein. Auch die Rückgabe einer Lastschrift wegen eines ungedeckten Kontos sollten Kunden mit bis zu 20,95 Euro büßen. Das Schleswig-Holsteinische OLG hat Mahngebühren in Höhe von 9,95 Euro sowie Rücklastschriftgebühren in Höhe von 19,95 Euro schon für unzulässig erklärt, weil diese den zu erwartenden Schaden weit übersteigen würden.
Bisher haben 17 Unternehmen eine Unterlassungserklärung gegenüber der Verbraucherzentrale abgegeben und ihre Vertragsbedingungen geändert. Darüber hinaus reichten die Verbraucherzentralen bislang in fünf Fällen Klage ein.
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