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Whatsapp Abschaltung 2022: WhatsApp Support auf Apples iOS 10 und 11 auch Android 4 wird beendet

• 30.09.22 Ab dem kommenden Oktober wird es wohl für viele WhatsApp Nutzer ein böses Erwachen geben. Denn dann sind viele WhatsApp Nutzer abgeschaltet. Betroffen von der Abschaltung sind alle älteren Systeme von iOS 10 und iOS11, Windows und auch Android. So kann man entweder ein Update machen oder man sollte noch schnell eine Datensicherung machen und kann dann in Ruhe auf ein neues Smartphone wechseln. Wir zeigen Ihnen die iPhone Versionen auf, welche ab dem 24.Oktober von WhatsApp nicht mehr unterstützt werden.

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Whatsapp Abschaltung 2022: WhatsApp Support auf Apples iOS 10 und 11 auch Android 4 wird beendet

Wer noch ein altes iPhone hat, sollte sich nun die iOS Version genauer anschauen. Ab dem 24.Oktober wird die WhatsApp Unterstützung auf iPhones mit dem Apple iOS 10 und 11 abgeschaltet. Betroffen sind davon sind die iPhone 5 oder 5c Modelle. Auf diesen Geräten lässt sich kein Update auf iOS 12 oder höher machen.

Whatsapp Abschaltung 2022: WhatsApp Support auf Apples iOS 10 und 11 auch Android 4 wird beendet
Whatsapp Abschaltung 2022: WhatsApp Support auf Apples iOS 10 und 11
auch Android 4 wird beendet -Bild: WhatsApp

Derzeit sollten WhatsApp Nutzer mit einem iOS 10 und iOS-11 bereits eine Warnung erhalte, dass diese Nutzer auf die neueste Version von iOS aktualisieren sollten.

"Um zu entscheiden, was nicht mehr unterstützt wird, prüfen wir jedes Jahr - wie andere Technologieunternehmen auch - welche Geräte und Softwareversionen am ältesten sind und von den wenigsten Menschen noch genutzt werden", heißt es in dem WhatsApp Support-Artikel. "Diese Geräte haben möglicherweise auch nicht die neuesten Sicherheitsupdates oder verfügen nicht über die für die Ausführung von WhatsApp erforderlichen Funktionen.".

Auch Nutzer mit einem iOS 11 sollten dann unbedingt bis spätestens dem 24.Oktober ein Update mache, wenn man ein iPhone 5s, ein iPhone 6 oder höher besitzt. Danach klappt auch ein Update der Daten nicht mehr.

Auch Android mit OS 4.1 und neuer wird vom WhatsApp Support empfohlen. Dieses Android System findet man in der Regel bei den Samsung, Huawei, HTC und sonstigen Smartphones wieder.

So kann man "Chats exportieren":

    • Öffne den Einzel- oder Gruppenchat.
    • Auf Weitere Optionen > Mehr > Chat exportieren tippen.
    • Auswählen, ob man den Chat mit oder ohne Medien exportieren möchte.
Es wird dann eine E-Mail mit dem Chatverlauf im TXT-Format als Anhang erzeugt.

Dazu bietet WhatsApp auch eine Online-Hilfe. Hier wird dann ausführlich beschrieben, wie man seinen Chatverlauf speichern kann.

Allerdings dürften die betroffenden Android-Smartphones kaum noch im Betrieb sein. Laut einer Online-Statistik werden gerade noch 0,09 Prozent der Android Geräte mit einem Android 4.0.4 oder älter betrieben.

Wer dann für die Zukunft gewappnet sein will, sollte wissen, dass iOS 11 nur noch auf Smartphones mit einem 64-Bit-Prozessor läuft. Daher liegt hier dann die Grenze beim iPhone 5s, welches mit iOS 11 oder besser unterwegs ist.

BEUC-Generaldirektorin Monique Goyens kritisiert WhatsApp

BEUC -Die Europäische Verbraucherorganisation- Generaldirektorin Monique Goyens sagte: "WhatsApp bombardiert die Benutzer seit Monaten mit aggressiven und hartnäckigen Popup-Nachrichten, um sie zu zwingen, die neuen Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien zu akzeptieren. Sie haben den Benutzern mitgeteilt, dass ihr Zugriff auf ihre App gesperrt wird, wenn sie die neuen Bedingungen nicht akzeptieren. Doch Verbraucher wissen nicht, was sie tatsächlich akzeptieren. WhatsApp hat dies bewusst vage formuliert und Verbraucher wären ohne gültige Einwilligung einer weitreichenden Datenverarbeitung ausgesetzt. Deshalb fordern wir die Behörden auf, schnell gegen WhatsApp vorzugehen, um sicherzustellen, dass die Verbraucherrechte respektiert werden.".

Whatsapp Datenschutzrichtlinien: Trotz Datenschutzbedenken wird WhatsApp weiter genutzt

Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der dpa zur WhatsApp-Nutzung in Deutschland, gibt es weiterhin reichlich WhatsApp Nutzer. Damit hat die Kontroverse um die neuen Datenschutz-Regeln bei WhatsApp nur geringe Folgen in Deutschland, laut der Umfrage.

Whatsapp Datenschutzrichtlinien: EU-Kommission prüft Beschwerde vom europäischen Verbraucherverband
Whatsapp Datenschutzrichtlinien: EU-Kommission prüft Beschwerde
vom europäischen Verbraucherverband -Abbildung: pixabay

In der Umfrage gaben 79 Prozent an, dass sie die App auf ihrem Smartphone haben und sie auch nutzen. Gut die Hälfte der WhatsApp-Nutzer mit 52 Prozent stimmte demnach den Mitte Mai in Kraft getretenen neuen Bestimmungen bereits zu. Allerdings hat die Hälfte der Nutzer dem nicht zugestimmt. Laut dem Mutterkonzern soll dieses auch erstmal ohne Folgen für die Nutzer sein.

Immerhin wollen aber auch 13 Prozent WhatsApp auf ihrem Smartphone löschen. Das zeigt, dass man sich mit dem Umzug der Kontakte auf eine oder mehrere neue Social Media App beschäftigt.

Rund die Hälfte der WhatsApp Nutzer hatten laut der Umfrage schon vorher Datenschutz-Bedenken, fünf Prozent kamen erst mit der Debatte um die neuen Bestimmungen Zweifel und zwei Prozent wollen demnach weg, weil auch viele Ihrer Kontakte WhatsApp entfernt hätten.

So bleiben 76 Prozent der deutschen WhatsApp-Nutzer nun erstmal bei der App und wollen diese nicht deinstallieren.

WhatsApp Alternativen gefragt --Auch SMS wieder auferstanden

Bei den WhatsApp-Alternativen liegt derzeit laut den Umfragen Signal mit 27 Prozent vorne. Knapp dahinter folgt Telegram mit 26 Prozent. 16 Prozent nutzen Threema und 15 Prozent wollen wieder SMS nutzen. 16 Prozent wollen keine andere Messenger-App auf dem Smartphone installieren.

Whatsapp Datenschutzrichtlinien: Datenschützer Casper mit Dringlichkeitsverfahren gegen Mutterkonzern Facebook

So hat nun der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) Casper ein Verfahren gegen die Facebook Ireland Ltd. eröffnet, das darauf abzielt, eine sofort vollziehbare Anordnung mit dem Inhalt auszusprechen, keine Daten von WhatsApp-Nutzern zu erheben und zu eigenen Zwecken zu verarbeiten. Facebook wird zunächst im Rahmen einer Anhörung Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.

Hintergrund sind die aktualisierten Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie von WhatsApp, mit denen die Nutzer seit Anfang des Jahres konfrontiert werden. Diese werden aufgefordert, den neuen Bestimmungen bis spätestens Mitte Mai zuzustimmen. Andernfalls können sie WhatsApp nicht mehr nutzen.

So der Datenschützer Johannes Caspar: "WhatsApp wird in Deutschland mittlerweile von fast 60 Millionen Menschen genutzt und ist die mit Abstand meistgenutzte Social Media-Anwendung noch vor Facebook. Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, dass die hohe Zahl der Nutzer, die den Dienst für viele Menschen attraktiv macht, nicht zu einer missbräuchlichen Ausnutzung der Datenmacht führt. Leider ist es bislang zu keiner uns bekannten aufsichtsbehördlichen Überprüfung der tatsächlichen Verarbeitungsvorgänge zwischen WhatsApp und Facebook gekommen.". Und weiter "Derzeit besteht Grund zu der Annahme, dass die Bestimmungen zum Teilen der Daten zwischen WhatsApp und Facebook mangels Freiwilligkeit und Informiertheit der Einwilligung unzulässig durchgesetzt werden sollen. Um gegebenenfalls einen rechtswidrigen massenhaften Datenaustausch zu verhindern und einen unzulässigen Einwilligungsdruck auf Millionen von Menschen zu beenden, ist nun ein förmliches Verwaltungsverfahren zum Schutz Betroffener eingeleitet worden.".

WhatsApp-Bestimmungen mit umfangreiche Passagen der Datennutzung

Dabei enthalten die neuen WhatsApp-Bestimmungen umfangreiche Passagen, mit denen sich der Dienst das Recht einräumt, Daten der Nutzer mit anderen Facebook-Unternehmen zu teilen. Auch Facebooks Datenschutzrichtlinie selbst sieht eine allgemeine unternehmensübergreifende Nutzung und Auswertung von Daten verbundener Unternehmen vor.

So befürchtet Casper, dass WhatsApp mit den neuen Bestimmungen neben den bereits bestehenden Austauschmöglichkeiten mit Facebook für die Bereiche Produktverbesserung, Analyse, Network/Security künftig weitere für Marketingzwecke und Direktwerbung schafft.

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit ist in Deutschland für Facebook zuständig, da die deutsche Niederlassung von Facebook ihren Sitz in Hamburg hat. Er kann daher unter außergewöhnlichen Umständen, die er hier gegeben sieht, auf Grundlage von Art. 66 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ein Verfahren auch gegen Facebook in Irland eröffnen, um die Rechte und Freiheiten deutscher Nutzer zu schützen.

Entsprechende Maßnahmen sind auf drei Monate begrenzt, können aber durch einen Beschluß des Europäischen Datenschutzausschusses (EDSA) verlängert oder ergänzt werden.

Daher ist es nun das Ziel der Datenschützer vor dem 15. Mai einee Entscheidung im Dringlichkeitsverfahren, zu erhalten. Über den Fortgang des Verfahrens wird zeitnah unterrichtet.

Neue Whatsapp Datenschutzrichtlinien: Nutzer laufen WhatsApp davon

Der Schweizer Messengeranbieter Threema und viele alternative Anbieter freuen sich über neue Kunden, WhatsApp verliert hingegen seine Kunden. So wird nun der Messengerdienst WhatsApp die Einführung der neuen Datenschutzregeln nach massiver Kritik verschieben. Damit will WhatsApp weitere Kundenabwanderung verhindern.

Neue Whatsapp Datenschutzrichtlinien: Nutzer laufen WhatsApp davon
Neue WhatsApp Datenschutzrichtlinien: Nutzer
laufen WhatsApp davon -Bild: WhatsApp

So sollten die neuen Datenschutzrichtlinien schon am 8.Februar gelten, mit der Verschiebung wird es dann vielleicht der 15.Mai. Auf jeden Fall hat der Messengerdienst dafür gesorgt, dass die Nutzer sich nun nach alternativen Möglichkeiten umsehen. So sollen bei den neuen Datenschutzrichtlinien bessere Möglichkeiten für Kommunikation mit Unternehmen möglich sein. Kritiker sehen hier den Ausverkauf von Nutzerdaten an Firmen.

Die erfolgreiche Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei der Kommunikation soll nicht verändert werden. Allerdings fordern Regierung schon Zugriff auf die WhatsApp Kommunikationsdaten im Rahmen der Strafverfolgungen

Patriot Act verpflichtet WhatsApp zur Datenweitergabe

Bislang fließen außerhalb der EU WhatsApp-Nutzerdaten an Facebook zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten. Dieses erfolgt schon seit dem Jahr 2016. Auch muss Facebook auf verlangen der US-Behörden jegliche Daten herausgeben, auch von deutschen Behörden, da Facebook als USA Unternehmen gemäß dem Patriot Act dazu verpflichtet ist. Dazu muss es richterliche oder behördliche Anweisung geben. Innerhalb der EU hingegen ist die Weitergabe von Daten unter anderem durch das Telemediengesetz sowie durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO, Art. 48) untersagt. Es dürfen aber auch Daten von deutschen Servern an die USA geliefert werden, was vielen Nutzer nicht klar ist. Diese Regelung gilt auch für Microsoft, Google, Apple etc.

Datenschützer Johannes Caspar kritisiert WhatsApp

Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar sieht die Vorgehensweise von WhatsApp äußerst kritisch. So wird vom Datenschutzbeauftragen weiterhin kritisiert, dass die Zuständigkeit seit Inkrafttreten der DSGVO weiterhin bei der irischen Datenschutzbehörde liegt. Schon zuvor hatte Caspar in einem Verfahren eine Untersagungsverfügung der Datenzusammenführung gegen Facebook verhängt.

Auch ist die europäische Version der Datenschutzrichtlinien keineswegs unbedenklich. so Casper weiter. "Zwar wird erklärt, dass keine Informationen, die WhatsApp weitergibt, für die eigenen Zwecke der Facebook-Unternehmen Verwendung finden. Gleichzeitig erfolgt jedoch ein Hinweis darauf, dass WhatsApp mit anderen Facebook-Unternehmen Informationen teilt, u.a. um Dienste zu verbessern, bereitzustellen und zu vermarkten.".

Auch dürfen Daten innerhalb des Konzerns unbeschränkt weitergegeben werden. In den FAQ steht, dass Facebook für die Bereitstellung von Analysediensten Telefonnummer, Geräteinformation und weitere Nutzungsinformationen von WhatsApp erhält. Dabei seien ausdrücklich Personen inbegriffen, die gar nicht auf Facebook sind, sondern nur WhatsApp nutzen, so die weitere Kritik vom Datenschützer.

Das diese Daten am Ende auch bei Facebook landen, ist problematisch und bedarf einer eingehenden Untersuchung, für deren Durchführung seit Inkrafttreten der DSGVO die irische Aufsichtsbehörde zuständig ist, so Casper.

Zwei Milliarden Nutzer bei WhatsApp

Bislang ist WhatsApp mit zwei Milliarden Nutzern der weltweit erfolgreichste Messengerdienst, gefolgt vom Facebook Messenger mit 1,3 Milliarden Nutzer. Durch die neuen Datenschutzrichtlinien haben haben Alternativen wie Telegram, Signal oder Threema einen starken Zulauf gemeldet.

So soll zum Beispiel beim Schweizer Messengeranbieter Threema in den letzten Tagen sich die täglichen Download-Zahlen "vervielfacht" haben. Auch in den App-Stores in Deutschland, Schweiz und Österreich ist Threema auf Platz 1 der App-Charts gelandet.

Telegram meldete zuletzt rund 25 Millionen neue Nutzer. So soll die Plattform derzeit rund 500 Millionen monatlich aktive Nutzer haben. Zuletzt hatte Elon Musk Werbung für den Messengerdienst Signal gemacht. Auch hier gab es dann nach der Empfehlung einen Ansturm auf dem Signal-Server laut Anbieter.

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