Handy-Telefonate im Flugzeug bald möglich
• 27.06.05 Die internationale Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton prognostiziert in einer aktuellen Marktanalyse bereits für das Jahr 2006 das Ende der Zwangspause für Vieltelefonierer im Flugzeug. "Wir gehen davon aus, dass 2010 alleine in Europa ein Gebührenvolumen von 2 Mrd. Euro in Flugzeugen anfällt", so Telekommunikationsexperte Dr. Roman Friedrich. Booz|
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Hamilton sieht insbesondere durch den neuen On-board-Service von Ericsson ein erhebliches Umsatzpotenzial für Mobilfunkprovider und Airlines. Der schwedische Telekomausrüster hatte angekündigt, bereits zum Jahresende 2005 eine adaptierte GSM-Basisstation für mobile Sprachtelefonie in Flugzeugen auf den Markt zu bringen. Diese Technologie ermöglicht es 60 Passagieren gleichzeitig, konventionelle Mobiltelefone zu nutzen, sobald sich das Verkehrsflugzeug auf Reisehöhe befindet.
Basisstationen im Flugzeug bündeln ein- und ausgehende Anrufe und verkürzen zudem die Funkstrecke der Mobiltelefone an Bord auf wenige Meter. Dahinter steht dasselbe Funktionsprinzip wie bei den bekannten W-Lan-Access-Points. Durch die neue Technologie werden Störungen mit der Bordelektronik vermieden, die Telefonieren an Bord bisher unmöglich machten. Daten werden mit sehr geringer Leistung vom Handy an eine Station an Bord gesendet, die Bordstation leitet die Anrufe über Satelliten an die Bodenstationen weiter.
Bis 2010 werden Flugreisen mit durchgehender mobiler Erreichbarkeit, abgesehen von Start und Landung, alltäglich sein. Pro Jahr werden dann mehr als 100 Millionen Flugpassagiere diesen Service allein in Europa nutzen. Wie Erfahrungen aus den USA zeigen, wird eine grundlegende Voraussetzung für den Erfolg der neuen Flugservices sein, dass Handynutzer weiterhin die gewohnten, eigenen Mobiltelefone verwenden können.
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