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Facebook Datenweitergabe: 5000 Entwickler bekamen Zugriff auf geschützte Nutzerdaten

• 03.07.20 Vor zwei Jahren wurde Marc Zuckerberg, der amtierende Facebook-Chef, vor dem US-Untersuchungsauschuss von den Senatoren geladen und auch von den Vertretern der EU-Ländern befragt. Allerdings ist der Chef nie persönlich in Europa erschienen. Nun droht nächstes Ungemach So konnten rund 5000 Entwickler über einige Apps auf Nutzerdaten von Facebook zugreifen. Die Datenschutzregeln haben dieses eigentlich verboten.

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Facebook Datenweitergabe: 5000 Entwickler bekamen Zugriff auf geschützte Nutzerdaten

Das einzig erfreuliche daran ist nun, dass das Datenleck auch wieder sehr schnell geschlossen werden konnte. Und laut ersten Meldung eine Sicherheitslücke für den Zugriff auf fremde Daten Schuld war. Ob es durch diesen Fehler beim Zugriff weitere Lücken gab, es bisher nicht bekannt. Auch ob deutsche Facebook Nutzer betroffen sind, kann man derzeit nicht aufklären, da Facebook keine weiteren Infos zur Verfügung stellt.

Facebook Datenweitergabe: 5000 Entwickler bekamen Zugriff auf geschützte Nutzerdaten
Letzte Facebook Datenskandal mit 310.000 betroffenen
Deutschen Nutzern -Abbildung: Pixabay

So hatten 5000 Entwickler Zugriff auf Nutzerdaten von Facebook, welche länger als 90 Tage inaktiv waren. Diese Sicherheitslücke ist geschlossen worden.

Der Abgriff der Daten erfolgte über Apps, in die sich Nutzer mit ihrem Facebook-Konto eingeloggt haben. Hier konnten Entwickler Zugang zu Daten E-Mail, Geburtstagen, Freundeslisten und den Wohnort bekommen. Immerhin hatte Facebook nach dem letzten Datenskandal um die Cambridge Analytica die millionenfache Datenabfrage behindert.

Derzeit macht Facebook keine Angaben über den Umfang der Datenabfrage und wer davon alles betroffen ist. Ärgerlich ist, dass erst aufmerksame Entwickler auf den Fehler aufmerksam geworden sind. Hier hat die Kontrolle und Abfrage von Datensicherheitsmechanismen nicht funktioniert. Mitunter war dieses Verhalten sogar grob fahrlässig, wenn man nach den Aussagen von Entwicklern geht.

Interessierte Facebook Nutzer können auch über die Funktion "Aktivitäten außerhalb von Facebook" unterm Punkt "Deine Facebook-Informationen" weitere Infos bekommen. Dazu gibt es auch eine Info-Seite bei Facebook.

87 Millionen Nutzer vom letzten Facebook Datenskandal betroffen

Beim letzten großen Datenskandal aus dem Jahre 2018 sind insgesamt laut Facebook die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern von der britischen Datenanalysefirma Cambridge Analytica abgeschöpft worden, so der Technologiechef von Facebook, Mike Schroepfer. Zuvor war immer nur von rund 50 Millionen betroffenen Nutzern ausgegangen worden.

Damals hatte sich der Facebook-Chef Mark Zuckerberg für den Datenmissbrauch entschuldigt und eine Reihe von Reformen in dem Onlinenetzwerk angekündigt. In einem Interview sagte Mark Zuckerberg aber auch, es werde "einige Jahre" brauchen, um die Probleme mit dem Schutz von Nutzerdaten zu beheben.

Nach dem Datenskandal schaltete sich auch die EU-Kommission ein und erhöht den Druck auf Facebook. So fordert das europäische Justizkommissarin Vera Jourova damals Facebook auf, innerhalb von zwei Wochen die Rolle des Unternehmens Cambridge Analytica aufzuklären. Zugleich soll der Konzern die Frage beantworten, ob die persönlichen Daten europäischer Facebook-Nutzer betroffen waren.

Aber auch das britische Parlament hat Fragen an den Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Allerdings verweigert sich Mark Zuckerberg hier der persönlichen Befragung durch das britische Parlament nachzukommen.

Im Datenskandal um Facebook hat nun die Justiz- und Verbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) Facebook eine Erklärung abgerungen, keine weiteren Daten mehr auszuliefern. Immerhin ist das Ausliefern von Daten an externe Firmen ein Geschäftsmodell von Facebook, welches nun außer Kontrolle geraten ist. Damit hatte die Ministerin schon mehr erreicht, als jeweils die Vorgänger Regierung mit tatenlosem zusehen.

Zuvor hatte die Ministerin darauf bestanden, dass das gesamte europäische Facebook-Management zu diesem Skandal umfassend gegenüber der Bundesregierung Stellung beziehen muss, so Barley gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Es sei nicht hinnehmbar, dass Nutzer in sozialen Netzwerken gegen ihren Willen ausgeleuchtet werden, um sie ganz gezielt mit Wahlwerbung oder Hass gegen den politischen Gegner zu bombardieren", kritisierte Barley. "Solche Wahlkampfmethoden sind eine Gefahr für die Demokratie". Auch der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, hatte sich damals eingeschaltet und wirft dem US-Konzern missbräuchliches Verhalten beim Sammeln von Daten vor. "Wir gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass Facebook sich zumindest beim Sammeln und Verwerten von Daten aus Drittquellen außerhalb von Facebook missbräuchlich verhält", sagte Mundt dem Berliner Tagesspiegel.

Auch gab es damals Prüfungen durch das Bundeskartellamt. Dabei geht es darum wie stark Facebook ist und ob das Netzwerk seine starke Position gegenüber den Kunden missbraucht. "Nach unserer bisherigen Einschätzung hat Facebook im Bereich der sozialen Netzwerke eine marktbeherrschende Stellung", sagte Mundt. "Für solch starke Unternehmen gelten bestimmte kartellrechtliche Vorschriften: Sie dürfen ihre Marktmacht gegenüber den Kunden nicht missbräuchlich ausnutzen." Die Firma Cambridge Analytica war zuletzt heftig unter Druck geraten, nachdem herauskam, dass Geschäftsführer Alexander Nix vor versteckter Kamera mit Erpressungsversuchen gegen Wahlkandidaten geprahlt hatte.

Damals hatte Facebook die Firma von Facebook ausgesperrt. Laut Facebook hatte Cambridge Analytica unrechtmäßig erhaltene Nutzerdaten entgegen früheren Zusicherungen nicht gelöscht, so die Begründung.

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