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Sammelklage gegen DAZN: So können Kunden bei Erfolg Geld zurück bekommen

• 04.07.24 Durch die Sammelklage gegen den Diensteanbieter DAZN könnten betroffene Kunden dabei ihr Geld zurückbekommen. Immerhin mussten DAZN Kunden zuletzt den dritten Preisschock in nur 1,5 Jahren für den Sport-Streamingdienst verkraften. Dabei waren die Verbraucherschützer aber in der Vergangenheit erfolgreich. Nun ist die Sammelklage bei Gericht im Hamm angekommen.

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Sammelklage gegen DAZN: So können Kunden bei Erfolg Geld zurück bekommen

So gibt es einige rechtlichen Grundlagen für die Sammelklage gegen DAZN durch die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv):
Sammelklage gegen DAZN: So können Kunden bei Erfolg Geld zurück bekommen
Sammelklage gegen DAZN: So können Kunden bei Erfolg
Geld zurück bekommen -Bild: © tarifrechner.de

    • Vertragsänderungen ohne Zustimmung: DAZN hat seine Preise in den Jahren 2021 und 2022 in laufenden Verträgen ohne Zustimmung der Kunden erhöht.
    • Unangemessene Benachteiligung: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hält die zugrundeliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von DAZN für unangemessen benachteiligend.
    • Rechtswidrige Preiserhöhungen: Die Preiserhöhungen, die DAZN in den Jahren 2021 und 2022 für Bestandskunden durchgeführt hat, werden vom vzbv als rechtswidrig angesehen.
    • Intransparenz: Die von der Sammelklage angegriffenen Preiserhöhungsklauseln sind nach Auffassung des vzbv intransparent.
Die Sammelklage wurde beim Oberlandesgericht Hamm eingereicht. Sie hilft Verbrauchern, bei Massenschäden ihr Recht einfach durchzusetzen. Dieses geht dann im besten Fall sogar ohne eigene Klage ab. Ein Gericht entscheidet über die Ansprüche einer Vielzahl von Personen, die in gleicher Weise durch das Verhalten eines Unternehmens geschädigt wurden.

DAZN-Kunden, die von den Preiserhöhungen in den Jahren 2021 und 2022 betroffen sind, können an der Sammelklage des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegen DAZN teilnehmen. Kunden müssen dann bis zur Eröffnung des Klageregisters warten.- Das Klageregister ist noch nicht geöffnet. Die Öffnung des Registers kann einige Wochen bis zu einigen Monaten dauern.

Sobald das Klageregister eröffnet ist, können sich die betroffenden DAZN Nutzer beim Bundesamt für Justiz ins Klageregister eintragen.

Wenn Kunden sich der Sammelklage anschließen, können diese bei Erfolg direkt Rückzahlungen der zu viel gezahlten Gebühren erhalten. Weitere Informationen finden DAZN Kunden auch bei der Verbraucherzentrale.

Folgen der DAZN Sammelklage

Wenn DAZN die Sammelklage verliert, könnten es folgende Konsequenzen für den Streaming Anbieter geben:

    • Rückzahlungen: Der Streaminganbieter DAZN müsste möglicherweise die zu viel gezahlten Gebühren an die betroffenen Kunden zurückzahlen.
    • Änderung der Geschäftspraktiken: DAZN könnte gezwungen sein, seine Geschäftspraktiken zu ändern, insbesondere in Bezug auf Preiserhöhungen und die Gestaltung seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
    • Reputationsschaden: Ein Verlust könnte zu einem erheblichen Reputationsschaden für DAZN führen und das Vertrauen der Kunden in den Dienst beeinträchtigen.
Dabei hat der Streaming Anbieter DAZN immer wieder die Möglichkeit, entsprechende Rechtswege durch die Instanzen zu machen.

Verbraucherschutz DAZN: Sammelklage gegen DAZN ist bei Gericht angekommen

So ist die Sammerlklage bei Gericht nun eingegangen und wird am Oberlandesgericht in Hamm verhandelt. Dieses sagte ein Sprecher des Bundesverbandes auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Verbraucherschutz DAZN: Sammelklage gegen DAZN ist bei Gericht angekommen
Verbraucherschutz DAZN: Sammelklage gegen DAZN ist bei
Gericht angekommen -Screenshot

So wird nun die Klageschrift vom Gericht übersetzt und anschließend dem beklagten Unternehmen zugestellt. "Wann genau das passiert, können wir leider nicht vorhersagen", sagte Sebastian Reiling vom Bundesverband. Auch wurde bislang nicht das beklagte Unternehmen namentlich genannt. So wird nach der Zustellung der Sammelklage in England das Klageregister eröffnet, erklärte der Bundesverband weiter.

So gab es laut den Verbraucherschützern 500 Beschwerden bei den Verbraucherzentralen und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) allein im Jahr 2023 ein.

Das sind etwa siebenmal so viele wie noch im Jahr zuvor. Wegen aus Sicht der Verbraucherschützer unzulässigen Preiserhöhungen für Bestandskunden in den Jahren 2021 und 2022 hat der vzbv jetzt eine Sammelklage gegen DAZN eingereicht. Betroffene könnten ihr Geld zurückbekommen.

So gab es zum 1. August 2022 bei DAZN eine Preiserhöhung für Bestandskunden. Die Preise stiegen von monatlich 14,99 auf 29,99 Euro und bei Einmalzahlung von 149,99 auf 274,99 Euro pro Jahr. Eventuelle spätere Preiserhöhungen sind von der Klage nicht erfasst.

"Saftige Preiserhöhungen in laufenden Verträgen bei DAZN sind für Sportfans nicht nur ärgerlich, sondern ohne Zustimmung der Nutzer:innen auch rechtlich nicht zulässig", sagt Ramona Pop, Vorständin des vzbv. Und weiter: "Die Preiserhöhungsklauseln, die wir mit der Sammelklage angreifen, sind nach vzbv-Auffassung unangemessen benachteiligend und intransparent. Deshalb sind sie unwirksam.".

Ferner gibt es auch Beschwerden über den Versuch den Vertrag zu kündigen. So berichten Kunden, dass ihnen das Kündigen erschwert wurde. Um den Vertrag zu beenden, mussten Betroffene eigenen Angaben zufolge beispielsweise mit dem Kundenservice chatten. Dabei mussten sie Wartezeiten in Kauf nehmen und im Kundengespräch immer wieder neue Angebote ablehnen.

Zur Zeit wird die Eröffnung des Klageregisters vorbereitet. Sobald das Klageregister eröffnet ist, können sich Verbraucher dann der Sammelklage anschließen. Wir informieren Sie dann -wie immer- zeitnah zu dem Klageregister.

DAZN Stream: Neukunden berichten von Streichung von parallelen Streams

Auch gab es gegen Jahresende 2023 eine weitere Verschlechterung, wie Nutzer berichten. Dabei geht es um das Streichen von parallelen Streams. Damit will man wohl das Konto-Sharing verhindern. Allerdings hatte DAZN dazu sich bislang nicht geäußert bzw. diesen Schritt angekündigt. Daher fühlen viele Fußball-Fans sich getäuscht.

So berichten Nutzer, dass sich die Features bei den DAZN Unlimited-Tarifen verschlechtert haben. Immerhin zahlen Nutzer monatlich 49,99 Euro für DAZN mit bis zu zwei parallelen Streams bei bis zu sechs angemeldeten Geräten. So erhalten nun Neukunden sowie wiederkehrende Abonnenten bei DAZN Unlimited keinen parallelen Stream mehr.

Auch die Zahl der angemeldeten Geräte liegt nun noch bei 3 Geräten. Dabei haben Nutzer eigentlich schon alleine eine Menge an Geräten mit dem Smart-TV, Smartphone und Tablet. Dabei ist eine parallele Nutzung im eigenen Haushalt nun nicht mehr möglich. Und dieses bei monatlichen 44,99 Euro. Dieses ist das bislang teuerste Einzel-Abo, um die Champions-League zu schauen.

Wenn Abonnenten ein viertes Gerät anmelden wollen, wird dann automatisch das am längsten registrierte Gerät ausgeloggt, erklärte dazu DAZN.

Bislang sind Bestandskunden wohl nicht von der Verschlechterung der Leistungen betroffen. Wer aber in der fussballlosen Zeit, sein Abo kündigt, um Geld zu sparen, wird sich dann in Zukunft schlechter stellen. Laut einen Medienbericht, sollen die Verschlechterungen schon seit längerem bei Neukunden vorhanden sein.

Verbraucherzentrale: Klage gegen DAZN erfolgreich wegen in Teilen intransparent und unzulässigen Nutzungsbedingungen

Dabei gab es mehrere Klauseln, die die DAZN Limited im Februar 2022 in seinen Nutzungsbedingungen verwendete. Das Landgericht München I beurteilte die beanstandeten Klauseln als unwirksam.

Dabei sah die Preisanpassungsklausel laut den Verbrauchernschützern vor, dass der Anbieter den Preis auch an sich verändernde Marktbedingungen anpassen konnte. Das Landgericht München I bewertete die Klausel als intransparent.

Für Verbraucher sei nicht ersichtlich, an welchem Markt sich die Klausel orientiere. Auch würden die Kundeninteressen nicht berücksichtigt, da die Klausel keine Verpflichtung vorsähe, Preise bei Kostenreduzierungen von DAZN zu senken.

Preisänderungsklauseln, die zwar das Recht des Klauselverwenders zur Preiserhöhung vorsehen, nicht jedoch die Pflicht zur Preissenkung bei Kostenreduzierung, seien unwirksam. Daran ändere sich auch nichts durch ein eingeräumtes monatliches Kündigungsrecht, so das Landgericht.

Verbraucherschützer beanstandeten zwölf Klauseln

Neben den Änderungsklauseln beanstandete die Verbraucherschützer weitere Regelungen in den Nutzungsbedingungen von DAZN. Der vzbv klagte auf Unterlassung der Verwendung von insgesamt zwölf Klauseln.

Während des Klageverfahrens gab DAZN bezüglich dreier Klauseln eine Unterlassungserklärung ab. Bei den verbliebenen neun Klauseln gab das Landgericht München I dem vzbv Recht. DAZN hat in der Zwischenzeit seine Nutzungsbedingungen geändert.

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