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Staatsanwaltschaft Verden: 18 Millionen gehackte E-Mail Konten entdeckt

• 04.04.14 Die Staatsanwaltschaft Verden hat durch einen Zufallsfund rund 18 Millionen gehackte E-Mail Konten gefunden, berichtet Spiegel Online. Auch die entsprechenden Passwörter zu den Konten waren dabei. Von dem neuerlichen Datenklau sind alle großen deutschen E-Mail-Provider und mehrere internationale Anbieter betroffen. Die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen
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Verden bestätigt den Datenfund.

Es ist davon auch auszugehen, dass die Hacker mit Hilfe der Passwörter auf diverse andere Diente der Nutzer zugreifen können, wenn die Passwörter identisch sind.

Bislang ist allerdings nicht bekannt, wieviele E-Mail Adressen dabei den deutschen Nutzern zuzuordnen sind. Viele E-Mail Endungen haben .com, daher ist mehr von einem Fund auszugehen, welcher die internationalen Nutzer betrifft.

Laut der Staatsanwaltschaft Verden handelt sich um den zweiten großen Fall von

Cyberkriminalität innerhalb weniger Monate. Bereits im vergangenen Jahr entdeckten spezialisierte Staatsanwälte aus Verden eine Datenbank mit 16 Millionen E-Mail-Adressen und den passenden Passwörtern. Damals ist der Fall aber erst nach mehreren Wochen durch das Bundesamt veröffentlicht worden, was zu einer erheblichen Kritik führte.

Möglicherweise hängen diesen beiden Fälle zusammen, dass jedenfalls vermutet Spiegel-Online. Daher könnte auch der Täterkreis identisch sein, vermuten dann auch die Ermittler. Damals führte die Spur der Hacker ins Baltikum.

Der Bundesamt Präsident Michael Hange begründet sein spätes Verhalten damals damit, dass die Behörde kurz vor Weihnachten die Freigabe dafür bekommen, eine Warnung herauszugeben. Aber statt eine Warnung herauszugeben, ist wertvolle Zeit verloren gegangen. Die Behörde begründet das weitere Vorgehen damit, dass "Eine solche Aktion muß extrem gut vorbereitet sein". Das BSI habe beispielsweise Zeit gebraucht, um den Sicherheitscheck zu programmieren und Datenschutzfragen zu klären.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) teilte uns dieses mal mit, dass man mit Hochdruck und in Zusammenarbeit mit Behörden und Providern an eine Lösung arbeitet, wie und auf welchem Wege betroffene Internetnutzer informiert werden können.


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