1&1 4.Quartal 2025: Wachstum mit Schattenseiten - so schlagen sich Mobilfunk- und Breitbandkunden im Vergleich
• 20.03.26 Die Veröffentlichung der 1&1 Zahlen 2025 liefert ein differenziertes Bild. Auf den ersten Blick wirkt alles solide: Der Umsatz steigt, das Geschäft läuft stabil. Doch unter der Oberfläche zeigt sich ein Unternehmen im Umbau. Der Fokus liegt klar auf dem Netzausbau, und genau dieser frisst derzeit einen Teil der Profitabilität auf.
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Mehr Umsatz, weniger Gewinn - und ein entscheidender Kampf im Netz: Wo 1&1 wirklich steht
Mit rund 4,2 Milliarden Euro Umsatz und einem EBITDA von etwa 537,5 Millionen Euro hat 1&1 die Erwartungen grundsätzlich erfüllt. Gleichzeitig steht die zentrale Frage im Raum: Wie stark ist das Unternehmen wirklich im Vergleich zu den großen Wettbewerbern in Deutschland?
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1&1 4.Quartal 2025: Wachstum mit Schattenseiten - so schlagen sich Mobilfunk- und Breitbandkunden im Vergleich -Bild: © Tarifrechner.de |
Die entscheidende Kennzahl: Kundenbasis von 1&1 im Überblick
Der Blick auf die Kundenzahlen 1&1 zeigt schnell, wo die Kräfteverhältnisse liegen. Insgesamt zählt das Unternehmen 16,32 Millionen Kundenverträge. Davon entfallen:
-
• 12,48 Millionen auf Mobilfunk
• 3,84 Millionen auf Breitband
Während der Mobilfunkbereich leicht gewachsen ist, verliert das Unternehmen im Breitbandgeschäft weiter Kunden. Genau hier zeigt sich die strukturelle Herausforderung.
Tabelle: 1&1 Kundenstruktur 2025
| Segment | Kunden 2025 | Veränderung | Trend |
|---|---|---|---|
| Mobilfunk | 12,48 Mio. | +40.000 | Stabil wachsend |
| Breitband | 3,84 Mio. | -110.000 | Rückläufig |
| Gesamt | 16,32 Mio. | -70.000 | Leicht negativ |
Mobilfunk Vergleich Deutschland: 1&1 vs Telekom, Vodafone, O2
Im Mobilfunk Deutschland Vergleich wird schnell klar: 1&1 spielt noch nicht in der gleichen Liga wie die etablierten Netzbetreiber. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache.
Tabelle: Mobilfunkkunden Deutschland 2025
| Anbieter | Mobilfunkkunden | Marktposition |
|---|---|---|
| Telekom | 74,5 Mio. | Marktführer |
| Telefónica (O2) | 35,2 Mio. | Platz 2 |
| Vodafone | ~30 Mio. | Platz 3 |
| 1&1 | 12,48 Mio. | Platz 4 |
Die Einordnung ist eindeutig: 1&1 bleibt im Mobilfunk ein relevanter, aber deutlich kleinerer Anbieter. Während Telekom und O2 ihre Kundenbasis über Jahrzehnte aufgebaut haben, befindet sich 1&1 noch im Übergang vom Wiederverkäufer zum echten Netzbetreiber.
Breitband Vergleich: 1&1 behauptet Platz drei
Im Breitbandmarkt Deutschland sieht das Bild etwas anders aus. Hier liegt 1&1 weiterhin auf einem soliden dritten Platz.
Tabelle: Breitbandkunden Deutschland
| Anbieter | Breitbandkunden | Besonderheit |
|---|---|---|
| Telekom | 15,1 Mio. | Eigene Infrastruktur |
| Vodafone | 10+ Mio. | Kabeldominanz |
| 1&1 | 3,84 Mio. | Vorleistungsmodell |
| O2 | ~2,4 Mio. | Kleiner Anbieter |
Doch dieser dritte Platz hat einen Haken: 1&1 besitzt kein eigenes flächendeckendes Festnetz. Das Unternehmen ist stark von Vorleistungen anderer Anbieter abhängig. Das drückt langfristig auf die Margen.
Der wahre Kern der Story: Netzausbau entscheidet alles
Die eigentliche Geschichte hinter den 1&1 Geschäftszahlen ist nicht der Umsatz. Es ist der Aufbau des eigenen 5G-Netzes.
Bis Ende 2025 erreicht 1&1 rund 25 Prozent der Haushalte. Gleichzeitig wurde die Migration der Bestandskunden abgeschlossen. Das ist ein wichtiger Meilenstein, denn damit kontrolliert das Unternehmen erstmals Teile der eigenen Wertschöpfungskette.
Doch genau hier entstehen die Kosten:
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• Hohe Investitionen in Infrastruktur
• National Roaming über Vodafone
• Steigende Betriebskosten
Das Ergebnis: Der Gewinn sinkt, obwohl der Umsatz steigt.
Warum der Gewinn unter Druck steht
Die Zahlen zeigen eine klassische Transformationsphase:
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• EBITDA: -9 %
• EBIT: -32,7 %
• Gewinn je Aktie: 0,94 €
Das wirkt auf den ersten Blick problematisch, ist aber strategisch erklärbar. 1&1 investiert massiv, um langfristig unabhängiger zu werden. Kurzfristig belastet das jedoch die Bilanz.
Analyse: Stärken und Schwächen von 1&1
Stärken
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• Stabile Mobilfunkbasis
• Starke Marke im Discount-Segment
• Fortschritte beim Netzausbau
Schwächen
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• Rückgang im Breitbandgeschäft
• Abhängigkeit von Vorleistungen
• Hohe Kostenstruktur
Einordnung: Wo steht 1&1 wirklich?
Aus journalistischer Sicht lässt sich die Lage klar zusammenfassen:
1&1 ist kein klassischer Wachstumswert mehr, sondern ein Umbauprojekt.
Das Unternehmen steht zwischen zwei Welten:
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• Vergangenheit: Service Provider ohne eigenes Netz
• Zukunft: Vollwertiger Netzbetreiber
Ob dieser Übergang gelingt, entscheidet über die nächsten Jahre. Denn erst wenn das eigene Netz dichter wird, können die Kosten sinken und die Margen steigen.
Ausblick: Die entscheidenden Fragen für 2026
Für Investoren und Marktbeobachter stehen drei Punkte im Mittelpunkt:
1. Geschwindigkeit des Netzausbaus
Je schneller 1&1 eigene Infrastruktur aufbaut, desto unabhängiger wird das Unternehmen.
2. Entwicklung der Kundenzahlen
Bleibt der Mobilfunk stabil und stoppt der Breitbandrückgang?
3. Margenentwicklung
Wann schlägt sich der Netzausbau positiv im Ergebnis nieder?
Die 1&1 Zahlen 2025 erzählen keine einfache Erfolgsgeschichte. Sie zeigen ein Unternehmen im Wandel. Die Kundenbasis ist solide, aber im Vergleich zu Telekom, Vodafone und O2 deutlich kleiner.
Der eigentliche Wert von 1&1 liegt nicht in den aktuellen Zahlen, sondern in der Zukunft des eigenen Netzes. Gelingt der Ausbau, könnte das Unternehmen langfristig deutlich stärker werden. Scheitert er, bleibt 1&1 in einer teuren Zwischenposition.
Die nächsten Jahre werden zeigen, welche dieser beiden Geschichten sich durchsetzt.
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DSL Tarife : Die besten DSL- und VDSL Tarife unter 20 Euro -Bild: © tarifrechner.de |
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