Strompreise im August: CHECK24 und Verivox im großen Vergleich
• 14.08.26 Bei den Strompreisen im August 2026 zeigt sich eine kleine Trendwende. Nachdem günstige Neukundentarife im Frühjahr zeitweise deutlich nachgegeben hatten, ziehen die Preise im Hochsommer wieder an. Für Verbraucher ist das vor allem dann interessant, wenn ein alter Vertrag ausläuft oder noch Strom über die Grundversorgung bezogen wird.
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Strompreise im August: CHECK24 und Verivox im großen Vergleich
Strom wird wieder etwas teurer: Das zahlen Haushalte mit 3.500 kWh jetzt
Ein Vergleich von CHECK24 und Verivox zeigt allerdings auch, warum Strompreise nicht allein anhand eines einzigen Cent-Wertes beurteilt werden sollten. Die beiden Portale verwenden unterschiedliche Verbrauchsmengen, Tarifgruppen und Berechnungsmethoden. Ein niedrigerer Durchschnittswert bedeutet deshalb nicht automatisch, dass dasselbe Angebot bei einem Portal günstiger zu bekommen ist.
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| Strompreise im August: CHECK24 und Verivox im großen Vergleich -Bild: © Tarifrechner.de | |
Strompreise im August 2026: Die wichtigsten Zahlen
CHECK24 weist für August einen Durchschnitt von 27,72 Cent je Kilowattstunde bei Neuabschluss und 5.000 kWh Jahresverbrauch aus. Grundlage sind Alternativtarife außerhalb der Grundversorgung. Auf der Seite wird für diese Berechnung als Datenstand der 5. Juni 2026 genannt.
Verivox nennt am 14. August für Neukunden rund 25 Cent je Kilowattstunde. Berechnet wird dieser Wert für 4.000 kWh Jahresverbrauch aus dem deutschlandweit gewichteten Mittel des günstigsten Tarifs je Postleitzahl. Berücksichtigt werden Tarife mit zwölf Monaten Preisgarantie einschließlich Boni.
Daneben veröffentlicht Verivox einen breiteren Haushaltspreis, in den neben Wettbewerbstarifen auch bestehende Versorgungsverhältnisse einfließen. Dieser lag Anfang August bei 31,4 Cent je Kilowattstunde.
| Vergleich | Preis je kWh | Rechnerisch bei 3.500 kWh |
|---|---|---|
| CHECK24 Alternativtarife | 27,72 ct | ca. 970 Euro pro Jahr |
| Verivox günstige Neukundentarife | 24,72 ct* | ca. 865 Euro pro Jahr |
| Verivox Haushaltsdurchschnitt | 31,40 ct | ca. 1.099 Euro pro Jahr |
*Der auf 24,72 Cent konkretisierte August-Wert stammt aus einer veröffentlichten Zeitreihe zur Verivox-Strompreisentwicklung. Verivox selbst rundet den aktuellen Neukundenpreis auf etwa 25 Cent. Die Hochrechnung auf 3.500 kWh dient der Orientierung, weil Grundpreise und Boni bei einem anderen Verbrauch nicht proportional mitwandern.
Juli gegen August: Günstige Stromtarife werden wieder teurer
Besonders gut lässt sich die Veränderung anhand der Verivox-Zeitreihe nachvollziehen. Im April waren die Neukundenpreise stark gestiegen. Danach folgte ein deutlicher Rückgang. Im Juni wurde mit 23,85 Cent der niedrigste Wert der betrachteten sechs Monate erreicht. Seitdem dreht die Kurve wieder leicht nach oben.
| Monat 2026 | Verivox Neukundenpreis | Veränderung zum Vormonat |
|---|---|---|
| März | 25,46 ct/kWh | - |
| April | 27,92 ct/kWh | +9,7 % |
| Mai | 24,35 ct/kWh | -12,8 % |
| Juni | 23,85 ct/kWh | -2,1 % |
| Juli | 24,20 ct/kWh | +1,5 % |
| August | 24,72 ct/kWh | +2,1 % |
Damit liegt der August-Wert zwar noch deutlich unter dem Hoch aus dem April. Gegenüber dem Juni-Tief beträgt der Anstieg jedoch rund 3,6 Prozent. Bei CHECK24 fällt die jüngste Veränderung kleiner aus: Dort wurde für Juli ein Durchschnitt von 27,66 Cent genannt, im August sind es 27,72 Cent. Das entspricht einem Anstieg um rund 0,2 Prozent.
Für Verbraucher bedeutet das noch keinen neuen Preisschock. Es zeigt aber, dass der starke Preisrückgang aus dem Frühjahr vorerst gestoppt ist.
3.500 kWh: Warum diese Verbrauchsgröße wichtig ist
Ein Jahresverbrauch von 3.500 kWh entspricht nach CHECK24-Richtwerten ungefähr einem Drei-Personen-Haushalt. Der tatsächliche Verbrauch kann dennoch erheblich abweichen. Homeoffice, elektrische Warmwasserbereitung, viele Elektrogeräte oder eine besonders große Wohnung können die Stromrechnung deutlich verändern.
Für einen fairen Vergleich sollte deshalb immer der Verbrauch aus der letzten Jahresabrechnung verwendet werden. Auch die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass Stromlieferanten ihre Tarife selbst kalkulieren und Preisgarantien, Vertragsbedingungen und Preisänderungen entscheidend für die tatsächlichen Kosten sind.
Die zehn größten Städte im Strompreisvergleich
Bei Stromtarifen spielt der Wohnort eine wichtige Rolle. Netzentgelte, Konzessionsabgaben und das lokale Angebot der Versorger unterscheiden sich regional. Für die zehn größten deutschen Städte ergibt sich auf Basis der veröffentlichten regionalen Vergleichswerte von CHECK24 und Verivox folgendes Bild.
Wichtig: Die Tabelle ist kein Live-Tarifvergleich für eine bestimmte Straße. CHECK24 veröffentlicht seinen regionalen Datensatz für 4.000 kWh mit dem Stand 2. Februar 2026, Verivox mit dem Stand 3. August 2026. Für die Übersicht wurden die effektiven Kilowattstundenpreise rechnerisch auf 3.500 kWh übertragen. Die Werte zeigen damit regionale Größenordnungen, keine verbindlichen Angebote.
| Stadt | CHECK24 | 3.500 kWh | Verivox | 3.500 kWh | Rechnerische Differenz |
|---|---|---|---|---|---|
| Berlin | 23,89 ct | 836 Euro | 24,98 ct | 874 Euro | +38 Euro |
| Hamburg | 27,07 ct | 947 Euro | 26,55 ct | 929 Euro | -18 Euro |
| München | 23,93 ct | 838 Euro | 23,62 ct | 827 Euro | -11 Euro |
| Köln | 22,68 ct | 794 Euro | 25,24 ct | 883 Euro | +90 Euro |
| Frankfurt am Main | 24,25 ct | 849 Euro | 24,51 ct | 858 Euro | +9 Euro |
| Düsseldorf | 22,68 ct | 794 Euro | 25,24 ct | 883 Euro | +90 Euro |
| Stuttgart | 26,02 ct | 911 Euro | 25,31 ct | 886 Euro | -25 Euro |
| Leipzig | 24,23 ct | 848 Euro | 24,28 ct | 850 Euro | +2 Euro |
| Dortmund | 22,68 ct | 794 Euro | 25,24 ct | 883 Euro | +90 Euro |
| Bremen | 21,34 ct | 747 Euro | 23,78 ct | 832 Euro | +85 Euro |
Hamburg bleibt teuer, München liegt deutlich darunter
Unter den betrachteten Regionalwerten fällt besonders Hamburg auf. CHECK24 weist 27,07 Cent, Verivox 26,55 Cent je Kilowattstunde aus. München liegt mit 23,93 beziehungsweise 23,62 Cent deutlich niedriger. Auf 3.500 kWh gerechnet kann der regionale Abstand damit mehr als 100 Euro im Jahr ausmachen.
Auch Stuttgart liegt in beiden Datensätzen eher im oberen Bereich. Leipzig fällt dagegen durch nahezu identische Vergleichswerte auf. In Nordrhein-Westfalen ist die Differenz zwischen den beiden veröffentlichten Portalwerten besonders groß. Für Köln, Düsseldorf und Dortmund stehen 22,68 Cent bei CHECK24 den 25,24 Cent von Verivox gegenüber.
Diese Differenz sollte nicht als Beweis verstanden werden, dass CHECK24 in den drei Städten automatisch günstiger ist. Der Erhebungszeitpunkt und die Tarifauswahl sind unterschiedlich. Ein belastbarer Preisvergleich entsteht erst, wenn dieselbe Postleitzahl, 3.500 kWh, identische Bonusregeln, dieselbe Laufzeit und dieselbe Preisgarantie eingestellt werden.
Grundversorgung kann deutlich teurer sein
Die größten Einsparungen entstehen häufig nicht zwischen zwei Vergleichsportalen, sondern zwischen einem alten Grundversorgungstarif und einem günstigen Wettbewerbstarif. Verivox nennt für die Grundversorgung derzeit im Schnitt rund 40 Cent je Kilowattstunde, während günstige Alternativangebote um 25 Cent liegen.
Bei 3.500 kWh können wenige Cent Differenz bereits einen dreistelligen Betrag ausmachen. Ein Preisunterschied von fünf Cent je Kilowattstunde entspricht rechnerisch 175 Euro im Jahr. Zehn Cent Unterschied summieren sich bereits auf 350 Euro.
Wer einen Wechsel erwägt, sollte neben dem Arbeitspreis auch Grundpreis, Bonus, Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und Preisgarantie prüfen. Hintergrundinformationen zu typischen Vertrags- und Kostenfallen finden sich auch im Beitrag zum Verbraucherschutz und häufigen Vertragsproblemen auf Telefontarifrechner.de.
CHECK24 oder Verivox: Was Verbraucher wirklich vergleichen sollten
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• Jahresgesamtkosten: Arbeitspreis und Grundpreis gemeinsam
betrachten.
• Bonus: Prüfen, ob der Tarif nur im ersten Jahr besonders günstig wirkt.
• Preisgarantie: Zwölf Monate schaffen bei steigenden Marktpreisen mehr Planungssicherheit.
• Vertragslaufzeit: Kürzere Laufzeiten erleichtern einen späteren Wechsel.
• Postleitzahl: Regionale Netzentgelte können denselben Tarif spürbar verteuern oder verbilligen.
• Zweites Vertragsjahr: Nicht nur den rabattierten Einstiegspreis betrachten.
Fazit: Im August lohnt sich der genaue Blick auf den Stromvertrag
Die Strompreise im August 2026 sind bei günstigen Neukundentarifen wieder leicht gestiegen. Verivox zeigt nach dem Tief im Juni zwei aufeinanderfolgende Anstiege, CHECK24 ebenfalls eine kleine Bewegung nach oben. Von einem massiven Preissprung kann derzeit jedoch keine Rede sein.
Für einen Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch bleibt der Tarif selbst wichtiger als die Frage, welches Vergleichsportal verwendet wird. Je nach Region und Vertrag können zwischen einem günstigen Neukundenangebot und einem teuren Bestands- oder Grundversorgungstarif mehrere hundert Euro pro Jahr liegen.
Der sinnvollste Vergleich setzt deshalb bei den Gesamtkosten an. Wer CHECK24 und Verivox mit derselben Postleitzahl, demselben Verbrauch und identischen Filterregeln prüft, erhält eine wesentlich belastbarere Entscheidungsgrundlage als durch den Vergleich zweier bundesweiter Durchschnittspreise.
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Kritik der Verbraucherzentrale vzbv an höheren Kosten für Smart-Meter -Bild: © tarifrechner.de | |
FAQ zu den Strompreisen im August 2026
Was kosten 3.500 kWh Strom im August 2026?
Auf Basis der veröffentlichten Durchschnittswerte ergeben sich rechnerisch rund 970 Euro bei 27,72 Cent je kWh und rund 865 Euro bei 24,72 Cent je kWh. Konkrete Tarife können wegen Grundpreis, Bonus und Wohnort davon abweichen.
Wer ist günstiger, CHECK24 oder Verivox?
Aus den bundesweiten Durchschnittswerten lässt sich kein seriöser Sieger ableiten. Beide Portale verwenden unterschiedliche Berechnungsmethoden. Entscheidend ist ein Vergleich mit identischer Postleitzahl, identischem Verbrauch und denselben Tariffiltern.
Sind die Strompreise im August gestiegen?
Bei den von Verivox erfassten günstigen Neukundentarifen stieg der Wert von 24,20 Cent im Juli auf 24,72 Cent im August, also um rund 2,1 Prozent. Auch bei CHECK24 zeigt der veröffentlichte Durchschnitt eine leichte Aufwärtsbewegung.
Lohnt sich ein Stromanbieterwechsel noch?
Besonders für Haushalte in der Grundversorgung oder in älteren, teuren Verträgen kann ein Vergleich weiterhin sinnvoll sein. Bereits fünf Cent Preisunterschied je Kilowattstunde entsprechen bei 3.500 kWh rund 175 Euro pro Jahr.
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