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Bundesnetzagentur legt Tätigkeitsbericht für Telekommunikation vor

• 09.12.15 Die Bundesnetzagentur hat nun zum neunten Mal ihre Tätigkeitsberichte aus den Bereichen Telekommunikation und Post vorgelegt. So wurde dann auch festgestellt, dass bis Mitte diesen Jahres als zwei Millionen Haushalten Anschlüsse in Form der übertragungsstarken Glasfaseranbindungen (Fibre To The Building (FTTB) / Fibre To The Home (FTTH)) zur Verfügung haben. Davon haben aber tatsächlich nur knapp 20 Prozent das schnelle Internet genutzt.

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Attraktive Dienste sollen schnelles Internet fördern

Das künftige Verhältnis der tatsächlich angeschlossenen zu den anschlussfähigen Haushalten wird ganz wesentlich vom Aufkommen attraktiver Dienste abhängen, die entsprechende Bandbreiten benötigen. Dazu muss man auch sehen, dass die Unternehmen in das schnelle Internet wie DSL und Kabeltechnik investieren, ohne dass man gleich Neukunden gewinnt.

"Erst wenn attraktive Dienste höhere Bandbreiten erfordern, wird die Zahlungsbereitschaft für sehr schnelle Anschlüsse ansteigen und entsprechende Investitionen rentabler machen", betont Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Angesichts der großen Bedeutung eines schnellen

Internets für die digitale Zukunft reicht allerdings allein das Warten auf Kunden nicht aus. Deshalb müssen auch jetzt schon alle Anstrengungen unternommen werden, um die Infrastrukturen zukunftstauglich zu machen", so Homann weiter.

Schnelleres Breitband nachgefragt

Der Abstand zwischen Versorgung und Nachfrage geht aber kontinuierlich zurück. Die Nachfrage nach schnelleren Internetverbindungen nimmt dabei immer mehr zu. Etwa 60 Prozent der Breitbandkunden verlangen mittlerweile eine Anschlusskapazität von 10 Mbit/s und mehr.

Auch im Mobilfunk investieren die Netzbetreiber in die Aufrüstung der Basisstationen und schaffen so die Voraussetzungen für die breitbandige Nutzung. Zwischen den Jahren 2013 und 2014 kamen knapp 10.000 LTE-fähige Basisstationen hinzu.

Instant Messaging-Dienste verdrängen klassische Modelle

Im Bereich Mobilfunk verlieren einige Dienste ihre Marktstellung und werden durch neue, innovative Anwendungen ersetzt. Lieferte das ehemalige Erfolgsmodell SMS im Jahr 2012 noch über einen Spitzenwert von 60 Milliarden SMS fiel der Wert im Jahr 2014 auf etwa ein Drittel. Immer wichtiger werden dabei Instant Messaging-Dienste, wie zum Beispiel WhatsApp. Dazu braucht es dann aber auch entsprechende Smartphone Tarife mit einer Daten-Flatrate.

Zusätzlich nehmen die geführten Gesprächsminuten in den letzten Jahren ab. Zwar steigt im Mobilfunk das Gesprächsvolumen leicht an, aber die Festnetzgespräche gehen mit 5 bis 8 Prozent pro Jahr deutlich zurück. Auch hier sind alternative Voice-over-IP Anwendungen, wie Skype, die Ursache, so die Bundesnetzagentur.


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