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EU-Finanzkommissarin: Warnung vor Finanzdienstleistern wie Apple Pay und Google Pay

• 03.12.20 Derzeit wird das kontaktlose Bezahlen in Deutschlands Großstädten sehr unterschiedlich eingesetzt. Das zeigt eine Auswertung des Smart City Index des Digitalverbands Bitkom. Aber in der Corona-Pandemie finden die Bundesbürger Gefallen am digitalen Bezahlen. So haben 54 Prozent allein im August beim Einkaufen vor Ort mindestens einmal kontaktlos bezahlt. Nun kommt gerade in der zweiten Welle der Corona Pandemie
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eine Warnung der EU-Finanzkommissarin Mairead McGuinness herein. So drängt die EU-Finanzkommissarin auf eine schärfere Regulierung bei den neuen digitalen Zahlungsdienstleistern.

EU-Finanzkommissarin: Öffentliche Warnung vor Diensten wie Apple Pay und Google Pay

Immer mehr Bürger bezahlen kontaktlos, um möglichst wenig Kontakt mit infizierten Flächen im Alltag zu haben. Nun fordert die EU-Finanzkommissarin Mairead McGuinness eine schärfere Regulierung von Finanzdienstleistern wie Apple Pay und Google Pay. Beide Dienste kommen dabei aus den USA. Mit Alipay gibt es einen chinesischen Anbieter in Europa.

Apple Pay mit dem Smartphone
Bezahlen mit dem Smartphone wird einfacher -Bild: pixabay.com

Die genannten Dienste kommen dabei nicht aus Europa und unterliegen daher auch nicht der europäischen Finanzkontrolle. Hier finden grenzüberschreitende, bargeldlose Zahlungen in- oder außerhalb der EU statt, so die EU-Finanzkommissarin.

Revolution im Zahlungsverkehr

Die Kommissarin spricht bei den digitalen Diensten von einer "Revolution im Zahlungsverkehr". Dabei geht es dann auch immer um die Regulierung- und Aufsicht. Wenn deutsche Zahlungsnutzer Probleme bei der Transaktion haben, werden diese dann sicherlich nicht in den USA oder China klagen.

Kontaktloses Bezahlen: Während Corona wird kontaktloses Bezahlen beliebter

Immerhin bezahlen 26 Prozent der Bürger sogar regelmäßig kontaktlos mehrmals pro Woche. Aber auch die kontaktlose Bezahlung mit dem Smartphone oder der Smartwatch, wie sie unter anderem Dienste wie Apple Pay oder Google Pay ermöglichen, sind beliebt. 33 Prozent haben im selben Zeitraum mindestens einmal auf diese Weise bezahlt, 16 Prozent nutzen Smartphone oder Smartwatch regelmäßig mehrmals pro Woche zum Bezahlen, so dass Ergebnis eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom.

"Digitale Bezahlverfahren sind nicht nur in der Pandemie eine sinnvolle Ergänzung zum Bargeld. Gerade das Smartphone eignet sich ideal zum Bezahlen: Wir haben es immer dabei und dank biometrischer Schutzmechanismen wie etwa dem Fingerabdruckscan ist es auch besonders sicher", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Auch die EU-Kommission spricht sich in der gerade veröffentlichten "Retail Payments Strategy" für die Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs aus und will die Notwendigkeit regulatorischer Schritte prüfen.

Zunehmende Verbreitung findet auch Online-Banking. Alleine im August haben 71 Prozent mindestens einmal digitale Banking-Dienste wie Online-Überweisung oder den Online-Abruf des Kontostandes genutzt. Mehr als jeder Vierte hat sogar mehrmals pro Woche auf Online-Banking zurückgegriffen.

Im Bürgeramt machen es die meisten Städte möglich, Gebühren auch bargeldlos zu bezahlen. Während EC-Karten mit 79 Prozent Standard sind, werden Kreditkarten mit 7 Prozent bislang kaum akzeptiert. Auch mobiles Bezahlen ist noch die absolute Ausnahme. Nur drei der 81 Städte bieten dies an oder planen es.

Kommunen in Baden-Württemberg und Hessen schneiden gut ab

Die Kommunen in Baden-Württemberg und Hessen schneiden im Durchschnitt besonders gut ab. Erstmals gibt es dabei vom Branchenverband Platzierungen. So liegt Karlsruhe (Platz 2), Stuttgart (3), Heidelberg (6), Darmstadt (10) und Frankfurt am Main (12). Städte in Nordrhein-Westfalen sind im Schnitt weniger smart als im Rest Deutschlands. Auch innerhalb der Bundesländer gibt es regionale Unterschiede, wie das Beispiel Nordrhein-Westfalen ebenfalls zeigt.

Städte in den nördlichen Regionen Münsterland und Ostwestfalen-Lippe wie Bielefeld (Platz 19) und Münster (27) können vor allem im Bereich Verwaltung punkten. Gute Platzierungen erreichen außerdem Bonn (Platz 7), Köln (8) und Aachen (11) im Rheinland. Lediglich das Ruhrgebiet als Region schneidet in allen Kategorien unterdurchschnittlich ab, mit Ausnahme Dortmunds auf Gesamtrang 9.

Ein Gefälle zwischen West und Ost zeichnet sich nicht ab. In der Gesamtwertung gibt es keine Unterschiede zwischen den Städten aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und dem Rest der deutschen Städte.

Große Städte sind im Vorteil

Besonders größere Städte ab 300.000 Einwohnern schneiden überdurchschnittlich gut ab. Am schwersten haben es kleinere Großstädte mit weniger als 150.000 Einwohnern. Die besten unter ihnen sind Ingolstadt (Platz 21) und Ulm (29). Eine hohe Einwohnerzahl allein garantiert allerdings noch keine gute Platzierung. Für Essen reicht es trotz mehr als 580.000 Einwohnern nur für Platz 52.

Den größten Vorsprung haben bevölkerungsreiche Städte im Bereich Mobilität, bei den Millionenstädten ist es auch der Bereich IT und Kommunikation. In den Kategorien Energie und Umwelt, Verwaltung und Gesellschaft können dagegen auch viele kleinere Städte punkten.

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