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LTE-Frequenz Auktion erbringt 5,01 Milliarden Euro

• 19.06.15 Die Bundesnetzagentur hat heute die LTE Frequenzauktion beendet. Dabei ist mit 5,01 Milliarden Euro mehr Geld zusammen gekommen, als ursprünglich geplant. Die Prognosen lagen nur bei 3 Milliarden Euro.

Insgesamt hatte die Auktion 16 Tage gedauert, dabei gab es 181 Bieterrunden

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für die Mobilfunkfrequenzen. Alle drei Unternehmen Telefónica Deutschland GmbH & Co. OHG, Telekom Deutschland GmbH und Vodafone GmbH waren erfolgreich und konnten Frequenzen entsprechend ihrer Geschäftsmodelle ersteigern.

Am meisten Geld hatte Vodafone ausgegeben. Der Anbieter mußte 2,01 Milliarden Euro für seine Mobilfunkfrequenzen hinblättern. Ferner hatten alle 3 Anbieter Frequenzen aus der Blöcken 700 MHz, 900 MHz und 1800 MHz erworben. Nur Vodafone hat als einziger noch den 1500 MHz Block belegt.

Am wenigsten hat Telefónica Deutschland mit nur 1,2 Milliarden Euro gezahlt, die Telekom hat 1,8 Milliarden Euro ausgegeben.

Bei der aktuellen Frequenz Auktion wurden auch die 700 und 800 MHz Mobilfunkfrequenzen versteigert. Mit dem geplanten Standard LTE-Advanced, auch 5G Technologie genannt, sind dann immerhin 1 Gbit/s auf dem Lande möglich.

Die Frequenzen im 700-Megahertz-Bereich werden bislang für terrestrisches Fernsehen genutzt. Durch die Umstellung auf DVB-T2 werden diese frei und können für mobiles Breitband genutzt werden. Die Netzbetreiber können mit den freiwerdenden Frequenzen bei relativ wenigen Funkstationen schnelles Internet auch in bisher wenig erschlossene Regionen bringen.

Nach der Versteigerung müssen die Netzbetreiber dafür sorgen, dass innerhalb von drei Jahren deutschlandweit 98 Prozent der Haushalte mit mobilem Breitband versorgt sind. Je Bundesland soll eine Mindestabdeckung von 97 Prozent gewährleistet werden.

Die Freigabe der Frequenzen sollte nach Ansicht des Branchenverbandes Bitkom allerdings schon deutlich vor dem Jahr 2018 erfolgen. Immerhin hatte der Bund angekündigt, dass bis zum Jahr 2018 Breitbandgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde flächendeckend verfügbar sein sollen. Mit diesem Versprechen hinkt der Bund schon absehbar hinter seinem Zeitrahmen hinterher.

Die baldige Nutzung der Frequenzen ist ferner aus Sicht des Branchenverbandes eine wesentliche Voraussetzung, um die Chancen, die die Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft bietet, voll auszuschöpfen. Bereits jetzt nutzen 44 Prozent der Industrieunternehmen Industrie 4.0-Anwendungen, die breitbandiges Internet erfordern. Weitere 18 Prozent planen den Einsatz solcher Anwendungen. Viele vernetzte Anwendungen werden zukünftig eine mobile Anbindung brauchen.

Aber auch die Smartphone-Apps brauchen immer mehr Datenmengen, dieses ist vor allem dem populären Musik- und Video-Streaming geschuldet. Damit verliert das bekannte Fernsehen auch immer mehr an Bedeutung und nur noch Live-Events sind beim Fernsehen ein Quoten-Hit. Allerdings gehen auch immer mehr Live-Events über das Internet ins Netz.

So steigen die Datenmengen in den deutschen Mobilfunknetzen als Folge dieser Entwicklungen rasant an. So wurden im Jahr 2014 schon 370 Millionen Gigabyte im Mobilfunknetz verschickt, aber dieses Jahr sollen es dann sogar schon 480 Millionen Gigabyte sein. Es gibt somit Wachstumsquoten von guten 20 Prozent, diese sorgen dann für stabile Arbeitsplätzen und eine Nachfrage nach weiteren Beschäftigten.


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