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Neue Hackerattacke: 620 Millionen Accounts zum Verkauf im Darknet gefunden

• 13.02.19 Nun geht es erneut weiter mit gehackten Internet-Sites und dem Verkauf der damit verbundenen Benutzernamen und Passwort. Im Januar sind schon mehrere Millionen Nutzerdaten im Darknet durch eine Hackerattacke aufgetaucht. Nun sind es weitere 620 Millionen Nutzerdaten von insgesamt 16 Sites. Die mehrere Gigabyte große Datenbank mit den Benutzerdaten wird für 20.000 US-Dollar im Darknet angeboten.

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Neue Hackerattacke: 620 Millionen Accounts zum Verkauf im Darknet gefunden

Dabei berichtet der Online-Dienst The Register in einer Meldung über das Datenleak. Dabei wurden auch Stichproben der Daten durchgeführt. So stammen die gehackten Daten von 16 verschiedenen Internet-Portalen aus den Jahren 2016 bis 2018. Ferner war manchen Betreibern der Internet-Seiten nicht bekannt, dass sie Opfer einer Hacker-Attacke wurden.

Hacker haben erneut 620 Millionen Kundendaten gestohlen
--Abbildung: (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Laut unseren Informationen sind die Verantwortlichen der Website dabei, die Passwörter zurückzusetzen. Ferner sollen die Betroffenen Nutzer benachrichtigt werden.

Folgende Internet-Seiten sind betroffen:

    • 8fit (20 Millionen Daten)
    • 500px (15 Millionen Daten)
    • Animoto (25 Millionen Daten)
    • Armor Games (11 Millionen Daten)
    • Artsy (1 Millionen Daten)
    • BookMate (8 Millionen Daten)
    • CoffeeMeetsBagel (6 Millionen Daten)
    • DataCamp (700.000 Daten)
    • Dubsmash (162 Millionen Daten)
    • EyeEm (22 Millionen Daten)
    • Fotolog (16 Millionen Daten)
    • HauteLook (28 Millionen Daten)
    • MyFitnessPal (151 Millionen Daten)
    • MyHeritage (92 Millionen Daten)
    • ShareThis (41 Millionen Daten)
    • Whitepages (18 Millionen Daten)

Passwort 123456 ist das beliebteste Passwort in Deutschland

Platz eins bei den häufigsten Passwörtern ist "123456". Danach folgen "12345", "123456789", "f-Wort", "12345678". Auf Platz sechs landet dann schon ein Wort mit dem durchdachten Text "hallo123". Aber Platz 7. ist dann von dem super schweren Wort "hallo" gesichert. Danach folgen "1234", "passwort" und auf Platz 10 landet das Wort "master". Gegenüber dem Vorjahr ist damit das Passwort "hallo123" von Platz 10 auf Platz 6 vorgerutscht. Neu unter den Top-Ten sind nun "f-Wort" und "master".

"Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz vor Identitätsdiebstahl", so HPI-Direktor Christoph Meine. "Aber wer sein Passwort auf dieser Liste entdeckt, sollte es schnellstmöglich ändern." Ob man selbst Opfer eines Datendiebstahls geworden ist, lässt sich mit dem Identity Leak Checker, einem Online-Sicherheitscheck des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), sehr leicht überprüfen. Seit 2014 kann dort jeder Internetnutzer unter https://sec.hpi.de/ilc kostenlos durch Eingabe seiner E-Mail-Adresse prüfen lassen, ob Identitätsdaten von ihm frei im Internet kursieren und missbraucht werden könnten.

Die Sicherheitsforscher ermöglichen den Abgleich mit mittlerweile mehr als 5 Milliarden gestohlener und im Internet verfügbarer Identitätsdaten. Dabei liegt der Fokus auf Leaks bei denen deutsche Nutzer betroffen sind.

Insgesamt haben 6,9 Millionen Nutzer mithilfe des Identity Leak Checkers die Sicherheit ihrer Daten in den letzten drei Jahren überprüfen lassen. In 1,25 Millionen Fällen mußten Nutzer darüber informiert werden, dass ihre E-Mail-Adresse in Verbindung mit anderen persönlichen Daten im Internet offen zugänglich waren.

Eine Mrd. Benutzerdaten mit Passwörtern im Internet aufgetaucht

In dem neuen, gewaltigen Datensatz mit gestohlenen Log-in-Informationen aus dem Januar diesen Jahres sind knapp 773 Millionen verschiedene E-Mail-Adressen und über 21 Millionen im Klartext lesbare unterschiedliche Passwörter, so der australische IT-Sicherheitsexperte Troy Hunt. Dabei umfasse die Sammlung mehr als eine Milliarde Kombinationen aus beiden.

Mittlerweile kann man sogar beim australischen Sicherheitsforscher seine E-Mail-Adresse in der Sammlung checken. Diese Sammlung gibt es im Internet unter haveibeenpwned.com/. Der 87 Gigabyte große Datensatz bündelt dabei Informationen aus vielen einzelnen Datendiebstählen und Tausenden verschiedenen Quellen, so Hunt in einem Blogeintrag. Betroffen sind Internetnutzer weltweit, darunter auch Anwender aus Deutschland.

Auch wenn die Entdeckung der gigantischen Passwortsammlung für Security-Experten angesichts immer wieder neuer Enthüllungen nichts Neues ist, so macht die Dimension des aktuellen Falles einen Unterschied.

Schwache Passwörter sollten vermieden werden

Mittlerweile kann man leicht über schwache Passwörter Zugriff auf persönliche Informationen und Accounts bekommen und der Handel mit gestohlenen Identitäten wachse stetig. Leistungsstarke Rechner könnten in kürzester Zeit Millionen von möglichen Passwörtern generieren und mit verschleierten Passwörtern abgleichen. Passwörter, die maximal aus sechs Zahlen bestehen, können in wenigen Minuten errechnet werden.

Bürger sorgen sich um steigende Internet-Kriminalität

Auch nutzen die Cyberkriminellen immer mehr Sicherheitslücken in den Routern, Smartphones und dem Computer. So verwundert es nicht, dass sich auch immer mehr Bürger bedroht fühlen. Dieses ist auch das Ergebnis einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom. Dabei fordern immer mehr Internet-Nutzern mehr Engagement der Politiker gegen die steigende Internet-Kriminalität.

Der flächendeckende Angriff der Erpressersoftware WannaCry oder regelmäßige Berichte über Hackerangriffe erweckt nun Ängste bei den Bürgern. Die große Mehrheit der Bundesbürger macht sich Sorgen um einen Anstieg der Internetkriminalität und wünscht sich mehr Einsatz von der Politik. Aktuell sind 85 Prozent der Meinung, dass die Bedrohung durch Internetkriminalität immer größer wird. 79 Prozent sagen, dass die Politik mehr Geld in spezielle Polizeieinheiten investieren sollte, die gezielt gegen Internetkriminalität vorgehen. Dieses ist das Ergebnis einer Umfrage durch den Branchenverband Bitkom.

Die große Mehrheit der Computernutzer ergreift heute schon Maßnahmen, um sich vor Cyberkriminellen zu schützen. 88 Prozent geben an, dass sich auf ihrem privaten Gerät mindestens ein Sicherheitsprogramm befindet oder sie einen Sicherheitsdienst nutzen. Virenschutzprogramme setzen 81 Prozent ein, eine Firewall 61 Prozent.

Jeder Vierte, der privat einen Computer oder ein Smartphone nutzt (27 Prozent), gibt zudem an, dass er die eingebaute Kamera an den Geräten abklebt, da es Hackern immer wieder gelingt, über diesen Weg heimlich Aufnahmen zu machen.

Sollten Sie nun die Sicherheit bei ihrem Smartphones und PCs verbessern wollen, erhalten bei uns auch eine grosse Übersicht an Anti-Viren Programme, sowie die Software von den Anbietern Bitdefender, G Data und die Software von Kaspersky.

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