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Notfall Update Google Chrome: Schwere Sicherheitslücke --Informatiker raten Browser meiden

• 29.03.22 Zuletzt streitete sich das Bundeskartellamt mit der US-Firma Google herum. Dann gab es zuletzt eine gravierende Sicherheitslücke beim Google Chrome Browser im Rahmen eines Zero Day Exploits. Damals wurde diese Sicherheitslücke schon aktiv ausgenutzt. Dann gab es am 19.März erneut wichtige stabile Updates für den Chrome Browser. Nun steht ab sofort wieder ein Notfall-Update an. Daher sollten Chrome-Browser wohl in Zukunft auf alternative Internet-Browser umsteigen.

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Notfall Update Google Chrome: Schwere Sicherheitslücke --Informatiker raten Browser meiden

Googles Browser Chrome erzielte im Januar 2022 weltweit einen Marktanteil an den Page Views von rund 65,4 Prozent. Der Safari-Browser von Apple belegte mit 9,8 Prozent den zweiten Platz, Mozillas Firefox kam im selben Monat auf einen Wert von rund 9,2 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Daher gerät Google Chrome immer mehr ins Zielfeuer von Hackern und Informatiker raten daher, den Chrome Browser nicht mehr zu nutzen, wenn einem seine eigenen Daten lieb sind.

Sicherheit-Updates Google Chrome 19 März: Google bessert Schwachstellen in Chrome aus
Notfall Update Google Chrome: Schwere Sicherheitslücke
--Informatiker raten Browser meiden -Screenshot: Bundesamt

Aktuell gibt es eine neue Google Sicherheitslücke für alle 3,2 Milliarden Chrome-Nutzer. Um diese schwere Sicherheitslücke zu schließen, gibt es ein Notfall-Update. Angreifer sollen die Sicherheitslücke sogar schon nutzen. Die neue Sicherheitslücke wurden am letzten Mittwoch bekannt.

Dazu gibt es die kryptisch benannte Lücke CVE-2022-1096, Google will sich aber dazu nicht genauer äussern. Also sollten Nutzer in Zukunft auch die Finger vom Chrome Browser lassen, so die Empfehlung com Chefredakteur vom Redaktionsnetzwerk Tarifrechner, Dipl. Inform. Martin. "Wer sich auf Google verlässt, ist oft verlassen", so dass alt bekannte Sprichwort. Immerhin ist Google der populärste Browser im Markt und hat eine marktbeherrschende Dominanz. Wenn Hacker hier einen erfolgreichen Angriff starten, dann trifft es dann auch mal 3,2 Milliarden Nutzer. Daher haben Hacker andere Browser nicht so starkt im Visier, so der Informatiker weiter. Und wenn man als Browser Hersteller so arrogant ist, und will die Nutzer nicht informieren, hat man mitunter auch was zu verbergen. In Deutschland und anderen europäischen Ländern drohen Google mitunter Schadensersatzklagen, daher schweigt man wohl lieber.

Google Chrome Aufstieg

Die erste Chrome-Version wurde im Jahr 2008 veröffentlicht und war zunächst nur für Microsofts Windows-Betriebssystem verfügbar. Später folgten dann auch Versionen für Linux, macOS, Android und iOS. In Bezug auf die weltweiten Marktanteile konnte Chrome erstmals zur Mitte des Jahres 2012 sowohl den Firefox-Browser als auch den Internet Explorer überholen. Nun ist auch in Europa der Chrome Browser mittlerweile unangefochten der meistgenutzte Browser.

Dabei galt in der Vergangenheit Deutschland als Firefox-Hochburg. Dementsprechend dauerte es hier bis Herbst 2017, bis Chrome am damaligen Marktführer Firefox vorbeiziehen konnte. Heute ist Chrome aber auch in Deutschland relativ klar der meistverwendete Browser.

Google Chrome Updates 19 März: Google bessert Schwachstellen in Chrome aus

In seinen Blogs listet Google nun weitere Chrome Update mit dem Stand vom 19.März auf.

Sicherheit-Updates Google Chrome 19 März: Google bessert Schwachstellen in Chrome aus
Sicherheit-Updates Google Chrome 19 März: Google bessert
Schwachstellen in Chrome aus -Abbildung: pixabay

Der Stable-Kanal wurde auf 99.0.4844.82 für Windows, Linux und 99.0.4844.83 für Mac die in den kommenden Tagen eingeführt.

Chrome unter macOS: Berechtigung für veraltete Bildschirmaufnahmen entfernen

Wenn Chrome 97 oder früher für die Bildschirmfreigabe verwendet wurde, wird eine veraltete Version angezeigt. Anforderungen können im System TCC.db zwischengespeichert werden. Dieser veraltete Datensatz kann Probleme ab Chrome 98.0.4758.132 (Extended Stable) verursachen, 99.0.4844.74 (stabil), 100.0.4896.45 (Beta), 101.0.4929.5 (Entwicklung), 101.0.4933.0 (Kanarienvogel).

Dieser CL versucht, veraltete oder als veraltet geltende Bildschirme zu löschen Aufzeichnungen beim frühen Start auf macOS 10.15+ erfassen.

Ohne das TCC-Reset ist das Kontrollkästchen in den Systemeinstellungen: Sicherheit & Datenschutz:Datenschutz:Bildschirmaufzeichnung falsch - Chrome wird als angezeigt genehmigt (Kontrollkästchen aktiviert) basierend auf seiner Bundle-ID, aber aktuell entspricht Chrome nicht der gespeicherten festgelegten Anforderung.

Google Patchday März: Google bessert Schwachstellen in Android aus>

Nun gibt es im März weitere Sicherheits-Update beim Patchday für Android.

So gibt es nun Sicherheitspatch-Level vom 5.März oder später. Android-Partner werden mindestens einen Monat im Voraus über alle Probleme informiert Veröffentlichung. Quellcode-Patches für diese Probleme wurden für Android Open veröffentlicht Source Project (AOSP)-Repository.

Google Patchday März: Google bessert Schwachstellen in Android aus --Bild: Google

Das schwerwiegendste dieser Probleme ist eine kritische Sicherheitslücke in der Systemkomponente, die zu einer Remote-Eskalation von Berechtigungen führen könnte. Eine Benutzerinteraktion ist dabei nicht erforderlich.

Das Android-Sicherheitsteam überwacht aktiv auf Missbrauch durch Google Play und schützt und warnt Benutzer davor möglicherweise schädliche Anwendungen, zu nutzen.

März 2022 Sicherheits-Patch-Level-Schwachstellendetails:

So gab es mehrere Schwachstellen, welche zu einer lokalen Eskalation von Berechtigungen führen konnte mit erforderlichen Systemausführungsberechtigungen. Eine Benutzerinteraktion ist nicht erforderlich gewesen.

Auch konnte man Informationen aus der Ferne erhalten, ohne dass zusätzliche Ausführungsberechtigungen erforderlich gewesen waren. Eine Benutzerinteraktion ist erforderlich für die Ausübung.

Die schwerwiegendste Schwachstelle könnte zu einer Remote-Eskalation führen von Privilegien, ohne dass zusätzliche Ausführungsprivilegien erforderlich sind. Benutzerinteraktion wird für die Auswertung nicht benötigt.

Auch gab es Schwachstellen in MediaTek-KomponentenDie Bewertung des Schweregrads dieser Probleme wird direkt von MediaTek bereitgestellt und galt als hoch.

Weitere Schwachstellen betreffen Komponenten von Qualcomm und galten auch als hoch. Hier geht es um die WLAN Verbindungen.

Google Update beim Chrome Browser: Erneut schwere Sicherheitslücke beim Chrome Browser

Durch das letzte Sicherheits-Update werden dann gleich 27 Sicherheitslücken geschlossen. Davon sind einige Schwachstellen mit dem Bedrohungsgrad "hoch" versehen, so die Experten. Dazu gibt es einen entsprechenden Google Blog.

Google Update beim Chrome Browser: Erneut schwere Sicherheitslücke beim Chrome Browser
Google Update beim Chrome Browser: Erneut schwere Sicherheitslücke
beim Chrome Browser -Abbildung: pixabay

Dabei ist Google wie immer sehr zurückhaltend bei den Hinweisen nach Sicherheitslücken, daher werden kaum Details zu den geschlossenen Lücken bekannt. Begründet wird dieses oftmals damit, dass potenzielle Angreifer nur wenig Informationen bekommen.

Im Gegenzug können Informatiker und Datenschützer aber auch nicht den Schaden abschätzen und keine genauen Warnungen herausgeben, so die Kritik vom Chefredakteur vom Redaktionsnetzwerk Tarifrechner, Dipl. Inform. Martin. "Wer sich auf Google verlässt, ist oft verlassen", so das alt bekannte Sprichwort.

In der Regel bekommen Hacker durch die Sicherheitslücken zugriff auf den Speicher des Browsers. Damit können Hacker unberechtigt auf bestimmte Speicherbereiche zugreifen und dort in der Regel Schadcode einschleusen oder diesen Speicherbereich auch auslesen. Oftmals findet man dort ja dann auch die entschlüsselten Passwörter und Benutzernamen eines Internet-Dienstes vor, so der Informatiker weiter.

Google gibt an, für Windows die Versionen 98.0.4758.80/81/82 und für Linux und macOS Chrome 98.0.4758.80 veröffentlicht zu haben.

Immer wieder schwere Sicherheitslücke beim Chrome Browser

Der schlimmste Super-Gau tritt bei Behörden, Unternehmen, Richtern, Anwälten und Journalisten ein, wenn diese ausspioniert werden können. Aktuell geht dieses bei der Verwendung des Chrome Browsers von Google. So konnten Angreifer zuletzt eine schwere Sicherheitslücke im weltweit, meistgenutzten Browser ausnutzen, so die Mitteilung und Warnung von Google. Auch stand im letzten Sommer eine neue Version, die das Problem behebt, bereit.

Im Google Blog wird berichtet, dass es eine neue Version 91.0.4472.114 für Windows, Mac and Linux gibt, welche aktuell verfügbar ist. Dabei werden dann auch gleich 4 Sicherheitslücken geschlossen.

Allerdings hatte Google es in der Vergangenheit nicht geschafft, eine bestehende Sicherheitslücke zu schliessen. Daher nutzen Hacker diese Lücke aktiv aus, daher spricht man von einem Zero Day Exploit, da keine Zeit mehr ist, bis die Sicherheitslücke aktiv genutzt wird.

Oftmals werden Updates im Hintergrund ausgeführt, wenn diese den Browser Ihres Computers schließen und wieder öffnen. Wenn Sie Ihren Browser allerdings schon längere Zeit nicht geschlossen haben, sehen die Nutzer möglicherweise ein ausstehendes Update im oberen, rechten Dreipunkt-Menü. Wenn ein Update verfügbar ist, wird das Symbol farbig angezeigt.

Dabei gibt es folgende Farben:

    • Grün: Ein Update wurde vor weniger als zwei Tagen veröffentlicht.
    • Orange: Ein Update wurde von etwa vier Tagen veröffentlicht.
    • Rot: Ein Update wurde vor mindestens einer Woche veröffentlicht.
Beim Update werden die eöffneten Tabs und Fenster vom Browser gespeichert und beim Neustart automatisch geöffnet. Die Inkognitofenster werden beim Neustart von Chrome nicht wieder geöffnet.

Bundeskartellamt: Prüfung für marktübergreifende Bedeutung bei Google

Wer Googles Browser nutzt, nutzt auch Googles Marktmacht und beschädigt damit den freien Wettbewerb und Handel, so die Informatiker und Datenschützer. Das Bundeskartellamt hat nun zwei Verfahren gegen die Google Germany GmbH, Hamburg, Google Ireland Ltd., Dublin, Irland, und Alphabet Inc., Mountain View, USA, nach den neuen Vorschriften für Digitalkonzerne eingeleitet. Mit dem neuen kartellrechtlichen Instrument hatte die Behörde in den vergangenen Monaten bereits gegen Facebook und gegen Amazon Ermittlungen aufgenommen.

Im Januar 2021 ist die 10. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB-Digitalisierungsgesetz) in Kraft getreten. Eine zentrale neue Vorschrift (§ 19a GWB) erlaubt der Behörde ein früheres und effektiveres Eingreifen, insbesondere gegen Verhaltensweisen großer Digitalkonzerne. Das Bundeskartellamt kann in einem zweistufigen Verfahren Unternehmen, die eine überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb haben, wettbewerbsgefährdende Praktiken untersagen.

Eingeleitet hat das Bundeskartellamt gestern zum einen das Verfahren zur Feststellung dieser marktübergreifenden Bedeutung.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Ein Anhaltspunkt für eine solche Position eines Unternehmens kann ein sich über verschiedene Märkte erstreckendes Ökosystem sein. Entsprechende Machtstellungen sind von anderen Unternehmen oft nur schwer angreifbar. Aufgrund der Vielzahl an digitalen Diensten wie der Suchmaschine, YouTube, Maps, dem Betriebssystem Android oder dem Browser Chrome kommt bei Google eine überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb in Betracht.".

Über diese grundsätzliche Einordnung hinaus wird sich das Bundeskartellamt in einem darauf aufsetzenden zweiten Verfahren, das ebenfalls gestern eingeleitet wurde, eingehend mit den Datenverarbeitungskonditionen von Google befassen.

Das Geschäftsmodell von Google baut ganz grundlegend auf der Verarbeitung der Daten seiner Nutzerinnen und Nutzer auf. Google hat hier einen strategischen Vorteil aufgrund des etablierten Zugangs zu wettbewerbsrelevanten Daten.

Die neue kartellrechtliche Vorschrift nennt einige konkrete Beispiele für Verhaltensweisen, die einem Unternehmen mit einer überragenden marktübergreifenden Bedeutung untersagt werden können. Das Bundeskartellamt prüft, ob Google/Alphabet die Nutzung seiner Dienste von einer Zustimmung zu der Datenverarbeitung abhängig macht, bei der es keine ausreichenden Wahlmöglichkeiten hinsichtlich des Umstands, des Zwecks und der Art und Weise der Verarbeitung der Daten gibt (§ 19a Abs. 2 Nr. 4a GWB).

Auch schon Anfang 2019 hatte das Bundeskartellamt dem Unternehmen Facebook weitreichende Beschränkungen bei der Verarbeitung von Nutzerdaten auferlegt. Sowohl das Verfahren des Bundeskartellamtes als auch die nachfolgenden Gerichtsverfahren erfolgten auf der Basis der bereits vor der jüngsten Gesetzesänderung geltenden Vorschriften der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht. Zudem sind unterschiedliche Sachverhalte zu beurteilen.

Das Verfahren ist derzeit noch vor Gericht anhängig. Im März 2021 hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden, bestimmte Fragen, die die Anwendung der Datenschutzgrundverordnung betreffen, dem Europäischen Gerichtshof vorzulegen. Erst nach Klärung dieser Fragen könne das Facebook-Verfahren in der Hauptsache entschieden werden.

Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen: Bundeskartellamt und Verbrauchzentralen sind erfreut

Der Bundestag hatte zuletzt die Novelle zum Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) beschlossen. Nun kann das Bundeskartellamt endlich proaktiv gegen Unternehmen vorgehen, die ihre Marktmacht missbrauchen. Das ist ein positiver Paradigmenwechsel aus Verbrauchersicht, so die Sicht der Verbraucherzentralen.

Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen: Bundeskartellamt und Verbrauchzentralen sind erfreut
Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen: Bundeskartellamt
und Verbrauchzentralen sind erfreut
-Bild: © PublicDomainPictures (Pixabay License)/ pixabay.com

Und das Bundeskartellamt will künftig die Macht von großen Internetkonzernen stärker kontrollieren. Das hat Behördenpräsident Andreas Mundt am Donnerstag im Inforadio vom rbb angekündigt.

Hintergrund ist ein Gesetz, das der Bundestag am Donnerstag beschließen will. Es soll der Behörde ermöglichen, den Wettbewerb im Internet besser zu schützen.

Bundeskartellamt Boss Mundt erklärte, das Gesetz komme zur richtigen Zeit. Damit habe die Behörde leichteren Zugriff auf die Digitalunternehmen: "Unsere Arbeit wird uns jetzt ein stückweit leichter gemacht durch dieses Gesetz. Wir können vor allen Dingen [...] auf Märkten einschreiten, wo diese sehr großen Unternehmen noch nicht marktbeherrschend sind. Also wir müssen jetzt nicht warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, sondern wir können rechtzeitig unsere Waffen zücken.".

vzbv-Vorstand Klaus Müller zum Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen: "Wir sehen, wie große Digitalkonzerne die Online-Regeln so gestalten, dass sie die Wahlfreiheit der Verbraucher einschränken und Wettbewerber gezielt schwächen. Etwa, wenn Betreiber von Betriebssystemen es Nutzern nicht ermöglichen, alternative App Stores mit niedrigeren Provisionen zu nutzen. Manche Plattformen treten gleichzeitig als Marktplatz und als Verkäufer auf, also als Schiedsrichter und Mitspieler zugleich. Das ist kein fairer Wettbewerb mehr. Das Bundeskartellamt kann nun verbieten, dass diese Unternehmen ihre eigenen Angebote bevorzugen.".

Das Bundeskartellamt plane, die gesetzlichen Möglichkeiten zu nutzen und härter gegen große Internetkonzerne vorgehen. Er rechne mit heftigen Auseinandersetzungen vor Gericht. Das werde "anstrengend" - sei aber wichtig, denn derzeit gebe es fast keinen fairen Wettbewerb mehr im Netz.

Man arbeite zwar auch an einer europäischen Lösung, erklärte der Präsident des Bundeskartellamtes. Dennoch mache ein deutsches Gesetz sehr viel Sinn. Zum einen sei man schneller mit der Gesetzgebung. Dadurch habe die Behörde jetzt die Instrumente, die sie brauche. Zum anderen könnten nationale Wettbewerbsbehörden auch international viel bewirken. Das hätten vergangene Verfahren bereits gezeigt.

Der Suchmaschinen Gigant Google hatte von der EU-Kommission ein Rekord Bussgeld von 2,42 Mrd Euro aufgedrückt bekommen. Durch das Bußgeld reagiert die EU-Kommission gegen Google wegen Mißbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung als Suchmaschine durch unzulässige Vorzugsbehandlung für den eigenen Preisvergleichsdienst. Nun hat Google, ohne weitere Nennung von Gründen, Klage beim europäischen Gerichtshof eingereicht.

Bundesamt für Sicherheit Update: Kritische Schwachstelle in log4j veröffentlicht

Zuletzt hatte das Bundesamt für Sicherheit(BSI) die höchste Warnstufe Rot für neue Sicherheitslücke aufgerufen. Die kritische Schwachstelle bei der Log4Shell ist eine weit verbreitete Java-Bibliothek und führt nach Einschätzung des Bundesamts zu einer extrem kritischen Bedrohungslage. Nun wurde die kritische Schwachstelle in Log4j veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen String, welchen man in die Log4j Log-Datei einschleusen kann, welcher Schad-Code nachladen kann.

Dabei ist Log4j eine beliebte Protokollierungsbibliothek für Java-Anwendungen im Open Source Bereich. Diese Bibliothek der performanten Aggregation von Protokolldaten einer Anwendung. Dabei gibt es die Schwachstelle CVE-2021-44228 in log4j in den Versionen 1.0 bis 2.14.1, die es Angreifern gegebenenfalls ermöglicht, auf dem Zielsystem eigenen Programmcode auszuführen und so den Server zu kompromittieren.

Bundesamt für Sicherheit Update: Kritische Schwachstelle in Log4j veröffentlich
Bundesamt für Sicherheit Update: Kritische Schwachstelle in Log4j veröffentlich
-Abbildung: (Pixabay License)/ pixabay.com

Diese Gefahr besteht, wenn Log4j verwendet wird, um eine vom Angreifer kontrollierte Zeichenkette wie beispielsweise den HTTP User Agent die Felder in einer Webanwendung zu protokollieren.

Ein Proof-of-Concept (PoC) zur Ausnutzung der Schwachstelle wurde auf Github veröffentlicht und auf Twitter geteilt. Neben dem PoC existieren auch Beispiele für Skripte, die Systeme stichprobenartig auf Verwundbarkeit hin untersuchen.

Skripte solcher Art können zwar Administratoren keine Sicherheit über die Verwundbarkeit geben, aber erlauben Angreifern kurzfristig rudimentäre Scans nach verwundbaren Systemen. Diese kritische Schwachstelle hat demnach möglicherweise Auswirkungen auf alle aus dem Internet erreichbaren Java-Anwendungen, die mit Hilfe von Log4j Teile der Nutzeranfragen protokollieren.

Zu den betroffenen Herstellern gehören mitunter VMWare, Apache und UniFi. Zahlreiche weitere Hersteller prüfen aktuell noch eine Betroffenheit.

Zusätzlich zu der Installation von Kryptominern und der Ausnutzung durch Botnetze gibt es auch öffentliche Berichte, die auf das Nachladen von Cobalt Strike-Beacons hinweisen. Cobalt Strike ist eine Pen-Testing-Software, die auch von Angreifern genutzt wird, um Angriffe auf IT-Netzwerke durchzuführen.

Die Schwachstelle kann nicht nur zum Nachladen von weiterer Schadsoftware genutzt werden, sondern auch für die Offenlegung von vertraulichen Daten (z. B. API-Keys). Hierfür ist kein Nachladen von externer Schadsoftware notwendig, sodass diese Ausnutzung mit einer Anfrage durchgeführt werden kann.

Bundeamt für Sicherheit: Höchste Warnstufe Rot für neue Sicherheitslücke beim Einloggen

Die Schwachstelle ist zudem trivial ausnutzbar, ein Proof-of-Concept ist öffentlich verfügbar. Eine erfolgreiche Ausnutzung der Schwachstelle ermöglicht eine vollständige Übernahme des betroffenen Systems, so das Bundesamt in der ersten Feststellung. Dem Bundesamt sind welt- und deutschlandweite Massen-Scans sowie versuchte Kompromittierungen bekannt. Auch erste erfolgreiche Kompromittierungen werden öffentlich gemeldet.

Das ganze Ausmaß der Bedrohungslage ist nach Einschätzung des BSI aktuell nicht abschließend feststellbar. Zwar gibt es für die betroffene Java-Bibliothek Log4j ein Sicherheits-Update, allerdings müssen alle Produkte, die Log4j verwenden, ebenfalls angepasst werden.

Die ava-Bibliothek ist ferner tief in der Architektur von Software-Produkten verankert, so dass viele Produkte verwundbar sind. Es ist zu erwarten, dass in den nächsten Tagen weitere Produkte als verwundbar erkannt werden.

Das BSI empfiehlt insbesondere Unternehmen und Organisationen, die in der Cyber-Sicherheitswarnung skizzierten Abwehrmaßnahmen umzusetzen. Darüber hinaus sollten die Detektions- und Reaktionsfähigkeiten kurzfristig erhöht werden, um die eigenen Systeme angemessen überwachen zu können.

EU-Kommission brummt Google Rekord-Strafe von 2,42 Mrd Euro auf

Die Europäische Kommission hatte eine Geldbuße in Höhe von 2,42 Mrd. Euro gegen Google am 27.Juni 2017 verhängt, da das Unternehmen gegen das EU-Kartellrecht verstoßen hat. Google hat seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht, indem es einem anderen Google-Produkt, seinem Preisvergleichsdienst, einen unrechtmäßigen Vorteil verschafft hat. Für das Bezahlen der Strafe hatte Google 30 Tage Zeit, hat aber nun Klage dagegen erhoben. Das teilte der US-Konzern teilte dieses nun am heutigen Montag mit, ohne weitere Details zu nennen. Auch das Gericht der Europäischen Union bestätigte der Deutschen Presse-Agentur gegenüber den Eingang der Beschwerde.

Preisvergleiche sorgen für Ersparnis beim Verbraucher
-Bild: © PublicDomainPictures (Pixabay License)/ pixabay.com

Das Verhalten von Google stellt somit eine missbräuchliche Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung in der allgemeinen Internet-Suche dar, da es den Wettbewerb auf den Preisvergleichsmärkten behindert.

In dem Beschluß kommt die Kommission zu dem Ergebnis, dass Google auf jedem nationalen Markt für allgemeine Internetsuche im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), d. h. in allen 31 EWR-Staaten, eine beherrschende Stellung innehat.

Die Bewertung der Kommission stützt sich auf die Tatsache, dass auf die Google-Suchmaschine in allen EWR-Staaten sehr hohe Marktanteile entfallen, die meist über 90 Prozent liegen. Das Unternehmen konnte diese Position seit mindestens 2008, d. h. seit Beginn des Untersuchungszeitraums, halten.

Googles Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung

Eine marktbeherrschende Stellung an sich ist nach den EU-Kartellvorschriften nicht verboten. Allerdings tragen marktbeherrschende Unternehmen eine besondere Verantwortung, denn sie dürfen ihre starke Marktstellung nicht missbrauchen, indem sie den Wettbewerb auf dem von ihnen beherrschten Markt oder auf anderen Märkten einschränken.

Google hat die Suchergebnisse manipuliert

Google hat seinen eigenen Preisvergleichsdienst systematisch am besten plaziert. Die Ergebnisse seines Preisvergleichsdiensts werden ganz oben auf der Liste der Suchergebnisse oder manchmal in einem eigenen Feld auf der rechten Seite dieser Liste angezeigt und ansprechend präsentiert, so die EU-Kommission.

Sie werden vor den Ergebnissen aufgeführt, die anhand der generischen Suchalgorithmen als relevanteste Ergebnisse ermittelt werden. Dies geschieht immer, wenn ein Verbraucher in der allgemeinen Google-Suchmaschine nach einem Produkt sucht, für das Google Ergebnisse seines Preisvergleichsdiensts zeigen möchte. Folglich wendet Google seine generischen Suchalgorithmen nicht auf den eigenen Preisvergleichsdienst an.

Bei konkurrierenden Preisvergleichsdiensten dagegen werden diese generischen Algorithmen für die Platzierung genutzt und bewirken auch Herabstufungen (sodass diese auf der Liste der Suchergebnisse weiter nach unten rutschen). Preisvergleichsdienste können durch mindestens zwei verschiedene Algorithmen, die 2004 bzw. 2011 erstmals angewendet wurden, herabgestuft werden. Die am besten plazierten Wettbewerber werden nachweislich im Durchschnitt erst auf Seite vier der Suchergebnisse von Google angezeigt, und andere Dienste sind sogar noch weiter unten plaziert. Praktisch bedeutet das, dass die Verbraucher konkurrierende Preisvergleichsdienste nur sehr selten in den Suchergebnissen von Google zu sehen bekommen.

Geldbuße richtet sich nach der Schwere des Vergehens

Die Kommission berücksichtigte bei der Festlegung der Geldbuße die Dauer und die Schwere der Zuwiderhandlung. Im Einklang mit den Leitlinien der Kommission zur Festsetzung von Geldbußen aus dem Jahr 2006 wurde die Geldbuße auf der Grundlage der Einnahmen von Google aus seinem Preisvergleichsdienst in den betreffenden 13 Europäischen Wirtschaftsraum Staaten errechnet.

Mit dem Beschluß wird Google dazu verpflichtet, sein rechtswidriges Verhalten bezüglich seines Preisvergleichsdienstes binnen 90 Tagen abzustellen und von allen Maßnahmen abzusehen, die denselben oder einen ähnlichen Zweck bzw. dieselbe oder eine ähnliche Wirkung haben.

Google manipuliert Suchergebnisse bei Preisvergleichern

Google verwendet seine Ergebnisseiten, um entsprechende eigene Preisvergleiche anpreisen. Dabei werden sogar die Suchergebnisse manipuliert, so dass andere Preisvergleicher erst gar nicht mehr bei dem Suchergebnis auftauchen. Immerhin kann dieses jeder Nutzer zum Beispiel bei der Verwendung von Bing oder duckduckgo.com nachvollziehen.

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